Eintracht Edertal trotz 6:1-Sieg am letzten Spieltag nur Zweiter der Kreisoberliga

Fußballrausch in Ederbringhausen: FSG nach 12:0-Sieg doch noch Meister 

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Starke Jungs: Die Spieler der FSG Ederbringhausen/Buchenberg zeigen sich nach ihrem 12:0-Coup meisterlich.

Ederbringhausen/Anraff. Rauschhaftes Fußballfinale an der Eder, tiefe Depression in Anraff: Mit einem 12:0-Erfolg über einen desolaten TSV/FC Korbach II hat die FSG Ederbringhausen/Buchenberg in den letzten Minuten der Kreisoberliga-Saison doch noch die Edertaler Eintracht vom ersten Platz verdrängt und sich den Titel geholt. 

Dem bisherigen Tabellenführer reichte das 6:1 über Absteiger SG Adorf/Vasbeck nicht - im Duell der beiden besten Mannschaften entschieden am Ende zwei Treffer mehr. Eintracht und FSG waren punktgleich und auch im direkten Vergleich hieß es 6:6. Ederbringhausen/Buchenberg weist nach dem Dutzend-Erfolg eine Tordifferenz von 42 auf, Edertal von 40.

FSG-Spielertrainer Mario Amert wollte den Last-Minute-Coup erst glauben, als ihn Lars Steinbock, Trainer von Adorf/Vasbeck via Handy gratulierte. "Damit hatte hier keiner gerechnet", sagte er und verkündete: "Jetzt wird drei Tage gefeiert."Seine Mannschaft spielte zuletzt  in der Saison 2013/14 in der Gruppenliga, in die sie nun zurückkehrt.

Klose: Verärgert über Korbach

Tiefe Enttäuschung herrschte im Süden. Eintracht-Trainer Günther Klose gratulierte dem Rivalen fair. "Wer am Ende oben steht, ist auch verdient Meister", sagte er. In Richtung der TSV/FC-Reserve gab er zu Protokoll: "Ich bin verärgert, dass Korbach sich so hat abschlachten lassen.Die müssen sich mal hinterfragen." Grabesstimmung aber wollte Klose nicht zu lange haben. Nur kurz nach dem Abpfiff stimmte er seine Mannschaft auf die am Donnerstag startende Aufstiegsrunde ein.

Die Dramaturgie der beiden Partien hatte es in sich - zumal die Kontrahenten via Handy immer über den jeweiligen Stand auf dem anderen Platz informiert waren.

Edertal bei Halbzeit noch durch

Beide Mannschaften führen bei Halbzeit mit 4:0 - Edertal ist zu diesem Zeitpunkt Meister.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit wächst die Nervosität der Heimelf in Anraff. Sie vergibt beste Chancen, allen voran Dashmir Elmazi, der auch Pech bei einem Lattenschuss hat.

Die FSG trifft weiter. Benedikt Schweizer mit drei Buden und Dennis Brussmann erhöhen bis zur 71. Minute auf 8:0. In diesem Moment hat Amerts Team den Spieß umgedreht, zumal Marco Linnekugel in Anraff das einzige Tor für Adorf/Vasbeck schießt.

Die Hoffnung bei der Eintracht kehrt mit dem 5:1 durch Torjäger Artur Radig in der 75. Minute zurück. Nun wäre Edertal wieder Meister, dank der mehr geschossenen Tore.

Vier Minuten später lässt Simon Mitze wieder die FSG jubeln. In Anraff macht sich Resignation breit, obwohl der Gast nach einer Gelb-Roten Karte in Unterzahl ist. 

Dann das Finale: Mit einem Doppelpack macht Mario Amert hinself das Dutzend voll, für Edertal ist das halbe Dutzend zu wenig. 

Und die Korbacher? Waren in ihrer Besetzung einfach überfordert. Nicht, dass der TSV/FC die Partie hergeschenkt oder Null-Bock-Mentalität gezeigt hätte. Die Gäste waren einfach unglaublich leicht auszuspielen. (schä/ni/mn)   

  

 

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