Ärgerliches "Nicht-Tor" im Hinspiel

KOL-Relegation: SG Eppe verpasst beim 0:2 gegen den TSV Berndorf verdientes Remis

Übersprungen: Berndorfs Martin Wilke (links) bereinigt die Situation gegen Marco Rupp-rath von der SG Eppe/Niederschleidern, der einen Elfmeter verschoss. Foto: Artur Worobiow

Berndorf hat gute Karten, seinen Platz in der Kreisoberliga zu verteidigen. Das Hinspiel der Relegation bei der SG Eppe/Niederschleidern gewann der TSV am Freitagabend mit 2:0 (1:0).

300 Zuschauer sahen ein bis zum Schluss offenes Match, bei dem merkte, warum es bei beiden Teams zum Saisonende nicht für die KOL reichte.

Der A-Ligist trauerte einem Punkt hinterher, der verdient gewesen wäre. Nicht nur, weil die SG Eppe im zweiten Durchgang Vorteile hatte, vor allem auch, weil der Ball eigentlich schon zum 1:1 im Tor war. 60. Minute: Der eingewechselte Jan Lucas Falkenstein hatte am langen Pfosten ins leere Tor geköpft, aber das Spiel war da schon unterbrochen. Nach einem Abwehrversuch von Berndorfs Keeper Sascha Kreis gegen Christopher Emde, ereilte Daniel Franke großes Pech. 

Pech mit Elfmeter

Der Schiedsrichter aus Bad Arolsen, der wohltuend viel laufen ließ und gut leitete, pfiff und entschied: Foul und Elfmeter. Er selbst dürfte am meisten bereut haben, dass er nicht ein, zwei Sekunden gewartet hat, ob noch ein Vorteil entsteht.

Es kam, wie es kommen musste: Der fleißige Marco Rupprath, der schon zuvor eine Hundertprozentige vergeben hatte (54.) , donnerte den Ball vom Punkt eineinhalb Meter über den Kasten. „Der Schiri hat sich entschuldigt, aber das hilft uns natürlich nicht“, sagte Eppe/Niederschleiderns Coach Björn Emde, dessen Umstellungen zur zweiten Halbzeit gefruchtet hatten. Seine Mannschaft agierte zögerlich und fehlerhaft in der ersten Halbzeit und hatte in Elmar Figges Pfostenschuss (40.) nur eine richtig gute Tormöglichkeit.

Standke und Westmeier treffen

Anders die Elf seines erst drei Tage im Amt befindlichen Kollegen Jan Kleeb. Mit einzelnen Umstellungen agierend – unter anderem stand Offensivspieler Sascha Kreis anstelle von Michel Plett im Tor – besaßen die Berndorfer bis zur Pause mehr Spielanteile, was sich auch in Torszenen niederschlug. „Wir müssen mehr machen aus den Chancen, dan hätten wir dem Spiel eine ganz andere Richtung gegeben“, wusste der TSV-Coach hinterher.

Denn nach feinem Lupfer von Max Steger traf nur Daniel Standke (29.), während beispielsweise Patryk Mrosek vor fast leerem Tor und allein vor dem Keeper scheiterte (14., 44.).

Bis zur 85. Minute war dies der letzte ernsthafte Strafraumaufenthalt der Gäste. „Aber bis auf wenige Ausnahmen haben wir hinten aufmerksam gespielt“, meinte Kleeb, der die Szene vor dem Elfmeter übrigens nicht als Foul wertete, aber gegenüber einen Handstrafstoß für seine Farben sah.

Eppe/Niederschleidern war nach dem Wechsel präsenter, ließ nicht mehr so viele Platz und erarbeitete sich Chancen, ehe so ab der 75. Minute die Kräfte nachließen. 

0:2 in der Schlussminute

Ärgerlich aus SG-Sicht war mit Blick aufs Rückspiel das 0:2 in Minute 90: Einige Berndorfer forderten Elfmeter, doch Mathias Westmeier behielt den Überblick, als ihm nach dem Foul der Ball vor den Fuß rollte. Er fand genau die Lücke und besorgte dem TSV eine gute Ausgangsposition fürs „Re-Match“ am kommenden Mittwoch. 

„Es war mehr drin für uns. Aber es wird noch ein heißer Kampf“, sagte SG-Trainer Emde. Sein Team darf aus der gestrigen zweiten Hälfte zurecht die Hoffnung schöpfen, dass es noch nicht gelaufen ist. (schä)

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