Relegation zur Kreisoberliga: Lelbach/Rhena erwartet schwer angeschlagene TSV/FC-Reserve

A-Ligist ist der Favorit

+

Rhena/Korbach. Es geht um den letzten freien Platz in der Fußball-Kreisoberliga Waldeck.

Noch hält ihn der TSV/FC Korbach II als Tabellenvorletzter, aber A-Liga-Vizemeister SG Lelbach/Rhena macht ihm dem Nachbarn streitig. Der Auftakt der Relegation am Donnerstag  (15 Uhr) in Rhena angepfiffen, die Entscheidung fällt am nächsten Mittwoch auf der Hauer.

Die Favoritenrolle will Karsten Trachte trotz der zuletzt hohen Niederlagen der Gäste nicht einfach annehmen. „Die Ergebnisse waren ja sehr deutlich, aber wenn wir uns darauf verlassen, das wäre fatal“, findet der SG-Spielertrainer den Gegner schwer einschätzbar: „Eine reine Wundertüte“. Trachte rechnet durchaus damit, dass bei Korbach der ein oder andere Akteur reaktiviert werden könnte.

Die TSV/FC-Reserve baut auf den Kader, der beim Saisonfinale das volle Dutzend kassiert; es fehlt nur Lukas Rojek. Dafür ist als einzige mögliche Leihgabe aus dem Gruppenliga-Kader Valerij Walger weiter an Bord. „Wir müssen versuchen, das Ding wieder glatt zu biegen“, spricht Norbert Henkler aus, was Trainer Michael Maron und das Team umsetzen sollen. Henkler, Vorstandsmitglied und Trainer, betonte, „dass in Ederbringhausen keiner mit der Einstellung ins Spiel gegangen ist, wir schenken das hier ab“.

Herausgekommen sei dennoch, so Henkler, „ein Desaster mit Aussetzern, die ich im ganzen Leben noch nicht gesehen habe“. Trotz aller Verunsicherung werde die Mannschaft mit besserer Einstellung auflaufen. Die Favoritenrolle sieht er beim A-Ligisten: „Die sind in der Erfolgsspur, während es bei uns Schritt für Schritt rückwärts gegangen ist.“ Dennoch würden die Spieler den Kopf nicht in den Sand stecken. „Jeder muss nur das spielen, was er kann.“

Die Gastgeber stehen für sich selbst überraschend an der Schwelle zur KOL. Das Projekt Aufstieg war auf drei Jahre angelegt. Deshalb ist für den im Sommer gekommenen Trachte die Saison bereits ein Erfolg, egal wie die Relegation ausgeht. „Aber natürlich wollen wir jetzt auch aufsteigen.“ Dabei baut der Spielertrainer, selbst 29facher Torschütze, auch auf die Treffsicherheit von Noch-A-Junior Sebastian Müller (24) und Patrick Messner (19). (ni)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare