VfR fällt auf vorletzten Platz zurück

0:1 gegen Homberg – Volkmarsen hadert mit Abschluss

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Sichere Beute: VfR-Torwart Marius Flörke holt sich den Ball vor Timur Ögretmen. Der Homberger machte in diesem Spiel den Unterschied mit dem Tor zum 1:0. 

Volkmarsen – Der VfR Volkmarsen dümpelt nach sieben Spieltagen in der Gruppenliga erneut an vorletzter Stelle herum und der FC Homberg hat als Zweiter nur noch den 1. FC Schwalmstadt vor sich.

Das Glück ist ein Opportunist. Es schlägt sich im Fußball oft auf die Seite der tabellarisch Besserstehenden. Stehst du oben, geht das Ding rein, stehst du unten, geht der Ball daneben. Im Spiel zwischen Volkmarsen und Homberg war ein Unterschied nicht zu erkennen. Aber Homberg nahm die drei Punkte mit, weil es eine Torchance genutzt hat und der VfR einmal mehr wieder zu viele gut herausgespielte Möglichkeiten nicht in Zählbares umgemünzt hat.

Diesem ungeschriebenen Fußballgesetz stimmte auch der Homberger Trainer Florian Albert Seitz zu. „So ein Spiel gewinnt man nur, wenn man oben steht.“

Vor allen in der ersten Halbzeit spielte das Volkmarser Team weit über seinem Tabellenstand. Hinten stand das Team kompakt, dass Homberg eigentlich nie eine Lücke fand. Und in der Offensive kreierte der VfR einige gut Einschussmöglichkeiten.

Victor Gossmann fand in der achten Minute seinen Meister in Torwart Jonas Viehmann, der den Schuss reaktionsschnell parierte. Zehn Minuten später stand auch Jari Kuhaupt allein vor Viehmann, aber schießt ihm den Ball in die Arme. Dann war es wieder Gossmann (28./30) der einen Kopfball und einen Schuss neben das Tor setzte.

Erste halbe Stunde geht klar an VfR

Und wo war der FC Homberg in der ersten halben Stunde? Es war kaum etwas vom Rangzweiten in der Offensive zu sehen. Die erste gute Chance hatte Timur Ögretmen nach 35. Minuten, aber Marius Flörke stand seinem Gegenüber in nichts nach und holte den Ball aus dem Winkel. Jona Wießner hatte kurz vor dem Pausenpfiff auch noch eine Eins-zu-eins-Situation mit dem Tormann, aber er legte sich den Ball zu weit vor.

Nach dem Seitenwechsel fand Volkmarsen nicht mehr zu dieser kompakten Spielweise zurück. Dafür sorgte auch ein taktischer Zug der Homberger, die auf Dreierkette umstellten, um noch einen Mann mehr im Mittelfeld aufzubieten. Das fruchtete, denn nun ergaben sich mehr Löcher im VfR-Verbund. Beide Teams schafften es aber zunächst nicht, sich gute Chancen herauszuarbeiten.

Das gelang den Hombergern erstmals in 75. Minute. Marvin Schmidt spielte Ögretmen durch einen Pass mit der Hacke frei, der drang in der Strafraum ein und ließ Flörke mit einem Flachschuss keine Abwehrmöglichkeit.

Aber Volkmarsen wehrte sich: Patrick Michels Kopfball (83.) landet nur am Pfosten und beide Wießner-Schüsse verfehlten knapp das Ziel.

VfR-Coach Stefan Löber hatte wenig an seinem Team auszusetzen. „Wir hatten eine sehr gute erste Halbzeit, aber das hilft nicht viel, wenn keine Tore fallen.“  (ahi)

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