Favorit besiegt Goddelsheim/Münden mit 2:1

Kreispokal-Finale: Willingen macht's sich selber schwer

Der Torwart als Boxer: Manuel Mitze (Goddelsheim/Münden) hat den Ball fest im Blick, Max Ullbrich vom SC illingen nicht so. verdeckt: Marco Vesper.
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Der Torwart als Boxer: Manuel Mitze (Goddelsheim/Münden) hat den Ball fest im Blick, Max Ullbrich vom SC illingen nicht so. verdeckt: Marco Vesper.

Willingen – Am Ergebnis gab es nichts zu deuteln. Der SC Willingen ist beim 2:1 (1:0)-Sieg am Abend im Kreispokalfinale gegen die SG Goddelsheim/Münden seiner Favoritenrolle gerecht geworden.

Die einseitige Partie vor 250 Zuschauern im Uplandstadion war nur angesichts des knappen Ergebnisses nicht früh vorentschieden. „Ich hatte nie das Gefühl, dass der Gegner ein Tor schießen könnte“, sprach SCW-Trainer Rainer Schramme folglich von einem „hochverdienten Sieg“.

Dem widersprach Uli Grosche, der seine letzte Partie als Co-Trainer der Gäste erlebte, nicht: „Wir haben im Großen und Ganzen hochverdient verloren.“

Grosche mit dem ersten Abschluss

Die Überlegenheit des Verbandsligisten drückte sich nicht ausreichend in Zählbarem aus. „Wir hätten es uns wirklich einfacher machen können“, so Schramme. Den ersten Abschluss hatte zwar der Gruppenligist, als Mirco Grosche, von Jonathan Vach bedient, aus spitzem Winkel drüber zielte (2.). Zwei Minuten später bereits die erste Offensivaktion der Hausherren, aber Jan-Niklas Albers wurde am Fünfmeter zur Ecke geblockt. 

Dann zielte Florian Heine knapp am langen Pfosten vorbei (9.), aber ansonsten hatte die SG um Abwehrchef Marco Vesper zunächst keine Mühe, weil der Favorit noch nicht ins Tempo kam.

Strafstoß zur Führung und viele vergebene Chancen

Das änderte sich in der 12. Minute, als Vogel auf Sebastian Butz passte und Max Ullbrich dessen Flanke knapp drüber köpfte. Bei der Willinger Führung kurz darauf half die SG-Abwehr kräftig mit. Nach einem langen Schlag von Torwart Yannick Wilke, der gestern seinen 26. Geburtstag feierte, waren sich Eike Fabian Stracke und Christian Pohlmann nicht einig. Max Ullbrich spritzte dazwischen und wurde von Pohlmann gefoult – den Strafstoß verwandelte Matthias Bott sicher (13.).

Der Verbandsligist war im Spiel, die Gäste sahen sich an den eigenen Strafraum zurückgedrängt. Doch Heine, der am per Fußabwehr klärenden Manuel Mitze scheiterte (23.), Max Ullbrich (27.), Albers (32.) und Sebastian Butz (33.) gingen fahrlässig mit ihren Gelegenheiten um. Für die Lichtenfelser setzte Mirco Grosche einen Freistoß in die Mauer (41.).

Ein Hauch von Slapstick

Spektakulär begann Halbzeit zwei: Erst visierte Butz völlig frei vor Manuel Mitze aus acht Metern den Innenpfosten an, danach traf Vogel, ebenso unbehelligt, das Aluminium auf der anderen Seite (47.). „Das hatte ja fast schon etwas von Slapstick“, meinte Schramme.

Insgsamt aber ließ das Niveau nach einer ordentlichen ersten Hälfte merklich nach, den Akteuren war die lange Saison anzumerken. Das nutzte die Elf um Spielertrainer Andre Gutmann, um kämpferisch die spielerischen Vorteile des Gegners zu kaschieren.

"Willinger immer Schritt schneller"

 Einmal näherte sich Vach mit einem starken Antritt dem Willinger Gehäuse (56.). „aber eine echte Torchance hatten wir in der zweiten Hälfte nicht“, sagte Grosche. Abgesehen vom 2:1 in der 89. Minute. Daniel Butterweck traf per Kopf nach Flanke von Niklas Göbel. 

Zuvor hatte Max Ullbrich zum erlösenden 2:0 abgestaubt (75.), nachdem Heine die Latte getroffen hatte (64.) sowie Butz (69.) und Vogel (70.) an Manuel Mitze gescheitert waren.

„Die Willinger waren immer einen Schritt schneller und spielfreudiger“, lobte Uli Grosche den Gegner, „aber wir haben uns gut verkauft.“ Schramme und sein Nebenmann Hubertus Albers freuten sich über den gelungenen Abschluss einer guten Saison und die Qualifikation für die erste Runde im Hessenpokal.

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