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Mit neuen Namen gegen Bad Soden? - Spekulationen über Ullbrich-Comeback in der „Ersten“ beim SC Willingen

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Von: Gerhard Menkel

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Drunter und drüber: Florian Heine vom SC Willingen geht beim 3:3 gegen Bad Soden Ende Mai gemeinsam mit Kevin Pezzoni nach einem Zweikampf zu Boden. Am Sonntag dürften sich beide erneut begegnen.
Drunter und drüber: Florian Heine vom SC Willingen geht beim 3:3 gegen Bad Soden Ende Mai gemeinsam mit Kevin Pezzoni nach einem Zweikampf zu Boden. Am Sonntag dürften sich beide erneut begegnen. © bb

Willingen – Über eine Rückkehr von Max Ullbrich in die Verbandsliga-Mannschaft des SC Willingen ist bisweilen schon spekuliert worden. Ein Comeback des 31 Jahre alten Stürmers scheint am Sonntag (15 Uhr) im Heimspiel gegen die SG Bad Soden nicht ausgeschlossen zu sein.

Bis jetzt hat allein die Reserve des SCW in der Kreisoberliga den Nutzen aus Toren (sieben) und Assists von der Rückkehr von Ullbricht gezogen. Trainer Dardan Kodra nährt solche Mutmaßungen.

Nachdem im Gespräch die grundsätzliche Rollenverteilung für die kommende Partie geklärt ist – „wer die Tabelle lesen kann, sieht, wo wir stehen (16.) und wo Bad Soden (3.) steht“ –, sagt der Trainer: „Trotzdem rechnen wir uns was aus.“ Das muss er wohl sagen. Dass er das 3:3 der Willinger gegen die Sodener Ende Mai als Mutmacher herbeiholt, ist okay. Aber das scheint ein Fußballlichtjahr weit weg zu sein.

Interessanter wird es, als Kodra erzählt, dass sich Vorstand und komplettes Trainerteam, also auch die Coaches der „Zweiten“, zur Aussprache getroffen haben. Ergebnis: „Wir wollen auf jeden Fall eine personelle Veränderung vornehmen, um einen neuen Impuls zu setzen.“ Kodra bittet um Verständnis, dass er Namen nicht nennen könne. „Es ist nichts fix.“ Die Hoffnung sei jedenfalls, dass die Mannschaft mit neuen Gesichtern defensiv stabiler stehe und offensiv mehr Gefahr ausstrahle. Für den Offensivjob wäre Ullbrich erste Wahl.

Der 31-Jährige, in der Saison 2019/20 aus disziplinarischen Gründen vom SCW geschieden, schoss in der Vorsaison Landesligist SV Brilon zum Klassenerhalt. Das Hoch der am Sonntag spielfreien Reserve als aktuell Dritter der KOL ist nicht nur, aber auch mit ihm verbunden.

Persönliche Eitelkeiten dürfen keine Rolle spielen.

Kodra würde das Momentum dieses Erfolgs gern für die „Erste“ nutzbar machen. „Am Ende des Tages geht es um den ganzen Verein.“ Persönliche Eitelkeiten dürften da keine Rolle spielen.

Ob nun mit oder ohne frische Spieler: Gegen die auf Aufstieg gepolte SG mit ihren ehemaligen Halb- und Vollprofis sind die Upländer Außenseiter. Kodra weiß das. Einen Plan hat er trotzdem. Der Gegner sei sehr erfahren. Das könne in punkto Dynamik auch ein Nachteil sein. Da will der Trainer ansetzen.

Die SG tue sich schwer, nach Ballverlusten auf Abwehr umzuschalten. Selbst tief zu stehen, sie herauszulocken und sie dann mit hohem Tempo zu überspielen, das könnte eine Erfolgsformel sein. „Wir müssen aber einen lupenreinen Tag erwischen und hoffen, dass Bad Soden einen nicht ganz so guten Tag erwischt. Dann ist vielleicht was drin“, weiß Kodra.

Dazu passend, kann er anders als beim jüngsten 1:3 in Lehnerz wieder Florian Heine, Christian Kuhnhenne und Tim Albrecht einsetzen. Fraglich bleibt ein Einsatz von Matthias Bott. Eric Kroll (Verdacht auf Muskelfaserriss) und Keeper Michael Schirk (Zerrung) fehlen. (mn)

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