An diesem Freitag das Hinspiel der Relegation

TSV Berndorf, SG Eppe: Zweite Chance auf Kreisoberliga

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Ein Wiedersehen der ungewollten Art gibt es zwischen der SG Eppe/Nieder-Schleidern mit Lars Vahland (rechts) und dem TSV Berndorf mit Daniel Standke in der KOL-Relegation. 2018 gewann Berndorf das Waldecker Pokalfinale mit 3:1.

Eppe – Schon wieder ein Endspiel am Saisonende zwischen den Fußballern des TSV Berndorf und der SG Eppe/Nieder-Schleidern: Vor einem Jahr ging es um den Waldecker Pokal, diesmal um einen Platz in der Kreisoberliga.

Genau genommen sind es zwei Endspiele. Das Hinspiel steigt an diesem Freitag ab 19 Uhr in Eppe. Ob vier Teams ab- oder vier aufsteigen, diese Frage wird abschließend am kommenden Mittwoch beantwortet – im Rückspiel in Berndorf, das - der Vollständigkeit halber - im Pokal mit 3:1 die Oberhand behielt.

Weg in die Relegation

Hätte unterschiedlicher kaum sein können. Eppe/Nieder-Schleidern wusste in der Kreisliga A schon lange, dass es etwas werden könnte mit dem Aufstieg. Zumindest Platz vier war sicher, der direkte Aufstieg ging spätestens am vorletzten Spieltag flöten, als die Elf von Björn Emde in Usseln unterlag. „Wir hatten auf den Direktaufstieg gehofft. Aber in Usseln haben wir Platz drei verspielt, da war mehr drin für uns“, sagt der SG-Trainer.

Der TSV Berndorf wusste zunächst gar nichts von der Zusatzchance. „Wir waren schon vier Stunden abgestiegen“, sagt Jan Kleeb in Anspielung auf die erst am Samstagabend mitgeteilte Entscheidung der SG Rhoden, sie verzichte auf die relegation. „Das setzt natürlich Kräfte frei, nach den Motto: Wir wollen nicht noch mal absteigen“, meint Kleeb.

Der für die neue Runde als Nachfolger von Friedrich Knipp verpflichtete Trainer soll die Mannschaft schon jetzt vorbereiten und coachen. Das war der Wille des Vorstands. „Man war der Meinung, dass die Relegation schon zur neuen Saison gehört“, erklärt Kleeb. Viel könne er in der Kürze, zumal taktisch nicht tun, er wolle versuchen, positiv aufs Team einzuwirken.

Der Druck

Die Berndorfer, die zur nächsten Saison auf einige Spieler verzichten müssen (Wechsel und Karriereende), haben mit der Entscheidung gezeigt, dass sie die zweite Chance auf die KOL nutzen wollen. „Die, die uns verlassen, werden alles dafür tun, nicht mit einem Negativerlebnis zu gehen“, hofft Jan Kleeb.

Ähnlich äußert sich Kollege Emde: „Klar, wenn du Relegation spielst, willst du auch aufsteigen“, sagt er. Gelänge dies nicht, wäre dies aber kein Beinbruch, versichert er. „Unsere recht junge Mannschaft würde aber dazulernen, auch wenn die KOL schwer werden dürfte.“

Die Taktik

„Es wird sehr schwer, wenn Berndorf alle an Bord hat“; meint Björn Emde, der sich ein paar „Schränke“ mehr im Team wünschen würde, um für die langen Bälle auf die kopfballstarken Berndorfer Spitzen besser gerüstet zu sein. Die SG will aber ihr Heil auch in der Offensive suchen. Emde: „Das Heimspiel wollen wir gewinnen, um weiter Chancen zu haben.“

Jan Kleeb hält das Verteilen einer Favoritenrolle in solchen Vergleichen für unsinnig. „Aber wir wollen uns auch unsere Spielanteile sichern.Wir gehen aber mit Demut an die Sache“, sieht der Gästecoach keine Gefahr von Überheblichkeit.

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