Präsident Reuß: Bei Re-Start gut vorbereitet sein

Hessischer Fußball-Verband will Saison regulär zu Ende spielen

Andre Böhle (AdoVasb.) Schütze zum 1:0
+
Enttäuschung hier, prima Stimmung da: Mal sehen, welche Gefühle den Fußball im neuen Jahr dominieren. Corona führt die Regie.

Der Hessische Fußball-Verband hat sein Ziel bekräftigt, die Saison regulär zu Ende zu spielen. „Wir wollen so bald wie möglich auf den Platz zurückkehren“, sagte Präsident Stefan Reuß nach einer Vorstandssitzung.

Korbach - Laut Pressemitteilung hat der Vorstand (erweitertes Präsidium, Regional- und Kreisfußballwarte) an diesem Samstag „intensiv über eine mögliche Fortsetzung des Spielbetriebs diskutiert“. Ein Zeitpunk, wann die bis Ende des Jahres unterbrochene Spielzeit fortgesetzt werden könnte, wurde nicht genannt. Reuß sagte, der Verband solle „die Situation mit behördlichen Verordnungen im vierwöchigen Rhythmus auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes im Blick behalten“.

Die unterschiedlichen Interessen werden in der Verbandsmitteilung angedeutet. Die Rede ist von „verschiedenen Überlegungen bezüglich unterschiedlicher Startzeitpunkte der Ligen“ und von „abweichenden Möglichkeiten in Bezug auf Gegebenheiten in punkto Sportplätze und meteorologischer Bedingungen“. Anders ausgedrückt: Im Süden könnten sie schon im Januar weitermachen, im niederschlagsreichen Norden und Osten mit Glück im März, und da, wo viele Kunstrasenplätze vorhanden ist, können die Punktspiele ebenfalls früher beginnen als in Gegenden vor allem mit Naturrasenplätzen.

Reuß bezeichnete es als „essentiell, dass wir uns weiterhin an die behördlich vorgegebenen Kontaktbeschränkungen halten und die Hygienevorschriften strikt einhalten, um das Infektionsgeschehen zu minimieren“. Nur bei einer sinkenden Inzidenz-Zahl könnten die Fußballer auf den Platz zurückkehren. Er betonte, dass sich der Verband „mit verschiedenen Szenarien und deren Durchführbarkeit“ beschäftige, „um bei einem Re-Start gut vorbereitet zu sein“.

Verband plant mit Minus von zwei Millionen Euro

Ein Szenario schloss Vizepräsident Torsten Becker aus: die Teilung der großen Ligen nach der ersten Halbserie in Auf- und Abstiegsrunden. „Ein Wechsel des Spielsystems der Senioren innerhalb dieser Saison (ist) ausgeschlossen“, sagte er. Daneben scheint vieles denkbar, allerdings wird die Pressemitteilung nie konkret. Spieltagsplanung und Fortsetzungsszenarien sollten weiterhin „ausgestaltet werden“, so dass „je nach Infektionsgeschehen und damit einhergehenden Spielmöglichkeiten entsprechend flexibel reagiert werden kann“, heißt es etwas kryptisch.

Als letzter möglicher Spieltagstermin ist laut Verbandsfußballwart Jürgen Radeck derzeit der 13. Juni 2021 anvisiert. Das Datum scheint nicht in Stein gemeißelt zu sein. „Eine zusätzliche Flexibilität ist Gegenstand der weiteren Diskussion“, heißt es jedenfalls beim HFV.

Wie und wann es weitergehen kann, war zwar das wichtigste Thema der virtuellen Konferenz, aber nicht das einzige. So stimmte der Vorstand laut Mitteilung einstimmig der Haushaltsplanung von HFV-Schatzmeister Ralf Viktora für 2021 zu. Danach stehen Einnahmen von knapp acht Millionen Euro Ausgaben von knapp zehn Millionen Euro gegenüber.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare