Halbfinale heute: Bad Wildungen beim A-Ligisten, Altenlotheim auf der Hauer

Kreispokal: Strothe traut sich was zu, Klassiker in Korbach

Torsten Mannweiler, Trainer TSV Strothe, gestikuliert
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Hoch und runter: Strothes Trainer Torsten Mannweiler wünscht sich eine Überraschung von seiner Mannschaft.

Zwei Mannschaften aus der Gruppenliga, dazu ein Kreisober- und ein A-Ligist, fertig ist das Halbfinale im Waldecker Fußball-Kreispokal der laufenden Saison heute Abend (19 Uhr).

Korbach - Wobei: Das mit den Gruppenligisten ist nur formal richtig. Die SG Bad Wildungen/Friedrichstein will ihr Gastspiel beim TSV Strothe vor allem mit Spielern der Reserve bestreiten.„Wir haben den ganzen Wettbewerb bisher mit der ,Zweiten’ gespielt, da wollen wir jetzt nicht die erste Mannschaft nach Strothe schicken“, sagt Trainer Jörg Schäfer. Es könne allerdings sein, dass zwei, drei Spieler aus dem Gruppenliga-Kader mit im Aufgebot stehen.

Dem Papier nach tritt auch Bad Wildungen II als klassenhöheres Team favorisiert beim A-Liga-Zweiten an. TSV-Trainer Torsten Mannweiler rechnet sich trotzdem Chancen aufs Finale aus, „wenn die wirklich mit der ,Zweiten’ kommen. Wir haben ja auch gegen Usseln gewonnen, die ja ebenfalls eine Klasse höher spielen.“ 5:4 nach Verlängerung endete die Erstrunden-Partie.

Mannweiler verspricht: „Wir werden nicht kampflos das Feld räumen.“ Ihm fehlen in Claudio Morao (Urlaub) und Tyll-Roman Steuber (Kreuzbandriss) zwei Spieler aus dem Kader der „Ersten“.

Ein Klassiker unter umgekehrten Vorzeichen steht auf der Hauer an, wo der TSV/FC Korbach den TSV Altenlotheim erwartet. Umgekehrt sind die Vorzeichen, weil die Mannschaft vom Oberbach das klassenhöhere Team stellt – das hat es in der Vergleichs-Historie beider Vereine selten bis gar nicht gegeben.

Tenbusch: Lieber im Frühjahr gespielt

„Wir freuen uns sehr auf das Spiel gegen Altenlotheim, hätten es aber lieber im Frühjahr gesehen“, sagt Korbachs Trainer Uwe Tenbusch und verweist auf die Belastung der Spieler. „Sie ist wahnsinnig hoch. Wir sind bis heute wahrscheinlich die Waldecker Mannschaft mit den meisten Pflichtspielen.“

Tatsächlich haben die Kreisstädter seit dem 7. August 18 Partien in drei Pokalwettbewerben und der Kreisoberliga bestritten. Sie haben keins davon verloren, stehen in zwei Finals des Waldecker Pokals, an der Spitze der KOL und eben unter den letzten vier des Kreispokals. Tenbusch will heute einige Spieler schonen, „weil die Tabellenführung in der Liga nun im Fokus steht“. So könne der ein oder andere A-Jugendliche „wertvolle Erfahrungen sammeln“.

Auch Altenlotheims Spielertrainer Robin Wissemann wird im Vergleich zum 3:0-Sieg am Sonntag beim Gruppenliga-Gastspiel in Homberg eine andere Startelf aufs Feld schicken. „Wir haben diese Saison einen breiten Kader und den wollen wir auch nutzen. Daher wird es gegen Korbach vier, fünf Veränderungen geben.“

Auch Wissemann nennt die Begegnung eine durchaus besondere und zeigt Respekt vor dem KOL-Primus: „Ich erwarte ein ausgeglichenes Spiel, was hoffentlich nach 90 Minuten entschieden ist.“ Das würden die Korbacher glatt unterschreiben.  mn

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