1:4 – Kaum ein Durchkommen für Wildunger gegen zweikampfstarke Mengsberger

Sein frühes Führungstor half Bad Wildungen nicht viel: Janis Schuldt.
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Sein frühes Führungstor half Bad Wildungen nicht viel: Janis Schuldt.

Erst 3:0, nun 1:4. Für die Gruppenliga-Fußballer der SG Bad Wildungen/Friedrichstein ist der gute Saisonstart mit dem Sieg in Kirchberg seit Samstagabend Makulatur. Mit 1:4 ging die Heimpremiere der Kurstädter gegen den TSV Mengsberg daneben.

„Das ist ernüchternd. Man kann den Spielern in Sachen Wille keinen Vorwurf machen, aber die Gäste waren zweikampfstärker und in der Offensive effektiver“, sagte SG-Vorsitzender Michael Neuhaus nach dem zweiten Saisonspiel, in dem die Gastgeber, die in der selben Startformation wie voriges Wochenende spielten, in der zweiten Halbzeit nicht mehr ins Spiel fanden.

Der Anfang war weitaus besser. In einer ersten Halbzeit, die man in zwei Teile gliedern konnte - erst ereignisreich, dann zwei sich neutralisierende Teams - führte Wildungen bereits nach sechs Minuten mit 1:0. Jan Kramers Bogenlampe nahm Florian Bruder um Strafraum gekonnt herunter und legte quasi „blind“ ab. Janis Schuldt stand richtig und traf.

Bad Wildungen: Wathling vergibt Elfmeter

Die folgenden Minuten liefen nicht nach SG-Geschmack. Die Heimelf klärte nicht entschlossen genug nach einem Freistoß, Maximilian Sack traf aus der Drehung zum Mengsberger 1:1 (10.). Nur zwei Minuten später hatte Bad Wildungen die Chance, diese Scharte direkt auszuwetzen. Kurze Ecke auf Waldemar Schubert, den trifft ein Gegenspieler an der Hacke - Elfmeter. Kevin Wathling scheiterte allerdings an Gästekeeper Sacir Nikocevic.

Nach diesem furiosen Auftakt kehrte Ruhe ein bis zur Pause. Die Schwälmer hätten beim Kabinengang führen können, doch Alexander Fey verunglückte Flanke landete auf dem Lattenkreuz (39.). Zu diesem Zeitpunkt hatte sich aber schon angedeutet, meinte Michael Neuhaus, dass es die Gastgeber schwer haben würden.

Wildunger Abwehrfehler, Mengsberger Tore

Und das bewahrheitete sich im zweiten Durchgang. Mengsberg machte es mit kompaktem, zweikampfstarken Auftritt der SG vor allem in der Offensive schwer und verkraftete dabei auch das frühe verletzungsbedingte Aus seines Taktgebers Dennis Dorfschäfer, der in der 19. Minute ausgewechselt werden musst.

Der eingewechselte Kevin Quehl jedoch war alles andere als ein Notnagel. Er traf in der Schlussphase zweimal und versetzte den Wildungern den endgültigen K.o. Auf die Verliererstraße gerieten sie schon in Minute 58, als die Gäste nach einer Ecke durch Fabian Mader mit 2:1 in Führung gingen.

Beim 1:3 und 1:4 profitierten die Schwälmer von Fehlern des SG-Akteur Lukas Wagner, der zuerst klären wollte und den Ball dem Torschützen vor die Füße köpfte (71.) und wenig später verlor er als letzter Mann den Zweikampf gegen Quehl. Die Platzherren hatten nur eine richtig gute Torraumszene, als Florian Bruder den Pfosten traf (83.).

Die Statistik

SG Bad Wildungen/Friedrichstein: Seibert - Wagner, Vogel, Wathling - Schuldt (65. T. Becker), Karges - Jobs (59. Duwe), Kramer, Windhausen - Bruder, Schubert (69. Muratovic). SR: Nassauer (Marburg). - Zu.: 140. - Tore: 1:0 Schuldt (6.), 1:1 Sack (10.), 1:2 Mader (58.), 1:3, 1:4 Quehl (71., 80.). - Bes. Vorkommnis: Nikocevic (M.) hält FEM von Wathling (12.).

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