Heute Halbfinals im Waldecker Pokal 2019/20 auf neutralen Plätzen

Ittertal, Korbach, Arolsen und „Hö/Mei" kämpfen ums begehrte Pokalfinale

Das Bild zeigt ein Kopfballduell zwischen Zafer Irendeli (Odershausen) und den Arolsern Tom Rieger (links) und Eduard Weber.
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Den Durchblick nicht verlieren: Der TuS Bad Arolsen hat im Waldecker Pokal 2019/20 auch den TSV Odershausen ausgeschaltet, nun winkt das Finale, wenn der TuS heute die SG Höringhausen besiegt. Das Bild zeigt ein Kopfballduell zwischen Zafer Irendeli (Odershausen) und den Arolsern Tom Rieger (links) und Eduard Weber.

Es „pokalt“ derzeit ungemein im heimischen Fußball: Kreispokal und gleich zweimal Waldecker Pokal. Am heutigen Mittwoch werden ab 18.30 Uhr die Halbfinalspiele im Waldecker Pokal der vergangenen Saison auf neutralem Platz angepfiffen.

Dabei trifft in Berndorf der A-Ligist SV Ittertal auf den Kreisoberligisten TSV/FC Korbach. Und auf dem Sportplatz in Nieder-Waroldern findet das Duell der Kreisoberligisten TuS Bad Arolsen gegen die SG Höringhausen/Meineringhausen statt.

Korbach – Ittertal. Was auf dem Papier wie eine klare Angelegenheit für den TSV/FC Korbach aussieht, entpuppt bei näherem Hinsehen als ein Spiel auf Augenhöhe. Es ist daher auch kein Unterstatement, wenn der Korbacher Trainer Uwe Tenbusch sagt, dass „die Ittertaler mit dieser Truppe auch in der Kreisoberliga eine gute Rolle spielen würden“.

Und Sacha Lehmann, Coach des SV Ittertal, kommt auch nicht überheblich rüber, bei den Worten „wenn wir unsere Leistungen aus den jüngsten Pokalspielen wieder abrufen können, dann können wir Korbach überraschen“.Flößt der Name TSV/FC Korbach noch Ehrfurcht bei seinen Spielern ein? - „Nein, das glaube ich nicht.“

Vorsicht vor Bruder Leichtsinn und schweren Beinen

Während Tenbusch ein wenig Furcht davor hat, dass seine Spieler diesen Gegner unterschätzen könnten, hofft Lehmann, dass das Nervenkostüm seiner Kicker in guter Verfassung sein wird, denn ein Halbfinale kann den Beinen schon eine gewisse Schwere geben. Beide Coaches wollen diese vermeintlichen Schwachpunkte bei ihren Ansprachen noch einmal besonders hervorheben.

Ein Manko im Spiel der Korbacher könnte ihre Unerfahrenheit sein, denn sie haben so gut wie keine Waldecker-Pokalerfahrung und der Altersdurchschnitt der Mannschaft liegt bei rund 20 Jahren. „Das berge ein gewisses Risiko, aber der ganze Verein fiebert diesem Spiel entgegen“, betont Tenbusch. In beiden Teams haben einige Spieler kleine Wehwehchen, aber beide Coaches hoffen, dass sie in Bestbesetzung antreten können.

Hygienekonzept: Gastgeber sind gut vorbereitet

Gastgeber der Halbfinalspiele im Waldecker Pokal haben in diesem Jahr andere Aufgaben zu erfüllen als nur Platzanbieter und Verköstiger zu sein. Stichwort: Hygienekonzept. Der TSV Berndorf und der SV Nieder-Waroldern haben sich darauf gut vorbereitet und ihre Hausaufgaben in der Theorie schon erledigt. Heute sollen sie in der Praxis angewendet werden.

Die Berndorfer bitten die Zuschauer, ihre Autos auf dem Wilke Parkplatz abzustellen. Der Parkplatz an der Halle ist für die Spieler, Betreuer und Helfer reserviert. Der Zugang zum Sportgelände ist ausschließlich durch die Einfahrt zum oberen Halleneingang möglich.

Beide Gastgeber bitten ihre Zuschauer, eine Maske mitzubringen. Außerdem sollten sie sich nicht zu lange im Eingangs- und Verkaufsbereich aufhalten und dort auch den nötigen Abstand einhalten. Es wäre sehr hilfreich, wenn die Zuschauer frühzeitig anreisen und ein bereits ausgefülltes Gästeformular mitbringen würden. Maximal seien pro Spiel 250 Zuschauer erlaubt. Es gelten die Hygieneregeln des Hessischen Fußballverbands für den Spielbetrieb. Der TSV Berndorf hat zusätzlich ein Hygienekonzept für die Abläufe rund um die Sportanlage erstellt

Höringhausen/Meineringhausen – Bad Arolsen. Die „Hö/Mei“-Kicker wissen wie Waldecker Pokal geht. Sie hielten den Cup schon in den Händen oder sind stets weit in diesem Wettbewerb gekommen. Diese Erfahrung könnte ein Vorteil sein für die Mannschaft von Trainer Martin Wagner gegenüber dem Klassenkameraden vom TuS Bad Arolsen.

Aber auch in deren Reihen stehen noch einige Spieler, die diese Trophäe gewonnen haben. „Die älteren Spieler erzählen den jüngeren viel von diesen Triumphen und die wollen dieses Feeling natürlich auch einmal erleben“, erzählt TuS-Trainer Torsten Mähl. Die Älteren zögen sich im Training auch öfters das T-Shirt vom letzten Pokalgewinn an.

Höring-/Meineringhausen will erneut ins FInale

Mähl beschreibt den kommenden Gegner als eine „Top-Mannschaft“, aber er erinnert sich auch an das jüngste 2:2, das die TuS-Spieler im Ligaspiel gegen die SG erreicht haben. SG-Coach Martin Wagner möchte die „K.o.-Spiel-Wochen“ mit seinen Kickern gern verlängern. Konditionell seien sie in einer guten Verfassung, sodass auch das Spiel gegen den Ball mit frühem Anlaufen besser funktioniere als in der vergangenen Saison. Allerdings sei das Spiel mit Ball noch ausbaufähig.

Der Coach hat großen Respekt vor dem Gegner, denn „die Arolser sind immer unangenehm und schwer zu bespielen“. Er hofft, dass seine Spieler effizienter mit ihren Tormöglichkeiten umgehen als sie es in Vöhl getan haben. Ihm wird weiterhin Tim Simshäuser fehlen. (rsm)

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