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Alles andere als ein Schritt nach vorn: SG Bad Wildungen 0:2 gegen Melsungen

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Porträtbild von Fußballtorwart Niclas Köhler aus Bad Wildungen
Bad Wildungens Torsteher Niclas Köhler hielt gut, aber musste nach einer Aktion gegen Ivan Durdek einen Elfmeter hinnehmen. © malafo

Auf sechs Punkte hätten die Wildunger sich vom ersten Abstiegsplatz absetzen können – aber es hieß 0:2 gegen den Melsunger FV nach einer Leistung, die nicht so viel Mut macht wie vorangegangene.

Bad Wildungen – Die Steilvorlage war da: Der Waldecker Klassenkamerad Mengeringhausen verpasste es, zur SG Bad Wildungen/Friedrichstein aufzuschließen. Doch auch die Kurstädter verpassten ihre Chance, Boden gutzumachen. „Ich bin enttäuscht von unserer Leistung und der Art und Weise, wie wir gespielt haben. Das habe ich nicht erwartet nach den letzten Auftritten“, sagte SG-Trainer Jan Leimbach. Nicht kompakt und leidenschaftlich sei seine Elf gewesen. Das Ärgerliche: die längst geretteten Melsunger hatten es den Gastgebern gar nicht so schwer gemacht.

In der ereignisarmen ersten Halbzeit sahen Torszenen meist so aus: Schuss – weggegrätscht oder geblockt; aussichtsreiche Flanken – Adressat verfehlt. Die Melsunger hatten mehr Ballbesitz, machten aber zu wenig daraus gemacht, was auch für die Wildunger galt, bei denen Niclas Köhler für den privat verhinderten Mario Wörmann im Tor spielte.

SG Bad Wildungen kassiert Elfmeter zum 0:1

Der SG-Keeper sah sich nach langem Ball aus dem Mittelfeld Gästeakteur Ivan Durdek gleich zweimal gegenüber. Das erste Duell endete, indem der FV09-Angreifer gegen Köhler einen Elfer herausholte; der zweite, indem der Gefoulte diesen selbst versenkte (44.).

Nach der Pause war Eugen Rufs Versuch, den der Gästekeeper mühelos hielt, der erste SG-Torschuss der Partie (53.). Wenig später lenkte Köhler nach einer Ecke einen Schuss von Kevin Koch aus 16 Metern an die Latte. Wieder Ecke. Wieder abgewehrt. Es sah nicht gefährlich aus, doch Miedl flankte erneut in die Mitte, und der eingewechselte Carlos Michel traf zum 0:2 (62.).

Während der FV09 kurz danach das 0:3 verpasste, gelang es Wildungen nicht mehr, es wieder spannend zu machen. Schubert verlängerte auf Björn Schnedler, doch im eins gegen eins wehrte der Keeper mit dem Fuß so eben noch ab (84.). Und bei Schuberts Versuch war ebenso wie bei Schnedlers Nachschuss der Winkel zu spitz (87.).

„Mit einer abgeklärten, kompakten Teamleistung haben wir 80 Prozent des Spiels kontrolliert“, monierte Gäste-Trainer Peter Wefringhaus allein die fahrlässige Chancenverwertung seiner Elf, die dank ihrer starken Rückrunde auf Abschlussrang drei zusteuert.

Sonntag erneutes Heimspiel für Bad Wildungen

Bereits an diesem Sonntag wartet ein erneutes Heimspiel auf die SG Bad Wildungen/Friedrichstein; mit einer weiteren Chance, etwas dafür zu tun, nicht bis zum letzten Spieltag zittern zu müssen.

Vizemeister Eintracht Baunatal ist alles andere als ein dicker Brocken in der Rückrunde. „Kurz schütteln, alle Kräfte mobilisieren“, gibt SG-Trainer Leimbach, der auf die Rückkehr von Zahovic hofft, als Motto aus. „An der Ausgangslage hat sich im Grunde ja nichts geändert.“ (juk/schä)

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