Endspiele um den "Pott" 2019: Auch Flechtdorfer Frauen gewinnen

Waldecker Pokal: Große Gefühle nach Mengeringhäuser 1:0 gegen "Hö/Mei"

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Die Siegermannschaft des TuSpo Mengeringhausen.

Zweimal 1:0, zweimal Geschichte geschrieben. Die Frauen des TSV Flechtdorf und die Männern des TuSpo Mengeringhausen sind die Gewinner des Waldecker Pokals 2019.

Es war ein packender Pokalnachmittag am Pfingstmontag in Dorfitter. Ein bisschen zäh vom Spielverlauf her, aber spannend bis zur letzten Minute. Denn in beiden Endspielen reichte ein einziges Tor zum Triumph.

Glückwunsch an den TuSpo Mengeringhausen und den TSV Flechtdorf zum Gewinn des Waldecker Pokals 2019. 

Vor am Ende rund 1200 Zuschauern reichte beiden leichten Favoriten ein 1:0-Erfolg, um die Korken knallen zu lassen.

Hess und Fieseler sind die "Helden"

Die Mengeringhäuser gingen durch einen Kopfball von Sebastian Hess (9.) früh in Führung, verpassten es aber, nachzulegen. Denn die SG Höringhausen steigerte sich immer mehr und besaß letztlich die besseren Torszenen in einer Partie mit überschaubarem Niveau. Es reichte aber auch mit am Ende zehn Spielern (Rot gegen Philipp Schwedes) zum Double für den TuSpo!

Denny Benndorf (Mengeringhausen, rechts) gegen Nico Martin (Höringhausen/M.).

„Die Enttäuschung ist groß, weil wir durch eine Standardsituation das Spiel verloren haben", sagte der scheidende SG-Coach Timo Kiepe: "Ich finde, dass wir über 90 Minuten das bessere Team gewesen sind, der Plan aufgegangen ist. Heute hat das Quäntchen Glück gefehlt." 

Jörg Büchse wollte da nicht groß widersprechen. „Wir haben es das ganze Spiel nicht geschafft, Spannung aufzubauen und die Konzentration hochzuhalten“, sagte er und beklagte vor allem Defizite im Läuferischen.

Tränen bei der Siegerehrung

Nach dem ersten Jubel der Sieger traten bei der Siegerehrung andere Gefühle in den Vordergrund: die Trauer über einen verstorbenen Fußballkameraden.

Es war Landrat Reinhard Kubat, der die richtigen Worte fand nach dem vielleicht schwersten Spiel, das die Fußballer der unterlegenen SG nur wenige Tage nach dem Tod ihres Teamkollegen John Kesting zu spielen hatten. „Verneigen wir uns vor der Mannschaft aus Meineringhausen und Höringhausen“, sagte Kubat. Er traf den richtigen Ton.

Ganz starke Geste: Die SGler in Gedenken an den verstorbenen Mitspieler.

Und wie lief's bei den Frauen: Das Team des TSV Flechtdorf hätte auch frühe Tore schießen können. Doch im Endspiel gegen Volkmarsen machten sie lange Zeit nichts aus ihrer Überlegenheit, ließen einige gute Gelegenheiten aus gegen den künftigen Gruppenliga-Klassenkameraden.

Die kampfstarken VfR-Spielerinnen mussten dann aber doch das 0:1 hinnehmen: Henriette Fieseler krönte ihre Leistung mit dem Golden Goal für die Flechtdorferinnen (86.).

Alle beisammen. Die Spielerinnen des TSV Flechtdorf feierten mit großem Anhang den Pokalsieg 2019.

Nachlesen: So lief es im WLZ-Ticker

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Schlusspfiff: Das Spiel ist aus, das Double ist perfekt. Nach Meisterschaft und Gruppenliga-Aufstieg feiert der TuSpo Mengeringhausen auch den Pokalgewinn - den ersten seit fast 40 Jahren!

... und die Mengeringhäuser Bank kannte beim Schlusspfiff kein Halten mehr.

Die Nachspielzeit läuft und es gibt noch Hoffnung für Hö/Mei. Der Schiri hat 6 Minuten angezeigt.

88. Minute: Jetzt häufen sich die Aufreger. Philipp Schwedes sieht die Rote Karte nach Foul an Bangert. Der Freistoß bringt aber nichts ein.

