VfR verliert in Gruppenliga bei der SG Brunslar mit 1:3 und bleibt Letzter

Volkmarsen: Wieder stark, wieder reichlich Chancen - wieder null Punkte

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Traf zum Volkmarser Ausgleich und flog in der Schlussphase vom Platz: Jannik Herbold.

Volkmarsen – Sie kennen das ja schon in Volkmarsen: Sehr gut gespielt, Chancen genug gehabt, viel gelobt worden – aber gepunktet: nicht. Eigentlich gab es also am Sonntag für den VfR keinen Grund, sich aufzuregen.

Gleichwohl blieb nach dem 1:3 (1:2) bei der SG Brunslar/Wolfershausen Ernüchterung und eine gewisse Leere zurück. „Wenn wir so weitermachen, bin ich immer noch guten Mutes. Aber irgendwann verliert man den Glauben“, orakelte VfR-Sprecher Tobias Kuhaupt nach Spielschluss.

Und auch Trainer Stefan Löber meinte süffisant, man könne sich nicht in jeder Saison auf eine starke Rückrunde verlassen. Sportwart und Coach waren sich nur bei der Zahl der hundertprozentigen Chancen für die Volkmarser uneinig. Zehn waren es mindestens.

 Einig war man sich, dass der Gegner zwar schmeichelhaft gewonnen, man selbst aber den wesentlichsten Anteil daran hatte. „Wir kriegen den Ball selbst aus einem Meter nicht rein. Brunslar hatte drei Chancen und macht jeden rein“, so Kuhaupt. „Zwei Abwehrgeschenke von uns, ein Elfmeter, der keiner war – es kommt derzeit alles zusammen“, ergänzte Löber. „Aber wir müssen uns an die eigene Nase fassen.“

Seine Elf zeigte wie gewohnt Wille und Einsatz, wusste diesmal aber auch fußballerisch zu gefallen, worauf die Gastgeber, die schon gegen Mengeringhausen glücklich gewannen (4:2) wenig Antworten wussten. Nach fünf Minuten erreichte Jona Wießners Traumpass den frei durchgestarteten Viktor Gossmann, doch der scheiterte an SG-Torwart Clas Beuscher. Drei weitere dicke Möglichkeiten der Gäste durch André und Jari Kuhaupt gesellten sich bis zur Pause hinzu.

Postwendener Ausgleich, aber schnelles 1:2

Mehr Tore schoss aber Brunslar. Nach Marco Wollmanns Pass stand André Kuhaupt etwas schlecht, und Christian Riemenschneider brauchte nur einschieben (15.). Adrian Bieding spielte einen Rückpass auf Keeper Marius Flörke sehr hart, der Befreiungschlag landete vor den Füßen von Stefan Grasse, der aus 26 Metern den VfR-Torwart überlobte (20.). 

So war der postwendende Ausgleich der Volkmarser nicht mehr viel wert. Nach einem Freistoß parierte Beuscher den Kopfball von André Michel, nach dem Abpraller aber passte Michel überlegt rüber zu Jannik Herbold, der aus zwei Metern keine Mühe hatte (16.).

Auch im zweiten Durchgang zeigten die Gäste viele gute Situation, speziell bei den Angriffen über außen. Eine Handvoll Chancen blieb aber wieder liegen – allen voran die in Minute 55. Jari Kuhaupt tankte sich über rechts vor, passte in den Fünfmeterraum, aber Wießner hielt die Innenseite so an den Ball, dass er aus einem Meter drüber ging.

Noch einmal VfR-Pech dann in der 73. Minute: Bieding grätschte gegen Fabian Tippel, traf aber auch klar den Ball. Beide rappelten sich auf und wollten weiter spielen – der Schiri stoppte sie mit dem für alle überraschenden Elfmeterpfiff. Lukas Tippel ließ sich nicht zweimal bitten – 3:1. In der Schlussphase stellt Volkmarsen um und machte auf, aber nur bei einem Abseitstor flog der Ball noch ins Netz.

Schlusspunkt war die Gelb-Rote Karte gegen Jannik Herbold (83.).  (schä)

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