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Gruppenliga: TuSpo will nachlegen, SG Goddelsheim raus aus der Misere

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Ran an den Gegner: Lukas Wagner (SG Bad Wildungen) bei einer herzhaften Attacke gegen Waberns Kapitän Florian Korell beim 0:2 im September vor zwei Jahren.
Ran an den Gegner: Lukas Wagner (SG Bad Wildungen) bei einer herzhaften Attacke gegen Waberns Kapitän Florian Korell beim 0:2 im September vor zwei Jahren. © malafo

Viermal nicht gewonnen: Die Gruppenligafußballer der SG Goddelsheim/Münden und des TSV Altenlotheim sehnen ihre Erfolgserlebnisse zurück. Andere brauchen sie noch dringender.

Für die Lichtenfelser, die in Brunslar antreten, wären Punkte an diesem Sonntag deutlich dringender als für die Wissemann-Elf, die Eintracht Baunatal erwartet. Ganz anders die Lage beim TuSpo Mengeringhausen. Er hat sieben Punkte in vier Spielen geholt, aber keine Zeit zum Durchpusten. Auch gegen den einen Punkt besser postierten FC Homberg zählt am Sonntag (15 Uhr) nur ein Sieg.

Mengeringhausen – Homberg (Hinspiel 4:4). Wenn das mal nicht die heiße Phase der Saison ist: Meist blickte der TuSpo von weit unten auf die übrigen Konkurrenten im Abstiegskampf. Mit dem 3:0 in Haddamar ist die Chance gestiegen, dass die Grün-Weißen sich im Saisonfinale aus eigenen Kräften retten können. Das wiederum setzt eines voraus: dran bleiben, nachlegen. „Sonst ist der Auswärtssieg vom Mittwoch fast nichts wert“, weiß Andre Gutmann.

TuSpo-Coach Gutmann: „Noch ne halbe Schippe drauflegen“

Dem TuSpo-Coach war die nervliche Belastung seiner Elf beim jüngsten Spiel Letzter gegen Vorletzter aufgefallen. Er glaubt aber, dass der Druck vor dem Heimspiel gegen Homberg nicht weiter steigt. „Es ist genau so ein Finalspiel wie das in Haddamar. Aber wir nehmen Auftrieb mit aus dem Mittwochspiel“, so Gutmann. Mit einem Heimerfolg könnte sich seine Mannschaft auf Platz zwölf über den Strich hochschrauben und in den Folgespielen gegen weitere Direktkonkurrenz (Felsberg, Edermünde) eine gute Ausgangsposition zulegen.

Die Homberger, die sich den TuSpo-Auftritt am Mittwoch anschauten, erwartet Gutmann als einen mitspielenden Gegner. „Die können mehr als nur Langholz, so wie Kirchberg.“ Nicht nur deshalb fordert er von seinen Mannen, die im torreichen Hinspiel einen Sieg aus der Hand gaben: „Noch eine halbe Schippe drauflegen, zumal Homberg gut drauf ist.“

Denny Benndorf wird weiter gesperrt fehlen, ob der am Mittwoch mit verdrehter Hüfte ausgeschiedene Tim Sommer mitwirken kann, ist noch offen. Auf seiner Position empfahl sich Yannic Weiss für weitere Einsätze. Statistik: Vier Spiele ohne Niederlage – der FCH kommt mit Aufwärtstrend an die Hagenstraße. Dort zeigt der Trend ebenfalls nach oben: Der TuSpo hat in der Rückrunde schon jetzt einen Punkt mehr geholt als in der gesamten Hinserie.

Taugt der dezimierte TSV als Meistermacher?

Altenlotheim – Baunatal (2:4). Zwei Wochen nach Spitzenreiter Wabern stellt sich mit der Eintracht nun der Tabellenzweite am Oberbach vor. Die Altenlotheimer mischen dabei im Aufstiegsrennen mit: Gewinnen die Baunataler beim TSV nicht, könnte der nach nur vier Rückrundensiegen ohnehin längst abgeschriebene Titel am Sonntag nach Wabern gehen, sofern der Spitzenreiter in Wildungen gewinnt.

