Schwierige Situation für Fußballprofi Fabian Bäcker – Vertrag in Offenbach läuft aus

Saisonaus wegen Knie-OP

+
Hart gelandet, statt abgehoben. In dieser Pose möchte sich Fabian Bäcker (li.) am liebsten wieder sehen: Fußballspieler mit Torerfolg. Doch nach seiner Verletzung muss er sich in Geduld üben.  

Offenbach. Niedergeschlagen wirkt er nicht. Kurz und knapp beschreibt er seine Situation mit „nicht berauschend“. Fabian Bäcker, der Fußballprofi in Diensten von Regionalligist Kickers Offenbach, muss operiert werden – das vorzeitige Saisonende für den ehemaligen Eimelroder.

Bäcker hatte in den ersten sieben Partien der Saison jeweils gespielt, dabei zwei Tore erzielt und eins vorbereitet. Dann bremsten ihn stärker werdende Knieschmerzen aus. Ursache war ein Ödem im Oberschenkelknochen nach einem Schlag aufs Knie. „Ich habe pausiert und ein Aufbautraining absolviert“, erzählt der Offensivspieler. Es wurde besser und bei der 0:1-Niederlage bei Astoria Walldorf am 23. Oktober wurde er zehn Minuten vor dem Ende eingewechselt. Es war aber sein bislang letzter Einsatz für die Kickers, „am Tag danach ging es mir wieder schlechter“.

Die weiteren konservativen Versuche, etwa mit Stromtherapie das Ödem abzubauen, scheiterten. Auch die Besuche beim Mannschaftsarzt von Eintracht Frankfurt und auch auf Vermittlung von Bäckers Freund Marco Reus beim Mediziner von Borussia Dortmund brachten keine Lösung.

„Nach zwei, drei Tagen Training mit fußballspezifischen Bewegungen hatte ich wieder Beschwerden“, erklärt der 25-Jährige, der bei Borussia Mönchengladbach groß und Profi geworden ist. Im ersten seiner zwei Bundesligaspiele 2010 erzielte er gleich ein Tor. Er konnte sich letztlich nicht durchsetzen und kam über Alemannia Aachen an den Bieberer Berg.

Nun soll der Knochen aufgebohrt werden, um den Stoffwechsel anzuregen, damit die Ödem-Flüssigkeit endlich abläuft. „Der Heilungsverlauf dauert drei bis vier Monate“, muss sich Bäcker mit dem vorzeitigen Saisonaus abfinden. Das fällt ihm umso schwerer, weil sein Vertrag ausläuft und der damit keine Möglichkeit mehr hat, sich beim neuen Trainer anzubieten. Unter der Woche wurde Oliver Reck als Nachfolger von Rico Schmitt vorgestellt. Immerhin ist Bäcker für den früheren Keeper von Werder Bremen und Schalke 04 kein Unbekannter.

 

Mehr lesen Sie in der Samstagsausgabe der WLZ

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare