Wegen Corona keine Genehmigung durch HFV

Verband sagt nein: Aus für die Hallenturniere im Fußball

Müssen darben: Futsalmeisterschaften der Frauen fallen abermals aus.
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Müssen darben: Futsalmeisterschaften der Frauen fallen abermals aus.

Der Hessische Fußball-Verband wird bis auf Weiteres Hallenturniere weder organisieren noch genehmigen. Das habe der Vorstand des HFV bei seiner Sitzung am Samstag in Grünberg entschieden, teilte der Verband mit.

Grünberg/Korbach - „Der Beschluss war eindeutig, alle Kreisfußballwarte waren dafür“, sagte Waldecks Kreisfußballwart Gottfried Henkelmann. Zur Begründung verweist der Verband auf die aktuellen Infektionszahlen mit dem Corona-Virus. Sie seien „besorgniserregend und die Gefahr einer Infektion ist gemäß diverser wissenschaftlicher Studien in geschlossenen Räumen wesentlich höher als im Freien“.

Der Beschluss des Landesverbandes betrifft sämtliche Verbands- und Vereinsturniere aller Altersklassen, also auch Hallenkreismeisterschaften sowie Vereinsturniere für Jugendliche, die in Waldeck und anderswo als Ersatz für die abgesagten Titelkämpfe im Futsal angedacht worden waren.

Außerdem fallen sowohl die Waldecker Futsal-Titelkämpfe der Frauen, immer ein Höhepunkt im Winterhalbjahr, als auch die der Männer wie schon in diesem Jahr wieder aus. Einen Strich durch die Rechnung macht der HFV dem TuSpo Mengeringhausen. Der Verein wollte sein Hallenmasters Ende Dezember unter 2-G-Regeln angehen. Dagegen ist das Westheimer Hallenmasters längst abgesagt.

Henkelmann erklärte, der Vorstand habe mit dem Beschluss ein Zeichen setzen wollen. Man wolle nicht durch kaum zu kontrollierende Veranstaltungen zur Verbreitung des Virus beitragen. Ähnlich äußerte sich Kreisjugendfußballwart Joachim Schmolt. „Ich bleibe bei meiner Auffassung, dass es der richtige Weg ist“, sagte er..

Schmolt: Wir müssen Geduld aufbringen

Der Edertaler hatte schon Mitte Oktober das erneute Aus für die Futsalmeisterschaften der Jugend wegen der Corona-Pandemie verkündet. Dass nun auch die Vereinsturniere nicht stattfinden dürfen, hält er angesichts der steigenden Inzidenzzahlen für richtig.

„Wir wissen nie, wer alles in die Hallen rein kommt“, sagte Schmolt. Der Zugang nach den möglichen Regeln von 2G bis 3Gplus sei nicht wirklich zu kontrollieren, auch nicht durch die Vereine. „Da ist die Gefahr viel zu groß.“

Schmolt, der auch stellvertretender HFV-Jugendwart ist, hatte für die recht frühe Futsal-Absage nicht nur Beifall bekommen. Zwar könne er die Trainer verstehen, die für ein Abwarten plädiert hatten, sagte er. „Aber da gab es nichts abzuwarten. Wo der Weg hingeht, sieht man jetzt eindeutig.“

Schmolt appellierte an alle Beteiligten im Jugendfußball, Geduld aufzubringen und an die Gesundheit zu denken, die eigene und die der anderen. „Wir müssen hoffen, dass wir die Pandemie zeitnah in den Griff kriegen und dann im Frühjahr wieder unter normalen Bedingungen aufs Feld können.“

Die Absage an den Hallenfußball gilt laut HFV bis auf Weiteres. Bei einem plötzlichen Abebben der Pandemie könnte der Beschluss auf den Prüfstand kommen. (mn)

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