Sparkassen-Hallenkreismeisterschaft geht in die Hansestadt - Dramatisches Finale mit 6-Meter-Schießen

Korbachs A-Jugend Hallenmeister - wieder Pech für Goddelsheim

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Der Meister TSV Korbach – hinten v. links: Trainer Ulrich Schwalenstöcker, Johannes Klutschnikow, Jannik Mühlhausen, Steffen Emde, Armanc Yagmur und Heiner Hast (Sparkasse Wa-Fkb); vorn v. links: Shkelqim Aliqki, Sven Leonhardt, Markus Wolff, Murad Mensur und Jan Deselaers.

Korbach – Große Gefühle nach einem großartigen Finale: Der TSV Korbach hat sich den Meistertitel der A-Junioren im Futsal geholt. Beim zweitplatzierten TSV Goddelsheim flossen in der Kabine sogar ein paar Tränchen.

Große Gefühle nach einem großartigen Finale: Der TSV Korbach hat sich den Hallenmeistertitel der A-Junioren im Futsal geholt. Und beim zweitplatzierten TSV Goddelsheim flossen in der Kabine sogar ein paar Tränchen. Die Korbacher gewannen das Endspiel in der Halle der Kreisberufsschule im Sechs-Meter-Schießen und setzten sich die Hallenkrone auf. 

Die Lichtenfelser mussten sich einmal mehr geschlagen geben. „Seit diese Truppe in der F-Jugend zusammengekommen ist, hat es zum Hallentitel jedes Jahr hauchdünn nicht gereicht“, berichtete Trainer Uli Grosche von der Gefühlslage der Mannschaft.

Das machte von Beginn an klar, dass sie um den Sieg mitspielen will. Zwar gab es ein Remis zum Auftakt gegen die zweite Mannschaft des TSV Korbach. Aber danach hielt sich Goddelsheim schadlos und verbuchte mit dem 6:0 gegen die insgesamt chancenlose JSG Mengeringhausen/Volkmarsen den einzigen Kantersieg des Tages. 

Packendes Halbfinale: Der TSV Goddelsheim (weiße Trikots) gewann 4:3 gegen Bad Arolsen/Landau. 

Korbach II und die JSG Edersee bewarben sich ebenfalls ums Weiterkommen. Nachdem Edersee gegen Goddelsheim verlor, stand fest, dass die TSV-Zweite Gruppenzweiter war. In Gruppe 2 kassierte der TSV Korbach in drei Partien kein Gegentor und verbuchte die vollen neun Punkte. 

Die JSG Bad Arolsen/Landau musste nach einem 2:2 gegen Schlusslicht Edertal/Waldeck zittern um den Einzug ins Halbfinale. Doch das 2:1 gegen Gruppenligist JSG Rhena stellte Gruppenplatz zwei sicher. Das Halbfinale bot zwei unterschiedliche Duelle. Beim 1:0-Sieg der ersten Mannschaft im internen TSV-Korbach-Match gab es wenig Spannung und Torszenen. Den Weg ins Endspiel ebnete das Tor von Armanc Yagmur nach fast 12 von 14 Spielminuten. 

Hingegen dokumentierte das zweite Semifinale das insgesamt gute Niveau der Endrunde. Die Arolser und Landauer hatten drei gute Torchancen und führten dann endlich durch Lee Roy Peeters (6.) und einen Heber von Dominik Boos (11.) verdient mit 2:0. Doch die Goddelsheimer schlugen in den Schlussminuten eiskalt zurück. Jonathan Vach (13.) markierte das 1:2. Und Nils Grosche glich tatsächlich noch zum 2:2 aus – 15 Sekunden waren da noch auf der Uhr.

Im Sechs-Meter-Schießen hatte der TSV dann die etwas besseren Schützen.

Auch im Finale zeigte Goddelsheim Steh-Auf-Mentalität. Die Korbacher gaben zunächst den Ton an. Durch Treffer von Shkelqim Aliqki und Steffen Emde sah es nach vier Minuten schon nach einem Sieg der Hansestädter aus. Und auch auf Nils Grosches 1:2 (8.) fand Korbach durch Sven Leonhardts Tor quasi im Gegenzug eine Antwort. 

Doch die Lichtenfelser machten nun mehr Druck und fighteten erneut. Fynn Butterweck machte es nach fast zwölf Minuten wieder spannend, nicht einmal eine Minute später stand die ganze Halle - Jonathan Vach setzte einen Volleyschuss krachend an den Pfosten. 

Das Drama war noch nicht zu Ende. In der allerletzten Sekunde bedeutete eine Direktabnahme Vachs das 3:3. Wieder Sechs-Meter-Schießen. Doch diesmal war Goddelsheim das Glück nicht hold, nur ein Schütze traf. Als bei den Korbachern Armanc Yagmur und Johannes Klutschnikow den Ball im Netz untergebracht hatten, stand für das Grosche-Team fest: Es hat wieder nicht sollen sein.

Beide Teams vertreten Waldeck bei der Regionalmeisterschaft – für die einen ein Bonbon, für die anderen kaum ein Trost (jow/schä)

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