Durchmarsch mit Ehrgeiz und Teamgeist

Neukirchen/Sachsenberg gelingt Aufstieg in die Kreisliga A

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B-Liga-Meister, SG Neukirchen/Sachsenberg, hinten von links: Holger Maurer, Martin Hummel, Niklas Rennemann, Ali Tarkan Al Tameeni, Sebastian Schäfer, Jan Poroffschek, Nico Heimbächer, Fan Andreas Werka, Fan Detlef Werka, Fan Markus Lechky, Tobias Schmidt, Yannik Isken, Kevin Damen, Jens Grese; mittlere Reihe von links: Betreuer Friedhelm Naumann, Spielertrainer Alexander Köster, Maurice Jenny, Spielerfrau Claudia Hummel, Steve Wenzek, Horst Wendt, Spielerfrau Abouifadel Alhaie Sahar, Daniela Baustian, Dirk Emmert (1. Vorsitzender Neukirchen), Sören Bötzel, Vladimir Richert, Rainer Jenny (Betreuer), Albert Bobsin (1. Vorsitzender Sachsenberg). Es fehlt der sich im Urlaub befindende Artur Schweigert, dessen Trikot Richert hochhält. 

Neukirchen/Sachsenberg. Wenn Alexander Köster von seiner Mannschaft spricht, gerät er ins Schwärmen. „Die haben sogar Schichten getauscht, um beim Training und bei den Spielen dabei zu sein. Und das in der B-Klasse. Das habe ich nicht einmal in Altenlotheim erlebt, sagt der Anlagenmechaniker, der bis vor zwei Jahren 18 Jahre beim ehemaligen Gruppenligisten kickte und dann „eigentlich aufhören“ wollte, „bevor mich die Sachsenberger überredet haben, als Spielertrainer bei ihnen weiterzumachen.“ So übernahm der heute 40-Jährige im Sommer 2016 den damaligen C-Ligisten SG Neukirchen/Sachsenberg. „Ich dachte, okay probierst du es mal“, sagt der zweifache Familienvater und stellte schnell fest, dass es die Kicker nicht gewohnt waren, nach den Partien noch zusammenzusitzen.

Köster: „Sind alle Kumpels“

„Das kannten die nicht“, was der gebürtige Sachsenberger schnell änderte. „Mittlerweile sind das alle Kumpels und ein verschworener Haufen. Auch die Ersatzspieler waren immer mit ganzem Herzen dabei“, sagt Köster und nennt neben dem Ehrgeiz, „den Teamgeist und den Zusammenhalt“ in seinem 20er Kader als wichtige Gründe für den Durchmarsch in die Kreisliga A. Den machte die SG mit dem 5:1-Sieg in Helsen am Montag bereits einen Spieltag vor Schluss perfekt.

„Wir hatten uns vor der Saison ausgemalt, unter den ersten Fünf mitspielen zu können, aber nicht mit der Meisterschaft gerechnet. Dass es dann so toll geklappt hat, das ist natürlich ein großer Verdienst unseres Trainers, der eine starke Mannschaft zusammengestellt hat. Er legt großen Wert auf Disziplin und Dinge wie Pünktlichkeit oder einheitliches Auftreten“, sagt der SG-Vorsitzende Albert Bobsin über Köster.

Nur drei Niederlagen kassiert

Für den selbst noch im offensiven Mittelfeld kickenden Coach, den es überraschte, dass die SG vorzeitig Meister wurde, war sein Team „spielerisch allen anderen Mannschaften überlegen“. Anfang Oktober hatte die SG, die mit zwölf Siegen und zwei Remis gestartet war, die Tabellenführung übernommen und diese auch bis zur Winterpause, die nach den einzigen Niederlagen bis dahin gegen Altenlotheim II (0:1) und Odershausen (3:4) „gerade recht kam“, behauptet. Nur nach der 0:3-Pleite in Strothe war der spätere Vizemeister TSV für zwei Tage Tabellenführer, bevor die SG (105 Tore, zweitbester Angriff) nach der dritten und letzten Niederlage mit acht Siegen in Folge alles klar machte.

Und das, obwohl Vladimir Richert nach seinem Muskelfaserriss in Strothe erst in Helsen wieder kicken konnte. Mit 38 Treffern war der zweitbeste Torjäger der Liga der herausragende SG-Spieler. „Er ist ein absoluter Knipser und kaltschnäuzig vor dem Tor“, sagt Köster über den Mittelstürmer. Der wurde von den iranischen Flügelflitzern Alhaie Sahar (14 Tore) und dem in der Winterpause von Inter Korbach gekommenen Ali Al Tameemi (12) unterstützt. Auch Offensivmann Maurice Jenny, Kapitän Martin Hummel und der defensive Mittelfeldmann Holger Maurer zählen zu den Stützen der SG, die zusammen bleibt. (jh/mn)

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