Philipp Schwedes (Mitte) sah Rot, Thomas Pendzich (rechts) vergab per Kopf den Ausgleich.

85. Minute: Während es zu regnen beginnt hat die SG erneut eine Riesenchance zum 1:1. Eine Flanke von Mütze von links findet Thomas Penzich, aber der Ball geht um Zentimeter vorbei. 

81. Minute: Jetzt der Ausgleich? Nein, wieder nix für die Genialer Pass von Bangert in die Mitte, aber Mütze bleibt an Philipp Schwedes hängen.

72. Minute: Das einzige, was hier bestens läuft, ist das Bier. Spielerisch läuft wenig auf beiden Seiten, der letzte Pass fehlt. TuSpo-Trainer Büchse ist nicht zufrieden mit der Partie, er hat nun Adam Sek eingewechselt. Vielleicht wird's ein guter Griff...

Gleich geht's in die Schlussphase: Fällt auch in diesem Endspiel nur ein Tor, wie bei den Frauen?? Im Duell  KOL-Vierter gegen KOL-Erster gibt es kaum Unterschiede. 

58.Minute: Das hätte das 1:1 sein können. Nach einem Bock von Hess hat Bangert die Großchance, doch TuSpo-Keeper Figge hält ganz stark!

56. Minute: Höringhausen/Meineringhausen jetzt noch besser im Spiel, aber mit Pech vor der Kiste: 3 Schussversuche werden jeweils vom TuSpo abgeblockt. 

Blick von den Rängen: Sie sind mit weit über 1000 Fans bestens gefüllt.

Die letzte Halbzeit für heute? Der Ball rollt wieder in Dorfitter vor 1200 Zuschauern. Sie haben sie gestärkt mit Kuchen, Worscht und kühlen Erfrischungen - der SV Ittertal ist ein sehr guter Gastgeber dieser Endspiele, die auch zahlreiche Ehrengäste sehen. HALBZEIT in Dorfitter: Die Mengeringhäuser haben dank des Tores von Hess (9.) eine Hand am "Pott" und das Double vor Augen. Im Verwaltungsmodus lassen sie Aber sie brauchen einen starken Halbzeitkaffee, denn "Hö/Mei" ist nach dem frühen Rückstand nun voll drin in der Partie. 

40. Minute: Ungewohnte Fehler in der TuSpo-Abwehr. Zu lange kein ernsthaftes Spiel gehabt?? Vorne hat Denny Benndorf die Chance für die Grünen. Doch sein Kopfball ist zu harmlos.

34. Minute: Nicht mehr lange bis zur Halbzeit. Mengeringhausen fällt nicht soviel ein, die SG wird etwas stärker. Sie hat schon zwei frische Kräfte gebracht. Einer Davon, Jonas Mütze, hat eine gute Möglichkeit, aber kommt einen halben Schritt zu spät. 28. Minute: Es ist ein Finale mit bisher ausgewogenen Spielanteilen. Gerade eben ein hartes Foul als Aufreger, das beweist: Schönheitspreise gibt es hier bisher keine, eher viele Zweikämpfe.

Zweikampf zwischen Philipp Schwedes (Mengeringhausen) und SG-Kapitän Janek Vallbracht.

16. Minute: Die erste dicke Chance für "Hö/Mei". Raphael Leibfacher in den Lauf von Marcel Bangert. Aber Fabian Figge im TuSpo-Tor holt sich den Applaus ab.

Freute schon über ein Tor: TuSpo-Coach Jörg Büchse.
Letztmals gemeinsam an der Linie: Die SG-Trainer Timo Kiepe und Thomas Schmidt.

TOOOOOOOOOR für Mengeringhausen

Und nach 9 Minuten rappelt es schon im Finale. Der TuSpo ist nach einem Freistoß in Führung gegangen: Tim Schade bringt das Leder herein, Pascal Löhndorf köpft es weiter, und Sebastian Hess bugsiert es aus 5 Metern ebenfalls per Kopf ins Netz. SG-Keeper Bracht ist noch dran, aber kann nix mehr machen. 1:0 für den KOL-Meister!

Das Finale der Männer:

Mit einer Gedenkminute für den verstorbenen John Kesting hat das Endspiel zwischen Höringhausen/Meineringhausen und dem TuSpo Mengeringhausen begonnen. Beides Teams tragen Trauerflor. Rund 1200 Zuschauer wollen das Match sehen.

