Saisonrück- und -ausblick der Zweitplatzierten der B- und C-Liga

Späte Freude, aber viel Vorfreude bei SG Landau und Massenhausen

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Nehmen die A-Liga in Angriff: Johannes Ramme (links) und Marcel Rennert von der SG Nieder-Waroldern/Landau, hier im Kopfballduell (gegen Rene Schä fer von Höringhausen/Meineringhausen II). 

Sie mussten im Fußballkreis Waldeck am längsten warten bis sie wussten, dass sie aufsteigen: Die Zweitplatzierten und potenziellen Releganten.

Seit dem Verbandstag ist klar: Die Corona-Saison hat ein Happy end für den TuSpo Mengeringhausen II, die SG Nieder-Waroldern/Landau und den TuS Massenhausen.

„Der HFV und die Delegierten des Kreises um Gottfried Henkelmann haben eine gute Entscheidung getroffen, auch die Zweitplatzierten aufsteigen zu lassen“, sagt Wilhelm Gutmann, Vorsitzender der Massenhäuser. Sie blicken wie auch B-Liga-Vize Landau nach vorn und verraten auf dieser Seite, wie sie ans Ziel gekommen sind. Die Mengeringhäuser hatten intern beschlossen, mit der Zweiten die KOL in Angriff zu nehmen.

NiederWaroldern/Landau meldet zweite Mannschaft

Der Blick geht voraus bei den Kickern aus Waroldern und Landau. Am Tag des Anrufs des WLZ-Reporters hat Christoph Klein das erste Vorbereitungsspiel ausgemacht. „Wir nehmen mal Mitte August in Angriff“, verrät der Trainer der SG, die hauchdünn hinter Blau-Gelb Korbach II Zweiter der B-Liga geworden ist und nun erstmals seit acht Jahren wieder in der A-Liga spielt. 

Dass der Verband plant, am 1. September mit der neuen Saison zu beginnen, ist beim Aufsteiger gut angekommen. „Die Jungs sind heiß“, sagt Klein, der eigentlich noch warten wollte mit dem Trainingsstart, aber diese Rechnung ohne seine fußballwilligen Spieler gemacht hat. „Sie haben gesagt, das geht nicht.“ So rollte also schon der Ball als willkommenes Beschäftigung nach der langen Zwangspause.

Offensive und Youngster überzeugen

Bevor diese begann, hatte Nieder-Waroldern/Landau eine deutlich bessere Hinrunde hingelegt als im Jahr zuvor – damals hatte ein schwacher Start den Aufstieg gekostet. „Dieses Mal wollten wir unbedingt hoch“, verrät Trainer Klein – doch im Topspiel gegen Blau-Gelb (0:2) wollte man es vielleicht zu sehr. „Das war Kopfsache und unser schlechtestes Spiel“, meint Klein, dessen Team ansonsten nur noch in Fürstenberg (1:3) nicht punktete. 

Die Offensive bezeichnet der Coach als eine der Stärken. Hinter Topmann Lukas Deparade, der in 12 Spielen 20 Mal traf, kommen Johannes Ramme und Hendrik Herwig gemeinsam auf genauso viele „Buden“. 

Außerdem gehören im jungen SG-Team einige Youngster bereits im ersten oder zweiten Seniorenjahr zu den Leistungsträgern. Klein nennt als Beispiele Lukas John und Florian Eckert. „Mir ist nicht bange“, sagt der SG-Coach auch deshalb mit Blick auf die neue Saison, „zumal wir oft gut aussehen, wenn der Gegner das Spiel macht“. 

Ein Abenteuer wird die Saison mit Sicherheit: Erstmals hat die SG eine zweite Mannschaft gemeldet (C-Klasse). Denn mit fünf Neuzugängen aus der eigenen Jugend und zwei reaktivierten Akteuren zählt der Kader künftig 35 Spieler. Kleins Ziele mit der SG: „Nicht nur hinten rumkrebsen und stets genug Leute für die Zweite haben“.

Massenhausens Trumpf: Für- und Miteinander

Sie sind das einzige Team in Waldeck, dass durch Quotientenregel von Platz eins zurückfiel. Aufstieg zum 100-jährigen Jubiläum – damit wurde es aber nun doch etwas für den TuS Massenhausen.

Erst Erster, dann Zweiter, aber nun doch Aufsteiger: Das Team des TuS Massenhausen (im Bild ein Teil des Kaders). 

„Ich bin stolz auf unsere Mannschaft und Trainer Lutz Fechner, der seit Jahren eine tolle Leistung bringt“, sagt Vorsitzender Wilhelm Gutmann. Fechner habe es geschafft, mit Spielern vieler Nationen eine kampf- und spielstarke Mannschaft zu formen und den Fußball im kleinen Ort am Leben zu erhalten. 

Dass die Nordwaldecker nun aufsteigen, zeigt sich auch darin, dass sie die direkten Konkurrenten fast alle besiegt haben – Ausnahme war das zweite Saisonspiel gegen Helsen, als ein großer Teil der Mannschaft noch im Urlaub war und der TuS zu Zehnt beginnen musste. 

Zweites besonderes Spiel der Saison: das 3:4 bei Ittertal II Ende August. „Nach dieser unnötigen Niederlage mit viel Stress auf dem Platz und vor allem nach dem Spiel haben wir uns ausgesprochen und entschieden: Nur zusammen können wir unsere Ziele erreichen“, blickt Dardan Muhadri, Kapitän des TuS, zurück. 

"Wurden zu einem echten Team"

Und tatsächlich: Danach lief es sehr gut für die Massenhäuser, die nur noch einmal verloren. Muhadri spricht von einem „guten Gesamtpaket“ als Stärke des Kaders. „Die Favoriten hatten mit unserer kompakten Spielweise nicht gerechnet“, ergänzt Trainer Fechner. Nach anfänglichen Schwierigkeiten habe man nicht mit dem Aufstieg rechnen können, aber das Team habe sich stabilisiert, so der Coach. „Das Miteinander und Füreinander gab den Ausschlag. Wir wurden zu einem echten Team, haben daher unser Saisonziel erreicht.“ 

Nun hofft Fechner, dass der Einstieg in die B-Liga gut gelingt und dass seine Elf dort an ihre Spielweise und unserem Teamgeist anknüpfen kann. (schä)

Schon lang ist's her: Das war die Saison in den Waldecker Kreisligen

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