Auch wenn die Janusch-Elf einiges schuldig blieb zuletzt: Robin Wissemann rechnet mit einem schweren Gang für sein Team. „Es wird hart, aber wir wollen zu Hause endlich wieder punkten“, so der Spielertrainer. Nach einer Erfolgsbilanz war der TSV zwischenzeitig bis auf Rang drei geklettert, kassierte aber in den letzten vier Begegnungen nur Niederlagen.

„Aber das ist kein Wunder, wenn man vier englische Wochen hintereinander hat. Und personell ist es unverändert schlecht“ beschreibt Wissemann die Lage. Julian Schneider, Nils Backhaus, Lorenz Bremmer, Florian Green und Fabian Erber werden fehlen. Manuel Neuschäfer und Tim Backhaus sind wieder im Kader.

Trainer Fresen nimmt Spieler in die Pflicht

Brunslar/Wolfershausen – Goddelsheim/Münden (2:2). Wie tief ist der Wurm drin bei den Lichtenfelsern? Sie sind nach vier sieglosen Partien auf Rang neun abgerutscht. „So langsam ist das nette Polster aufgebraucht“, stellt Jens Fresen fest, Das Verlieren allein ist es für ihn nicht. „Die Art und Weise macht mir viel mehr Sorgen“, sagt der Übungsleiter.

Das Restprogramm macht die Sorgen in Münden und Goddelsheim nicht kleiner: drei Auswärtspartien in Folge gegen Gegner, die auf den Rängen drei bis fünf stehen. „So langsam sollte jeder einzelne begriffen haben, dass wir jetzt alles unterordnen müssen, um zu punkten“ hofft Fresen und nimmt seine Spieler in die Pflicht.

„Klar, die SG Brunslar auswärts ist eine schwere Aufgabe aber vielleicht ist es genau das, was wir jetzt brauchen.“ Er habe das Gefühl gehabt, „dass meine Spieler die letzten Gegner allesamt unterschätzt haben, das wird uns mit Brunslar nicht passieren“. Die Gäste müssen auf Florian Mitze verzichten, dagegen hofft Fresen wieder auf Kevin Vesper.

Wildunger trauen sich Überraschung zu

Bad Wildungen/Friedrichstein – Wabern (0:2). Kann sein, dass es ein langer Abend wird am Sonntag in Altwildungen. Etwa, wenn die Waberner ihr Meisterstück machen – dafür müssen sie gewinnen, Baunatal darf das in Altenlotheim aber nicht. Erst recht wird gefeiert, wenn die Wildunger den Schwälmern die Tour vermasseln.

Die unnötige Niederlage in Hertingshausen (0:2) spukte den Wildunger Spielern noch bis zum ersten Training in den Köpfen herum. Die Ursachen waren schnell gefunden: Die Wackelkandidaten fielen aus, dazu zwei Spieler kurzfristig. Trainer Jan Leimbach musste den Kader mit A-Junioren und Spielern der „Zweiten“ auffüllen. „Dafür haben wir es ordentlich gemacht. Doof war nur, dass die Mannschaften hinter uns gepunktet haben“, sagt er.

Leimbach verweist auf das schwere Restprogramm seines Teams. „Wir müssen noch sechs, besser neun Punkte holen“, rechnet er vor. Den Auftakt gegen den Spitzenreiter sieht er eher als Bonusspiel, findet aber: „Die müssen ja auch mal ein Spiel verlieren.“ Das hat der TSV seit Anfang September (0:4 in Baunatal) nicht mehr.

Gegen Gegner aus dem oberen Regal hat die SG oft gut ausgesehen. Zudem sind die meisten der zuletzt fehlenden Spieler ins Training zurückgekehrt; es fehlt noch Jan Kramer (berufliche Gründe). Die Mannschaft glaubt an eine Überraschung. Sie wolle dem Gegner „in die Aufstiegssuppe spucken“, sagt Leimbach und verrät: „Wir würden es nur ungern sehen, wenn Wabern bei uns Party machen kann.“ Als mögliche Erfolgsformel entwirft er: „extreme Kompaktheit sowie Gier, Aggressivität, eine breite Brust und Glück.“ (schä, bb, dv)

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