Beide Edertaler Mannschaften führen wichtige Kellerduelle

Kreisoberliga: SG Bad Wildungen II will Arolser Siegesserie stoppen

Artur Berger Tus Bad Arolsen 
+
Im siebten Fußballhimmel: Artur Berger weiß wieder, wo das Tor steht. Er hat mit seinen Treffer dazu beigetragen, dass die Bad Arolser an der Spitze stehen. Die nächste Bewährungsprobe für die TuS-Kicker ist die SG Bad Wildungen II.

Während vier Ligakonkurrenten am Wochenende in Anraff die Pokalkür vor großer Zuschauerkulisse spielen dürfen, bleibt den anderen Kreisoberliga-Teams nur der Ligaalltag. Der beginnt für ein Sextett schon am heutigen Freitag.

Korbach –Tabellenführer TuS Bad Arolsen steht dabei vor einer schweren Prüfung, denn die SG Bad Wildungen/Friedrichstein II kann ein sehr unangenehmer Gegner sein.

Freitag

BG Korbach - Freienhagen/Sachsenhausen (19 Uhr). Eine Begegnung zweier Mannschaften, die man noch nicht gut einschätzen kann. Die Blau-Gelben befinden sich im personellen Umbruch und haben dementsprechend noch Sand im Getriebe. Sie holten nur einen Punkt aus drei Spielen . Die Gäste haben ein Spiel und vier Punkte mehr, sind aber trotzdem Tabellennachbar der Blaugelben. Wer die Aufs und Abs in seinem Spiel besser verhindert, sollte den Dreier landen.

Berndorf - Eppe/Nieder-Schleidern (19 Uhr). Der TSV Berndorf hat mit einem Torverhältnis von 5:2 in vier Spielen acht Punkte erkämpft, dass nennt man wohl Effektivität. Die Gäste hatten den wohl schwersten Auftakt. Die drei Meisterschaftsanwärter (VfR Volkmarsen, TSV/FC Korbach und die SG Hö-Mei) waren Gegner der Aartaler. Aber gegen alle drei haben sie sich teuer verkauft und hatten sie teilweise am Rand einer Niederlage. Es stehen jedoch null Punkte für gute Leistungen.

Usseln - Lelbach/Rhena (19.30 Uhr). Tabellennachbartreffen in Usseln. Acht trifft auf neun. Beide Kontrahenten haben sieben Punkte nach vier Spielen auf der Habenseite. So eng wie es in der Tabelle ist, so eng könnte auch das Spiel ausgehen.

Sonntag

SC Willingen II - SG Wesetal. Zweimal 0:0 – das schmälert die starke Startbilanz der Wesetaler nicht, die trotz Gegnern wie Korbach und Adorf noch ungeschlagen sind. Daher haben sie auch keine Bange vor den Upländern. „Wir wollen auch in Willingen gewinnen, zumindest die Serie halten“, sagt Trainer Christian Schwalm, dem Niklas Kann (Sprunggelenk) und Martin Paschko (Muskelfaserriss) fehlen.

Der SCW holte nach gutem Start aus den letzten zwei Spielen nur einen Zähler und wird sich steigern müssen, wenn er der SGW ein Bein stellen will.

SG Edertal - Mengeringhausen II. In diesem Kellerduell geht es für beide Teams schon um einiges. Die Gäste haben nach fünf Spielen zwei Punkte auf der Habenseite, Schlusslicht Edertal steht noch gänzlich ohne da. SG-Trainer Mathias Siebert fehlen eine Handvoll Spieler verletzungs- oder urlaubsbedingt. Zudem sieht er bei seinen Spielern, denen das Wollen nicht abzusprechen ist, offensichtlich das notwendige Selbstvertrauen. „Anders kann man sich die Fehler, die wir machen, nicht erklären“, sagt Siebert.

Einige seiner Spieler seien auch an ihrer Leistungsgrenzen angekommen, sagt der Trainer, einen Klassenunterschied habe man bei der 0:6-Niederlage gegen Volkmarsen gesehen. Der Coach hofft gegen den TuSpo auf einen guten Tag seiner Elf, damit die drei Punkte in Mehlen blieben. „Dass wir das können, haben wir phasenweise bewiesen. Ein Sieg wäre für die Köpfe wichtig.“.

Beim Gegner sieht es derzeit wohl noch düsterer aus. Betreuer Thomas Mertens weiß noch nicht, wer ihm zur Verfügung steht. Da die „Erste“ auch im Einsatz ist, gibt es keine Unterstützung: „Ich wäre froh, wenn wir überhaupt antreten können“, sagt Mertens. „Die Verletztenmisere kommt nicht überraschend“, blickt er auf die mangelnde Vorbereitung und aktuelle Belastung zurück.

Bad Arolsen - Bad Wildungen/Friedrichstein II. Der TuS aus Arolsen ist die Überraschungsmannschaft der Saison. Trotz gesteigertem Selbstbewusstsein bleiben die Residenzstädter demütig: „Das Tabellenführung ist nur eine Momentaufnahme, die wir aber genießen“, sagt TuS-Trainer Torsten Mähl. Er hat Gründe für die gute Lage: „wir spielen als Mannschaft kompakt, können die Verletzten erstaunlich gut kompensieren und nutzen unsere Chancen effektiv“.

Den bisherigen Weg des Arolser hat natürlich auch SG-Trainer Carsten Laun verfolgt. Er hat viel Lob für diese Leistung übrig und schiebt die Favoritenrolle auch gleich rüber. „Aber, wir wollen den Gegner ärgern und Nadelstiche setzen.“ Seine Mannschaft hat in die beiden letzten Spiele gewonnen und insgesamt zehn Treffer erzielt.

Das Selbstvertrauen bei den Badestädtern ist merklich gestiegen. Wer bei den Wildungern auflaufen kann, steht noch nicht fest. Bei dem einen oder anderen Angeschlagenen müsse die Trainingswoche abgewartet werden. „Wir werden aber eine schlagkräftige Truppe auf den Platz bekommen“, betont Laun.

Buchenberg/Ederbringhausen - Eintracht Edertal. Beim Tabellenvorletzten hat sich die Personalsituation noch einmal verschärft: „Vier Spieler mussten am Sonntag verletzt ausscheiden, wir müssen abwarten, wie sich deren Genesung entwickelt“, sagt FSG-Trainer Marvin Brussmann. Aber nichts destotrotz sei t es an der Zeit, die ersten Punkte einzufahren. Beim Gegner hat sich die Liste der angeschlagenen Spieler verkürzt. So war Eintracht-Trainer Günter Klose schon am letzten Spieltag guten Mutes, dass es mit seinem Team langsam wieder bergauf geht. (dv)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare