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Endspiel in Altenlotheim: Willinger wollen den „Pott“ zurück

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5:2 gegen Bad Wildungen hieß es im vorigen Jahr im Finale des Kreispokals zugunsten des TSV Altenlotheim. Würde der erneut jubeln, wäre das diesmal eine Überraschung, da der Gegner Verbandsligist Willingen ist.
5:2 gegen Bad Wildungen hieß es im vorigen Jahr im Finale des Kreispokals zugunsten des TSV Altenlotheim. Würde der erneut jubeln, wäre das diesmal eine Überraschung, da der Gegner Verbandsligist Willingen ist. © bb

Und schon wieder Pokal im Kreis Waldeck. Diesmal der offizielle. Im Bitburger Kreispokal begegnen sich an diesem Mittwoch der SC Willingen und der TSV Altenlotheim.

Die Altenlotheimer sind nach Absprache der beiden Vereine auch Gastgeber. Anpfiff am Oberbach ist um 19 Uhr. Wie gewohnt geht es neben Prestige Geld- und Flüssigprämien auch ums Ticket für die erste Runde im Hessenpokal der kommenden Saison mit möglicherweise attraktivem Gegner.

Die Schwarz-Weißen laufen als Titelverteidiger auf, im vergangenen Jahr gewannen sie das Endspiel gegen die SG Bad Wildungen mit 5:2. Diesmal waren die Wildunger im Halbfinale den Willingern 0:5 unterlegen, während Altenlotheim kampflos das Finale erreichte. Gegner VfR Volkmarsen musste personalbedingt absagen.

Die Generalproben hätten gegensätzlicher nicht sein können: Altenlotheim kassierte in der Gruppenliga ein 0:8 bei der SG Brunslar, Willingen feierte mit einem 8:0 gegen Schlusslicht Thalau ein siegreiches Saisonende in der Verbandsliga Nord.

Willingens Trainer Kodra: Unterschied nicht groß

Ergibt sich daraus und aus dem Klassenunterschied auf dem Papier eine Favoritenstellung? Eher nicht, sagen beide Trainer. „In Brunslar haben wir Wahnsinns-Fehler gemacht und waren zu keiner Zeit bereit“ sagt TSV-Trainer Robin Wissemann. Das soll nicht mehr passieren. Zwar war der SCW erst am Pfingstmontag im Einsatz, aber das zählt für Wissemann nicht. „Das Ligaspiel war für Willingen ein Spaziergang, daher ist das sicher kein großer Vorteil für uns.“

„Zwischen den Sechsten der Gruppenliga und einer Mannschaft wie uns, die eine Klasse höher um den Klassenerhalt gekämpft hat, ist nicht soviel Unterschied. Das geht schief, wenn du nicht an die Leistungsgrenze gehst“, sagt Dardan Kodra. Willingens Coach fügt aber an: „Ich glaube nicht, dass bei uns jemand dieses Spiel auf die leichte Schulter nimmt.

Das besondere Spiel für Florian Heine

Kodra verweist auf den Heimvorteil des TSV. „Nicht nur Florian Heine weiß bei uns, welche Atmosphäre uns in Altenlotheim erwartet. Wir werden dort nur die zweitbeliebteste Mannschaft sein.“

Stichwort Flo Heine: Für den Torjäger der Upländer, der diesen Job am Oberbach lange Jahre genauso gut erledigt hat, ist es sicher ein besonderes Spiel; gegen Gegenspieler, die seine Stärken kenne. „Flo Heine kennt sicher kein Verein so gut wie wir. Ich weiß, dass er ganz selten einen schlechten Tag hat“ meint Robin Wissemann. Um Heine zu bremsen, brauche man Geschwindigkeit und gutes Stellungsspiel. „Nico Backhaus wäre prädestiniert dafür, aber ein Einsatz von Beginn an kommt sicher zu früh. Ansonsten wird es auf uns alle ankommen gut nach hinten zu arbeiten“ nennt der TSV-Spielertrainer Lösungsansätze.

Altenlotheims Coach Wissemann: „Das ist außergewöhnlich“

Auf die Frage, ob er angesichts der Durststrecke in den letzten Ligaspielen und vor allem nach dem 0:8 am Pfingstsamstag eine magere Kulisse erwarte, antwortet Wissemann: „Das befürchte ich nicht. Die Zuschauer wissen, dass es außergewöhnlich ist mit unseren Mitteln, Anfang April die Klasse gehalten zu haben. Wir sind als Aufsteiger auf Platz sechs und haben die Möglichkeit den Pokal zu verteidigen. Das ist außergewöhnlich.“

Auch Dardan Kodra glaubt, dass das Zuschauen sich lohnt und es ein munteres Spiel gibt. „Man darf Altenlotheim nicht nur auf das Kämpferische reduzieren. Spielerisch ist die Handschrift des Trainers gut zu erkennen“, so der SCW-Übungsleiter, der von einem ernst zu nehmenden Gegner spricht. Ernst nehmen wollen die Upländer auch den Wettbewerb. Ein Pokalfinale ist immer schön. Dafür lohnt es sich, noch einmal alles rauszuhauen“, meint Kodra.

Personell wird sich wohl bei beiden Teams gegenüber dem letzten Punktspiel wenig ändern. Kodra will mit „dem bestmöglichen Aufgebot anreisen. Den „Abgängern“ um Torwart Yannick Wilke soll ein erfolgreicher Ausstand ermöglicht werden. Stand beim TSV: „Sascha von Drach, Nico Backhaus und Marc-André Garthe probieren es beim Abschlusstraining“ erklärt Wissemann. Für das Trio wird es aber in Sachen Startformation eher nicht reichen.  (bb/schä)

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