Gruppenliga: TSV/FC Korbach gewinnt Derby gegen TuSpo Mengeringhausen mit 6:2

Vorgezogenes Freundschaftspiel 

Letzte Auswechslung mit verkehrter Welt: Der Mengeringhäuser Trainer Jörg Büchse herzt den Korbacher Christoph Osterhold, der genau wie Teamkollege Matthias Rösner (rechts) seine Fußballlaufbahn beendet. Büchse war auch einige Jahre ihr Trainer. Foto: aw

Mengeringhausen. Gut, dass das Gruppenliga-Abenteuer jetzt vorbei ist.

Mengeringhausen. Gut, dass das Gruppenliga-Abenteuer jetzt vorbei ist. Der TuSpo Mengeringhausen hat im Saisonendspurt immer mal wieder seinen guten Ruf, den sich der Neuling trotz des sofortigen Wiederabstiegs erarbeitet hatte, leichtfertig aufs Spiel gesetzt. Das gilt auch für den vorerst letzten Gruppenligaauftritt der Mannschaft von Trainer Jörg Büchse, die die Saison mit einer 2:6-Klatsche im Derby gegen den TSV/FC Korbach beendete.

Der Coach nahm es gelassen hin: „Das war ein vorgezogenes Freundschaftsspiel und ein schönes Abschiedsspiel für Christoph Osterhold und Matthias Rösner, die ich auch lange trainieren durfte.“

Schnelle Entscheidung

Diese Begegnung war bereits nach einer Viertelstunde entschieden, auch weil die Abwehr der Mengeringhäuser ihren Namen diesmal nur bedingt verdiente.

Korbach durfte fast nach Belieben durch die Defensive spazieren, bei einigen Toren waren nicht nur die Abstände in der Kette zu groß, sondern die Kette war gar nicht da.

Das lädt zu Solos ein, für die die Korbacher Elf Spezialisten hat. Kevin Stanjek eröffnete die Laufserie auf Torwart Fabian Figge bereits in der sechsten Minute. Er ließ den Keeper aussteigen und schob den Ball ins leere Tor.

Sechs Minuten überwand Matthias Rösner die Mauer und Torwart Figge mit einem Freistoß aus rund 20 Meter. Und nur 120 Sekunden später folgte der dritte Treffer, der in seiner Entstehung den Gegner demoralisieren muss. Freistoß für Mengeringhausen vor den Korbacher Strafraum. den Schuss von Pascal Löhndorf hält Oliver Tent und der Keeper wirft den Ball zu dem rund 30 Meter entfernt von ihm stehenden Christoph Osterhold. Der Torjäger erfasst die Situation blitzschnell, legt noch einmal den Turbo ein, kein Gegner mehr da, der ihn aufhalten kann. Er umspielt Figge und es steht 3:0.

Der TuSpo-Torwart konnte einem schon ein wenig leid tun, denn er bekam bis dahin kaum etwas Haltbares in die Finger. Das Entschärfen eines Kopfballs von Hendrik Osterholdl nach einer halben Stunde war dann Balsam für die geschundene Torwartseele. Auch auf dem Feld tat sich nun Positives für den TuSpo. Sven Schwedes zieht aus rund 20 Meter ab und trifft.

Doch statt Aufholjagd, folgt erneut ein schlechtes Defensivverhalten. Tent leitet einen Konter ein, Stanjek bekommt den Ball am Mittelkreis und erneut darf er sich auf und davon machen, den Torwart umkurven und den Ball zum 4:1-Pausenstand einschieben.

Nach dem Wechsel ging die muntere Devise „hinten ist heute egal“ weiter. Diesmal zeigten die Korbacher wie das nach hinten losgeht. Der TuSpo fängt einen Korbacher Angriff ab und der schnelle Pass erreicht Sek, der freie Bahn auf Torwart Tent hat und diesem keinen Chance lässt. Nur noch 2:4.

Keine Umfaller-Mentalität

Doch die Korbacher Elf hat die Umfaller-Mentalität von vor wenigen Wochen durch neu getanktes Selbstvertrauen abgestreift. Sie kommt noch mal zurück. Stanjek trifft zunächst nur den Pfosten, aber dann ist er zu Stelle (70.) als er den Ball nach einen uneigennützigen Querpass von Marvin König nur noch ins leere Tor einschieben muss.

Während der Mengringhäuser Nebi Baftijari auch nur den Pfosten trifft (75.) macht es eine Minute später auf der anderen Seite Hendrik Osterhold besser und markiert den Endstand. Der scheidende Korbacher Trainer Tim Bialuschewski ist froh, dass sein Team bis „auf den Totalausfall gegen Kirchberg“ mit einem Lauf doch noch die Kurve bekommen hat. (ahi)

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