Ex-Profis unterhalten bei Lesung in Rhoden das Publikum

Kloppos Vordermann: Ansgar Brinkmann plaudert über Eskapaden und Erfolge

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Drei Kumpel in Rhoden: Die Ex-Fußballer (von links) Dirk Van der Ven, Ansgar Brinkmann sowie Journalist und Autor Peter Schultz.

Rhoden. Gelesen wurde auch, aber Ansgar Brinkmann erzählte viele Anekdoten live bei seinem Besuch in Rhoden. Beim kurzweiligen Abend im Fürstensaal des Schlosses, zu dem die Fußballabteilungen der SG Rhoden/Schmillinghausen eingeladen hatten, hörte das Publikum amüsiert zu.

Mit 20 Vereinen und 40 Trainern in 18 Jahren sowie zahlreichen Eskapaden hat sich Brinkmann seinen Ruf als selbsternannte „Bitch des deutschen Fußballs“ verdient. Unter dem Titel „Der weiße Brasilianer“ hat das Enfant terrible ein Radio-Format mit Peter Schultz auf Einslive. 

Mit den als Buch unter dem Titel, „Wenn ich Du wär, wäre ich lieber ich“, veröffentlichten Höhepunkten aus der fünf Jahre alten Sendung gastierten der 47-Jährige und sein frühere Bielefelder Kollege Dirk van der Ven mit dem aus Rhoden stammenden Moderator und Autor Schultz im dortigen Schloss.

Als in jeder Hinsicht härtesten Gegenspieler hat Ansgar Brinkmann Stefan Effenberg in Erinnerung. „Aber kein Gegenspieler hat mich so sehr und so oft beschimpft wie mein Mitspieler Jürgen Klopp – damals mein Hintermann, den ich mit meinen Alleingängen immer wieder zur Weißglut getrieben habe. 

Der als Aufpasser zum Zimmergenossen bestellte „Kloppo“ hatte allerdings auch neben dem Platz genügend Reibungsflächen mit seinem Mannschaftskameraden, der schon mal einen Fernseher aus dem Fenster des Hotelzimmers warf. „Ich weiß, wie er völlig nackt aussieht“, lautete die knappe Antwort des mittlerweile in Liverpool tätigen Erfolgstrainers auf die Nachfrage von Peter Schultz zum Thema Ansgar Brinkmann. 

Als verpasster Mitspieler sollte sich dagegen Philipp Lahm erweisen, mit dem Hermann Gerland seinem Ex-Verein Bielefeld einen Gefallen tun wollte. Im Probetraining erwies sich der klein gewachsene Verteidiger als unüberwindbares Hindernis für Brinkmann, der auch dessen Spielintelligenz und Lösungskompetenz nach der Balleroberung erkannt hatte und eine klare Empfehlung an Benno Möhlmann aussprach.

 Doch der Trainer hörte lieber auf Bastian Reinhardt, der Kopfballdefizite bemängelte, und übersah die Alleinstellungsmerkmale des Ausnahmespielers. „Schlecht für Arminia Bielefeld, gut für Philipp Lahm“, lautete Brinkmanns Fazit. (ahi)

Wie Polizei und Barbesitzer Brinkmann auf der Flucht beschützten und warum sich Rhodens Fußballfrauen auf den nächsten besuch freuen dürfen - dies und viele Anekdoten mehr  enthält der ausführliche Bericht in der WLZ vom 27.05.

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