Für Sacha Lehmann geht mit Eintracht Waldeck ohne Topkondition nichts

„Immer Luft für 90 Minuten“

Foto: malafo/Archiv

Mit Platz fünf in der Wintertabelle ist der Eintracht aus Waldeck erneut eine starke erste Saisonhälfte gelungen. Dabei erwies sich die Elf von Sacha Lehmann immer wieder als Favoritenschreck, der mit viel Einsatz, effektivem Konterspiel und einer hohen Verwertungsquote bei Standards auch spielstarke Gegner austrickste.

Niederlagen setzte es meist nach kollektivem Versagen. „Im Verlauf der Runde gab es schon mal Rückschläge durch individuelle Fehler, aber chancenlos wie beim Saisonstart in Lohne (0:3) oder in Netze gegen Körle (1:4) waren wir nur, wenn gar nichts zusammenlief“, sagt Lehmann. Bezahlt gemacht habe sich die gute Vorbereitung im Sommer.

Die Vorbereitung

Im Gegensatz zum nassen Winter des Vorjahres, der das Training auf dem nur schwer abtrocknenden Untergrund in Waldeck praktisch unmöglich machte, stehen mit den beiden Plätzen in Netze nun weitere Alternativen zur Verfügung. „Die Vorbereitung auf dem Rasen ist durch den B-Platz in Netze nun besser gewährleistet, Anspruch ist ganz klar, möglichst viele Einheiten auf dem Spielfeld zu absolvieren“, berichtet Lehmann.

Einmal mussten die Fußballer bisher in die ausgeräumte Reiterhalle in Waldeck ausweichen. „Luft für 90 Minuten ist ganz, ganz wichtig für eine Mannschaft, die über den Einsatz kommt“, macht Sacha Lehmann keinen Hehl aus seinen Prioritäten.

Der Schwerpunkt während der Wintervorbereitung, die am 15. Januar begonnen hat, liegt ganz klar im Konditions- und Ausdauerbereich. In der Vorsaison ließen regelmäßige Einbrüche in der Schlussphase das Punktepolster aus der Hinrunde schnell schmelzen. „Natürlich werden wir auch einige Einheiten in Sachen Ballbesitz absolvieren, aber die konditionellen Grundlagen haben absolut Vorrang“, sagt Lehmann, der sich über eine weitaus größere Trainingsbeteiligung als im Vorjahr freuen kann.

Das Personal

Andrej Schmik ist nach einem Jahr der Leiden wieder schmerzfrei, auch Basti Bremmer ist zurück im Training. Aufgrund der Zusammenarbeit mit Netze ist der Kader zudem viel breiter aufgestellt als im von Engpässen geprägten Start in die Restrunde 2015. Mit Alexander Dietrich, Benedikt Huneck und Christian Wende haben sich drei der Neuzugänge aus dem Nachbarort in der Gruppenliga etabliert.

Die neuen Ziele

„Wir wissen, dass wir in der Liga nur bestehen können, wenn alle vollen Einsatz bringen“, sagt Spielertrainer Lehmann. Das Startprogramm nach der Winterpause nennt er „hammermäßig“ – die Eintracht trifft auf Altenlotheim (H. – Hinspiel 2:2), Körle (A, – 1:4), Baunatal (H. – 0:3) und den ebenso heim- wie kampfstarken Auftaktgegner SG Immichenhain, gegen den es im Hinspiel vor eigenem Publikum ein 1:1 gab.

Lehmann: „Nach den vier Spielen werden wir wissen, wo wir stehen.“ Angesichts der teilweise recht hohen Hürden will Sacha Lehmann kein festes Punkteziel für die Ausbeute aus den ersten Begegnungen angeben. Er konzentriert sich lieber auf die Vorbereitung, damit seiner Elf die eine oder andere angenehme Überraschung gegen höher gewettete Gegner gelingt.

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