"Einfach nur geil" sagte Torschützin Henriette Fieseler, die mit ihrem Flechtdorfer Team ausgelassen feiert. "Ich bin um einiges  älter geworden", meinte TSV-Coach Michael Kahl.

Volkmarsens Coach Melzer sah ein gutes Spiel und machte seinem Team ein Kompliment.

Die Fans mussten lange Geduld haben, aber sie durften noch jubeln: Kurz vor dem Abpfiff hat sich die Überlegenheit des TSV Flechtdorf auch in einem Tor niedergeschlagen. 1:0 gegen Volkmarsen, ein verdienter Pokaltriumph für den Gruppenligisten, der zuletzt 1987 den Pott in Händen hielt.

Respekt gebührt dem VfR Volkmarsen, der seinem Trainer Martin Funke leider keine Siegesnachricht nach Mallorca funken konnte. Aber sein Co. Michael Melzer war dennoch stolz auf sein Team. Es war bis zum Schluss im Spiel und kämpfte super. Immerhin: Mit dem Aufstieg ist die Saison ja ohnehin schon stark!

Auffälligste Spielerin beim TSV Flechtdorf: Henriette Fieseler (rechts, hier im Halbfinale gegen Landau)

Abpfiff nach 90 recht einseitigen Minuten. Der TSV Flechtdorf ist Waldecker Pokalsieger der Frauen 2019! Glückwunsch!

86. Minute: Da ist doch noch das Ding! Henriette Fieseler macht das 1:0 und damit wohl das "Golden Goal" für den TSV Flechtdorf. Oder kontert Volkmarsen nochmal?

Toooooooooooooor für Flechtdorf 1:0

Die Ränge füllen sich allmählich. Als "Zugabe" bekommen die Zuschauer im Frauenfinale eine Verlängerung zu sehen.

80. Minute: Noch 5 Minuten.Fällt hier noch ein Tor, oder gibt es 30 Extraminuten? Die Fans geben alles, die TSV-Frauen drücken weiter, doch das VfR-Bollwerk hält.

55. Minute: Es geht so weiter, wie es aufgehört zum Pausentee. Die Flechtdorferinnen machen das Spiel, die Volkmarserinnen halten dagegen, so gut es geht. Henriette Fieseler macht teilweise, was sie will. Aber: immer noch 0:0. Wann scheppert erst hier erstmals?

Nach kurzen technischen Problemen sind wir wieder zurück. Sorry!

Schiri Antonio Diaz hat das Finale der Frauen angepfiffen. Zur Pause steht es noch 0:0 in Dorfitter zwischen Flechtdorf und Volkmarsen.

Etwas fahrig begann die Partie, sicher auch, bei der großen Kulisse ist das sicher nicht verwunderlich. Flechtdorf übernahm dann mehr und mehr das Kommando, man sah, dass sie die bessere Spielanlage und Einzelspierinnen haben.

Die VfR-Damen schlagen sich aber bei ihrer Abwehrschlacht bisher ordentlich, wenn auch nach vorne nicht viel geht.

Die beste Chance hatte eben Henriette Fieseler für den TSV, doch sie traf nur das Lattenkreuz (32.).

Herzlich willkommen zum Liveticker vom Endspieltag aus Dorfitter!

Paar Wolken, ordentlich Sonne, und die Parkflächen füllen sich immer mehr -  beste Voraussetzungen zu einem packenden Endspieltag!

Während sich die Frauenteams warmmachen, geht das Auftaktmatch des Pfingstmontages zu Ende: Im Spiel um Platz drei gewann die SG Rhoden/Schmillinghausen gegen die SG Adorf/Vasbeck nach fairem Verlauf und meist lockerem Galopp mit 3:1 (0:1).

Markus Melcher brachte den freiwilligen KOL-Absteiger in der 42. Minute in Führung. Drei Minuten nach der Pause kam der A-Liga-Meister zum Ausgleich, nachdem Denis Delic ein Eigentor unterlaufen war.

In der Schlussphase fiel die Entscheidung zugunsten von Adorf/Vasbeck. Steffen Emde (73.) brachte die Willeke-Elf in Front, und kurz vor Ende machte André Böhle alles klar (88.). Platz drei geht an den KOL-Aufsteiger - Glückwunsch!

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