Jugendfußball: Verbund Lelbach/Rhena/Meineringhausen holt sich SC Blau-Gelb ins Boot

JSG Hansestadt Korbach geht ins Rennen

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Neuer Name in der Fußball-Szene: Mit der neu gebildeten JSG Hansestadt Korbach wollen die daran beteiligten Vereine ihre Nachwuchsarbeit sichern. Foto : Schmidt

Neuer Partner, neuer Name. Die Jugendspielgemeinschaft der Vereine SV Rhena, TV Lelbach und TSV Meineringhausen tritt in der kommenden Fußballsaison gemeinsam mit dem Nachwuchs des SC Blau-Gelb Korbach an

Korbach – Es entstehen Mannschaften in den Altersklassen Bambini, F-, E-, D- und C-Junioren, die als JSG Hansestadt Korbach auflaufen. Dies teilten die Sprecher der Vereine, Thorsten Köhler und Karsten Klimek, sowie der Blau-Gelb-Vorsitzende Martin Janka mit.

Bei den E-Junioren seien zwei Mannschaften geplant, fügte Köhler hinzu. Leider habe es diesmal noch nicht zu einer B- oder A-Jugend gereicht. „Wir rechnen aber damit, dass wir in vier Jahren erstmals auch A-Jugendliche an die Seniorenteams übergeben können.“

Bevor die neue JSG Hansestadt aus der Taufe gehoben wurde, hat diese erweiterte Gemeinschaft bereits einen Testlauf in der D-Jugend erfolgreich bestanden. Da einige Kinder aus Sachsenhausen vor der durch die Corona-Krise abgebrochenen Saison den Verbund der Sportvereine aus Rhena, Lelbach und Meineringhausen verlassen hatten, suchten die JSG-Verantwortlichen nach weiteren Spielern und sie wurden bei Blau-Gelb Korbach fündig.

Bürgermeister gibt Zusage für Namen

Die Kicker aus der Kreisstadt bekamen ein Zweitspielrecht und die Vereine kamen zu dem Schluss: „Wir können gut miteinander, lasst uns das doch mit allen Mannschaften machen.“ Gesagt, getan. Dafür organisierten die Vereine einen Kennenlerntag mit Trainingseinheiten für alle Mannschaften. „Der kam supergut bei den Kindern und den Eltern an, der Platz war den ganzen Nachmittag über gerammelt voll“, erzählt Klimek. „Mittlerweile sind sogar auch einige Kinder aus anderen Dörfern zu uns gekommen.“

Die Namensgebung kam von den Blaugelben und Janka holte sich dafür auch die Zustimmung von Bürgermeister Klaus Friedrich ein. „Ich bin so froh, dass wir diesen Schritt gehen, denn ansonsten hätten wir bei Blau-Gelb vielleicht gar keine Jugend mehr“, sagte der Vorsitzende.

Einige der neuformierten Mannschaften haben das Training unter Corona-Bedingungen bereits begonnen. Der Start für die Bambinis und die F-Jugend sei wegen der Pandemie aber noch nicht erfolgt.

Obwohl für alle Mannschaften Trainer gefunden wurden, appelliert das Vereinstrio an alle Mitglieder, sich in der Jugend zu engagieren, denn die Trainingsbedingungen hätten sich in diesen Corona-Zeiten erheblich verändert und zwei Coaches reichten möglicherweise gar nicht mehr aus, um das Sportliche mit den Hygienebedingungen zu erfüllen.

Kommunikation mit Eltern immer wichtiger

Einen Abteilungsleiter für die neue Jugendspielgemeinschaft gibt es noch nicht. Köhler weist aber daraufhin, dass der Jugendleiter des SV Rhena, Werner Lang, und Florian Engelhardt ihre weitere Mitarbeit zugesagt hätten. 

Damit hat die JSG Hansestadt Korbach eine Führungsriege, die bereits viel Erfahrung in der Kinder- und Jugendarbeit vorweisen kann. Köhler und Klimek wissen daher auch, dass es heutzutage nicht mehr damit getan ist, einige Kinder und Trainer für den Fußball zu finden, und los geht’s, sondern dass es auch sehr wichtig geworden ist, mit den Eltern der Spieler gut zu kommunizieren. „Wenn nicht ehrlich und deutlich miteinander gesprochen wird, geht das Gerede über Whatsapp oder Facebook los und das kann dann im schlimmsten Fall eine ganze Mannschaft kaputt machen“, sagt Klimek. 

Er weist auch daraufhin, dass es nicht erstrebenswert sei, eine JSG immer nur wachsen zu lassen, weil er befürchtet, dass dadurch das familiäre Miteinander, das bei der JSG stets weit oben stehe, nicht mehr gewährleistet sei. 

Training auch während der Ferien

Da Corona den Kindern in den vergangenen Monaten viele Trainingseinheiten genommen hat, planen einige Übungsleiter auch während der Ferien ein Training anzubieten. „Das gilt bisher nur für die E- und D-Jugend“, sagt Köhler. 

Die Kicker der D-Jugend hätten sogar die Möglichkeit, in der kommenden Saison in der Gruppenliga zu spielen, aber die Verantwortlichen lehnen diesen Schritt ab. Jetzt sei erst einmal die Kennenlernphase der Spieler wichtig, betont Köhler. „Wir peilen dann in einem Jahr die Gruppenliga mit der C-Jugend an. (rsm) 

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