TSV/FC beeindruckt Willingen, Arolsen weiter Erster

Traumtore im Kreisoberliga-Topspiel: „Hö/Mei“ gewinnt 3:2 in Adorf

Augen zu und durch: Scheinbar ohne hinzusehen versuchen Adam Pendzich (Höringhausen/Meineringhausen (rechts) sowie Torhüter Philipp Pohlmann und Marco Linnenkugel von der SG Adorf/Vasbeck den Ball zu erwischen.
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Augen zu und durch: Scheinbar ohne hinzusehen versuchen Adam Pendzich (Höringhausen/Meineringhausen (rechts) sowie Torhüter Philipp Pohlmann und Marco Linnenkugel von der SG Adorf/Vasbeck den Ball zu erwischen.

Kann die SG Adorf/Vasbeck keine Topspiele? Eine Woche nach der Pleite in Korbach reichte es für die Willeke-Elf auch gegen die SG Höringhausen nicht.

Besser machten es die SG Wesetal und der TSV/FC Korbach, die ihre Topspiele in Sachsenhausen bzw. Rattlar gewannen. Vorn ist aber weiter der TuS Bad Arolsen, der sich mit 5:1 gegen die SG Eppe durchsetzte. Im Kellerduell feierte die FSG Buchenberg/Ederbringhausen einen wichtigen Erfolg gegen Mengeringhausen II.

Adorf/Vasbeck – Höring/Meineringhausen 2:3 (1:2). Tore: 1:0 Konstantin Lizenberger (2.), 1:1 Thomas Pendzich (11.), 1:2 Nico Martin (35.), 1:3 Viktor Hardt (83.), 2:3 Felix Behle (90.+3).
Kämpferisch wurde einiges geboten, und weil für die Diemelseer bis fast zum Ende etwas drin war, war es durchaus packend; spielerisch war es aber kein Spitzenspiel. Das Spiel der Gastgeber litt darunter, dass unter anderem in Roman Lizenberger, André Böhle und Christian Pohlmann in Abwehr und Mittelfeld die zentrale Achse fehlte. Die ebenfalls nicht in Bestbesetzung auflaufenden Gäste siegten nicht nur nach Meinung von Trainer Martin Wagner verdient und hatten dabei das Quäntchen Glück.

Die frühe Adorfer Führung durch den diesmal in der Abwehr eingesetzten Lizenberger machte Pendzich wett, und Martins 2:1 aus 25 Metern war ein Traumtor. Zuvor hatte Hö/Mei Glück, dass die Heim-SG einen Elfmeter verschoss (29.). Kurz vor Schluss fiel die Vorentscheidung nach Abstimmungsproblemen Heimelf. „Die Sonntagsschüsse haben das Spiel entschieden. Uns fehlen derzeit Spieler, die fas Spiel beruhigen und aufbauen können“, sagte A/V-Coach Kristian Willeke.

Bad Arolsen – Eppe/Nieder-Schleidern 5:1 (2:0). Tore: 1:0 Artur Berger (10.), 2:0 Kevin Sobotta (25.), 3:0 Julius Müller (47.), 4:0 Sobotta (50.), 5:0 Lee Roy Peeters (70.), 5:1 Christopher Emde (75.).
Von zwei ersatzgeschwächten Teams war Bad Arolsen um den überragenden Garrett Carton vor der Pause das überlegene. Ließ der TuS zunächst noch Chancen liegen und den Gast im Spiel, hieß es nach dem Wechsel schnell 4:0. Die Tore entstanden oft aus schönen Einzelleistungen wie etwa der Alleingang von Müller. Eppe versuchte bis zum Ende, Druck zu machen und das Ergebnis zu verbessern und verdiente sich das Ehrentor.

Willingen II – TSV Korbach 1:5 (1:2). Tore: 0.1 Elias Mayer (15.), 0:2 Steffen Emde (35.), 1:2 Leon Peters (35.), 1:3 Argjend Muharremi (55.), 1:4 Fabian Jaslar (56.), 1:5 Leotrim Aliqki (79.).
Manfred Feistner mochte seiner Elf keinen Vorwurf machen. „1:5 hört sich wüst an. Aber wir hatten es zu schwer, weil es Korbach richtig gut gemacht hat. Das war unser bisher stärkster Gegner“ lobte Willingens spielender Coach den TSV/FC, der mit offensivem Pressing vor allem in den ersten 20 Minuten jeder Halbzeit den Grundstein zum Erfolg legte. Nach dem 0:2-Rückstand waren die Upländer besser inm Spiel und verkürzten, doch nach der Pause war mit dem Korbacher Doppelschlag zum 1:4 die Willinger Moral gebrochen.

Usseln - Volkmarsen 0:1 (0:0). Tor: 0:1 Felix Kleinschmidt (69.).
Es war ein gänzlich anderes Duell als drei Tage zuvor beim Usselner 5:4 im Waldecker Pokal. „Beide Seiten haben dieses Mal viel Wert auf defensive Stabilität gelegt“, sagte Dirk Klinkmann, Sportlicher Leiter der Platzherren. Dabei sah er erneut einen spielerisch besseren Gegner, dem kämpferisch Paroli geboten wurde. Der VfR ließ durch Jannik Herbold, der einen Meter vor der Torlinie drüber köpfte (15.) und Jari Kuhaupt (25.) das 1:0 liegen. Auf der Gegenseite traf Jan Louis Bender den Ball nicht richtig, und Keeper Jeremy Schuster parierte (43.). In Durchgang zwei gab es nur je eine Riesenchance – mit dem Unterschied, dass Felix Kleinschmidt sie für die Gäste nach einem Konter nutzte (69.). Hingegen setzte Bender einen Kopfball aus fünf Metern nach starker Flanke von Tim Koch zu hoch an (87.).

Freienhagen/Sachsenhausen – Wesetal 0:2 (0:1). Tore: 0:1 Alen Muratovic (45.), 0:2 Daniel Döring (78.).
Das umkämpfte Spiel mit Chancen auf beiden Seiten endete mit einem nicht unverdienten Erfolg der Wesetaler. Die gingen kurz vor der Pause in Führung, als Muratovc einen Elfer im Nachschuss verwandelte. Nun agierte die SG cleverer als die Heimelf, die sich schwer tat, Chancen herauszuspielen. Die Gästetrainer teilten sich das 2:0: Nach einer Ecke verlängerte Christian Schwalm zu Daniel Döring, der das 2:0 besorgte. „Wir haben verdient gewonnen, weil wir nach der Führung keine Chancen des Gegners mehr zugelassen haben“, bilanzierte Schwalm.

Blau-Gelb Korbach – Eintr. Edertal 0:3. Tore: 0:1, 0:2, 0:3 Maurice Senyigit (26., 34., 76.). In einem Spiel mit mäßigem Niveau ragte Eintracht-Neuzugang Maurice Senyigit als alleiniger Torschütze heraus. Die edertaler waren effektiver, beid en wenigen guten Szehen der Korbacher parierte Torhüter Mika Helmetag gegen Poljak und Vlahovic. Blau-Gelb hatte insgesamt aber zu wenige Chancen, um die Partie spannender zu gestalten.

Buchenberg/Ederbringhausen – Mengeringhausen 5:0. Tore: 1:0 Hendrik Groß (9.), 2:0, 3:0 Marvin Brussmann (20., 42.), 4:0 Daniel Fleck (66./FEM), 5:0 Ionut Lixandru (76.).
Die bis auf Andy Eisenmann wieder komplette FSG landete den wichtigen zweiten Saisonsieg dank eines kontrolliert geführten und 45 Minuten dominierten Spiels, in dem der TuSpo nur anfangs der zweiten Hälfte eine gute Phase hatte. Nach von an Marvin Brussmann und dem verwandelten Elfmeter von Fleck war die Messe aber gelesen, und das Spiel plätscherte weitgehend dahin.

„Die Mannschaft hat keine Einstellung zum Spiel gefunden und sich früh den Schneid abkaufen lassen“, kritisierte TuSpo-Betreuer Thomas Mertens.

SG Edertal – Berndorf 2:2 (1:2). Tore: 1:0 Björn Grabe (2), 1:1 Martin Kaiser (6.), 2:1 Aaron Simanski (43.), 2:2 Denis Mrosek (57.).
Beide Trainer konnten mit dem gerechten Remis leben. Die SG startete mit einem Blitztor, schlief aber dann bei der ersten Ecke für Berndorf und kassierte den Ausgleich. Nach Simanskis Fernschuss zum 2:1 kontrollierte der TSV nach der Pause mehr das Spiel, Mrosek war nach Torwart-Abpraller zum 2:2 zur Stelle. Edertals Robin Hohmann hatte danach noch Pech mit einem Pfostenschuss.

Lelbach/Rhena – Bad Wildungen II 2:1 (2:0). Tore: 1:0 Tobias Schumann (24.), 2:0 Munaf Al Assag (30.), 2:1 Niklas Bruder (60.).
Die Sieg der Heim-SG in einem guten KOL-Spiel war verdient, aber hart erkämpft, zumal sie den Sack nicht früher zumachte. Unter anderem traf sie die Latte. Nach Schumanns abgefälschtem Freistoß und Al Assafs Schlenzer ins lange Eck blieb es spannend. Auch die Wildunger hatten ihre Chancen, aber zum Ausgleich reichte es nicht mehr.  (schä/ni)

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