Gruppenliga: Mengeringhausen am Feiertag in Freienhagen

Derby der Aufsteiger als Abstiegsduell

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Nicht wieder massig Bälle aus dem Tor holen: Das Ziel hat Robin Heinemann, Torwart der SV Freienhagen (Foto), morgen genau wie sein TuSpo-Koll ege Fabian Figge.

Freienhagen – Das Derby der Aufsteiger als Abstiegsduell: Wenn sich am Feiertag (15 Uhr) die SV Freienhagen/Sachsenhausen und der TuSpo Mengeringhausen treffen, geht es um Punkte zum Bleiben

Beide Gruppenligisten weisen einige Gemeinsamkeiten vor. Darunter ist die unbefriedigende Trefferquote, unter der die SV (9 Tore) mehr leidet als der TuSpo (16). Ein Weiteres: Klatschen gegen den 1. FC Schwalmstadt. Bei der SV ist die Erinnerung an das 0:8 noch frisch, beim TuSpo das 1:7 dagegen abgehakt.

„In der Schlussphase sind wir regelrecht auseinandergebrochen, das 0:4 hat die Moral der Mannschaft grundsätzlich erschüttert. Die letzten 20 Minuten gab es praktisch keine Gegenwehr mehr“, beschreibt Trainer Andreas Josefiak den bittersten Moment der Rekordniederlage am Sonntag. Jetzt ist eine Reaktion gefragt.

Josefiak: Die Trendwende einleiten

„Wir wussten alle, dass der September mit den vielen Auswärtsauftritten bei den Top-Teams der Liga nicht einfach wird, aber nach dem Tiefpunkt in Schwalmstadt wollen wir unsere treuen Zuschauer mit einem mitreißenden Auftritt im Derby entschädigen und die Trendwende gegen Mannschaften auf Augenhöhe und direkte Konkurrenten im Abstiegskampf einleiten“, sagt Josefiak. Auch angesichts der drei Zähler Rückstand auf den Gast müsse sein Team auf Sieg spielen..

Für Josefiak geht es um nichts weniger als einen „Befreiungsschlag gegen Mengeringhausen“. Die SV kämpft zudem darum, den Anschluss nicht zu verlieren und möglichst schnell den letzten Tabellenplatz zu verlassen.

Beim TuSpo werden Erinnerungen wach

Eine schwierige Partie haben nicht nur die Gastgeber zu verarbeiten, sondern auch die Gäste. Die 1:3-Niederlage gegen Edermünde, bei der sich die Mengeringhäuser vom Gespann entscheidend benachteiligt sahen, hat nicht nur wegen der Roten Karte gegen Sebastian Hess für eine vergleichsweise als harmlos kolportierte Aussage („Das war doch klar Abseits“) Spuren hinterlassen. 

Der TuSpo entdeckt zusehends Parallelen zur Abstiegssaison 2017/18. „Wir bekommen immer recht ordentliche Kritiken, haben unterm Strich aber zu wenige Punkte eingefahren“, sagt Trainer Jörg Büchse. Das war ähnlich so vor zwei Jahren.

Beide Kader ordentlich besetzt

Dass im Derby nur der Sieg zählt, will Büchse trotzdem so nicht stehen lassen. „Für beide Mannschaften ist es wichtig, dass sie punkten“, sagt er nur. Einen frischeren Eindruck vom Gegner als den aus der letzten Saison hat er sich bisher nicht verschafft. „Ich habe mich nicht mal mit meinem Arbeitskollegen Timo Kiepe ausgetauscht“, verrät er schmunzelnd.

Vom TuSpo-Personal fehlen morgen die Langzeit-Verletzten Denny Benndorf und Pascal Löhndorf sowie der gesperrte Hess; Benedikt Menkel (erkältet) dürfte wieder dabei sein. Der Heimelf stehen die Abwehrstützen Nikolaus Havel und Jan Drebes wieder zur Verfügung, die Rekonvaleszenten Nico Müller und Marvin Schneider werden eher von der Bank kommen. Fabio Fackiner (Urlaub) sowie Sören Schwechel (Beruf) fehlen.

Statistisches: Nach zwei gemeinsamen Ligazeiten steht es bei den Siegen 4:0 für den TuSpo. Die Mengeringhäuser weisen aktuell außerdem eine bessere Bilanz auswärts (vier Punkte) als die SV daheim (drei) vor. Heißt das was?  ahi/mn

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