Corona-Meister der Kreisoberliga 

Altenlotheim: Gefeiert wird der Aufstieg später

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Auf Anhieb Meister: Robin Wissemann hat sich am Oberbach als Spielertrainer gleich einen Namen gemacht.  

Sein Vereinsjubiläum musste der TSV Altenlotheim abblasen, den Aufstieg in die Gruppenliga nicht.

Korbach - Die Mannschaft vom Oberbach wird als erster „Corona-Meister“ in die Geschichte der Kreisoberliga Waldeck eingehen. Vorausgesetzt, der Verbandstag des Hessischen Fußball-Verbands bestätigt die Vorstandsvorlage, nach der die Saison abgebrochen werden soll und die Mannschaften auf den direkten Aufstiegsplätzen in die höhere Klasse klettern dürfen.Das Votum löst beim KOL-Primus durchaus zwiespältige Gefühle aus.  

„Schade, dass wir die Saison nicht zu Ende spielen können. Kai Bremmer hätte noch einen Tore-Rekord aufstellen können und aufgrund der Kontaktsperre können wir jetzt nicht richtig feiern“, sagt Spielertrainer Robin Wissemann. 

Trainieren aus reiner Lust am Fußball

Er habe seinen Spielern aber gesagt, dass sie stolz auf das Erreichte sein könnten. „Wir haben viele Tore geschossen, viele Punkte geholt und die Feier wird auf jeden Fall nachgeholt.“ Bei zwei Spielen mehr hat der TSV neun Punkte Vorsprung auf Vize „Hö/Mei“. 

Der Titel „Corona-Meister“ werde wohl in Erinnerung bleiben, sich aber hoffentlich nicht wiederholen, sagt Wissemann. Die Entscheidung zum Saisonabbruch finde er richtig. „Dann hoffen wir, dass die neue Saison regulär starten kann.“  Bis zur Sommerpause wollen die Altenlotheimer übrigens weiter trainieren, trotz aller Auflagen. Wissemann: "Man merkt, dass die Jungs richtig Bock auf Kicken haben."

Hö/Mei: Ärgerlich, aber keine zu große Enttäuschung

Martin Wagner, Trainer der SG Höringhausen/Meineringhausen, bedauert, dass sein Team noch einigen vergeblichen Anläufen zum Aufstieg nun vom Corona-Virus gebremst werde. Gleichwohl sagt er: „Alles in allem ist es die richtige Entscheidung. Für uns ist es zwar ärgerlich, aber es gibt wichtigere Dinge im Leben als Fußball.“

Martin WagnerTrainer SG „Hö/Mei“

Im Umfeld der SG hoffe der ein oder andere noch ein wenig. „Tiefe Enttäuschung gibt es jedoch nicht. Wir nehmen es sportlich und versuchen mit entsprechendem Ehrgeiz die neue Runde anzugehen. Glückwunsch an Altenlotheim zur Meisterschaft.“

Wesetal freut sich über Klassenerhalt

Den Klassenerhalt kann Schlusslicht SG Wesetal feiern. „Wir freuen uns, dass wir auch nächstes Jahr in der Klasse spielen dürfen, hätten es aber gern auf dem sportlichen Weg erreicht“, sagt Trainer Daniel Döring. „Jetzt ist es aber so und damit können wir alle gut leben.“ 

Daniel DöringTrainer SG Wesetal

Insgesamt sei an Fußball noch nicht viel zu denken. Große Besserung der Lage sei nicht in Sicht, die Auflagen für die Amateure seien hoch. Klären müssen Döring und die SG noch ihre weitere Zukunft – der Trainer war eigentlich nur für die Rückrunde verpflichtet. dv

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