Freienhagen/Sachsenhausen nutzt frühe Führung nichts

Schubert führt Wildunger SG zum 3:1-Erfolg

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Durchgestartet: Wildungens zweifacher Torschütze Waldemar Schubert lässt Nicolas Ha vel rechts stehen und Nico Müller hinter sich. Im Hintergrund Kai Döhring und Sören Schwechel. 

Bad Wildungen – Mit 3:1 (1:1) hat die SG Bad Wildungen/Friedrichstein das Abstiegsderby der Gruppenliga gegen die SV Freienhagen/Sachsenhausen gewonnen. Zweifacher Torschütze: Waldemar Schubert. 

Nach dem Abpfiff pustete Jörg Schäfer erst mal durch. In seinem dritten Spiel hatte der neue Trainer der SG seinen ersten Sieg eingefahren. Es war kein „Dreier“ wie andere, weil gegen einen unmittelbaren Konkurrenten im Abstiegskampf erzielt. Verdient nannte Schäfer den Erfolg und verwies auf den zweiten Durchgang: „Da waren wir besser und hatten viele Chancen.“ 

Sein Trainerkollege Timo Kiepe hatte die Halbzeit so ähnlich gesehen. „In der zweiten Hälfte haben wir Fehler gemacht, die dann zum 2:1 geführt haben, waren unsortiert und die Wildunger hätten früher den Sack zumachen können“, sagte der SV-Coach.

Zahlreiche Chancen verschwendet

Vor der Pause einer flotten Partie, die nicht wie ein Kellerduell daherkam, stellten die Gäste die etwas stärkere Mannschaft. Ihre Führung war nicht unverdient. Marvin Schneider köpfte in der 27. Minute einen langen Freistoß von Nicolas Havel ein.

Ansonsten verschwendeten beide Teams ihre Torchancen vor allem. Sie hatten eine ganze Reihe davon, was auch ihrer Nervosität geschuldet war. Typisch der Beginn: Ein Freistoß von Nico Müller touchierte die Latte des SG-Tores, im direkten Gegenzug spitzelte Janis Schuldt frei vor dem SV-Tor den Ball am Kasten vorbei. Weitere zwei Minuten später traf Julian Schneider nach einer Ecke nur den Pfosten.

Kiepe: Das 2:0 für uns war drin

Unterschiede gab es in der Spielanlage: Die Gastgeber suchten das Kombinationsspiel, meist über Carsten Laun, die Gäste probierten den einfachen Weg, oft mit langen Bällen. „Wir hätten dann durchaus mit 2:0 in Führung gehen können“, fand Kiepe und klagte: „Es zieht sich bei uns wie ein roter Faden durch die Serie, wir nutzen unsere Chancen nicht.“

Die Bad Wildunger kamen erst gegen Ende der ersten Halbzeit wieder besser ins Spiel, und nachdem Tom Wehowsky geklärt hatte, verwertete Waldemar Schubert die fällige Ecke zum 1:1 (40.). „Das hat er gut gemacht“, lobte Jörg Schäfer, der bis dahin über Unsicherheiten und die vielen Fehlpässe seines Teams zu klagen hatte.

Wildunger mit viel Schwung aus der Kabine

n Nach dem Seitenwechsel begannen die Gastgeber sehr druckvoll und besaßen zunächst Chancen fast im Minutentakt. Die beste vergab Laun, er jagte einen Freistoß aus 28 Metern an die Latte. Die fällige Führung resultierte aus einem herrlichen Diagonalpass von Stefan Jobs, den Schubert nutzte (54.). Schubert, Jan Kramer und der eingewechselte Nico Schäfer ließen in der Folge das dritte Tor für die SG aus.

Erst als die Gäste umstellten und in der Schlussphase alles nach vorn warfen, schein ein Punktgewinn für sie möglich. Nico Mannweiler, Sören Schwechel und Enrico Micino, der an Keeper Christian Seibert scheiterte, versuchten sich vergeblich. Insgesamt habe er „das Aufbäumen vermisst und den Glauben daran, das Spiel drehen zu können“, befand Timo Kiepe gleichwohl.

Die Entscheidung fiel erst in den hektischen Schlussminuten. Zunächst scheiterte Lukas Baumann mit einem Solo, in der 92. Minute markierte er dann das 3:1. Über das Tor freute sich auch der kurz zuvor ausgewechselte Schubert auf dem Platz und sah dafür die Gelb-Rote Karte. (dv)

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