Verbandsliga Nord: SC Willingen soll gegen Rothwesten häufiger Verstand einschalten

Nicht ans Hinspiel denken

+
Augen auf im Abstiegskampf. Daniel Butterweck (Willingen) hält sich im Duell gegen Binguel (Rothwesten, links) nicht an diese Anweisung. Christoph Keindl (Mitte) fehlt am Sonntag.  

Willingen. An das Hinspiel will Uwe Schäfer nicht mehr denken. 1:7 ging der SC Willingen beim TSV Rothwesten baden. „Ich hatte bei diesem Spiel keinen Spieler auf der Bank“, sagt der Trainer. Dort sitzen am kommenden Sonntag (15 Uhr) wieder mehr kickende Willinger und die gesamte Mannschaft trägt vermutlich auch mehr Selbstvertrauen in sich als an jenem Septembertag.

 Das 3:3 gegen den SV Eschwege am Ostermontag war schon ein gefühlter Sieg, denn die Mannschaft ist nach einem späten 1:3-Rückstand noch einmal mit Macht zurückgekommen. Der Wille - größte Stärke „Wir schaffen das“ - der Glaube an diesen Satz, dass den Willingern die Flucht vor dem Abstieg aus der Verbandsliga gelingt, sieht Schäfer derzeit als die größte Stärke seines Teams an. „Diese Willenskraft ist nicht nur im Spiel, sondern auch im Training zu sehen“, sagt der Coach.

Und auf die Frage, welchen Makel sein Team schnellsten abstellen sollte, damit der Klassenerhalt auch reale Formen annimmt, kommt die Antwort des Trainers wie aus der Pistole geschossen: „Der Verstand. Den müssen wir häufiger einschalten, um schlauer zu spielen. Clevere Aktionen sind meist effektiver und besser als die Brechstange herauszuholen.“

Diese Cleverness sieht Schäfer auch als eine Stärke des TSV Rothwesten. „Das ist eine abgeklärte Mannschaft mit einem gefährlichen Torjäger Geisler vorne drin, aber es ist für uns eine machbar Aufgabe.“ Damit drei Punkte in Willingen bleiben, sollte im Gegensatz zum Hinspiel vor allem das Stellungsspiel in der Defensive lückenloser gestaltet werden. Der Verstand ist es wohl auch, der jedem Spieler sagt, du musst besser im Raum stehen, mehr laufen und im Spiel gegen den Ball näher am Gegenspieler stehen. Diese Fehler waren vor allem in der Anfangsphase gegen Eschwege auffällig.

Sorgen bereitet dem Coach hingegen, dass hinter dem Einsatz von Manfred Feistner weiterhin ein Fragezeichen steht. Auch das Fehlen von Urlauber Christoph Keindl muss das SCW-Team weiterhin hinnehmen. (rsm)

Mehr lesen Sie in der Freitagausgabe der WLZ

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare