Die SG Bad Wildungen/Friedrichstein will ihr 25. Jubiläum möglichst weit oben in der Gruppenliga feiern

Sanftes Liebäugeln mit Platz zwei

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Harte Landung auf dem Boden der Tatsache: Mit 0:3 unterlag die SG Bad Wildungen Spitzenreiter Eintracht Baunatal, hier vertreten mit Eray Agzikara (links) im Zweikampf mit Daniel Gutheil. 2. v. rechts SG-Trainer Daniel Döring.

Die SG Bad Wildungen/Friedrichstein war als Vizemeister und Titelanwärter in die Runde gegangen. Der Vierte in der Wintertabelle kam jedoch nicht immer mit der Favoritenrolle zurecht und im direkten Vergleich mit Spitzenreiter Eintracht Baunatal (0:3) schon einmal an seine Grenzen.

Im direkten Vergleich mit dem aktuellen Zweiten TSV Wabern (3:1) zeigten die Badestädter zwar Durchsetzungsfreude und optimale Chancenverwertung, Tugenden, die allerdings gerade im September und Oktober vermisst wurden. Trotz zuletzt vier Siegen und einem Remis sind diese Defizite die Hauptbaustellen im Training für die Restrunde.

Die Vorbereitung

Der Trainingsauftakt ist auf den 30. Januar angesetzt, bis dahin stehen allerdings schon Lauf- und Ausdauereinheiten auf dem Programm. Bei den Trainingsplätzen ist die SG gut aufgestellt: „Wir haben zwei Rasenplätze und den Hartplatz in Altwildungen, wenn nicht gerade 30 Zentimeter Schnee liegen, dann können wir trainieren“, sagt Trainer Daniel Döring.

Der Schwerpunkt der Vorbereitung soll klar auf der Weiterentwicklung im spielerischen und taktischen Bereich liegen, die Grundlagen in Sachen Kondition legen die Spieler in eigener Verantwortung nach einem individuell für sie erstellten Programm. „Wir haben uns während der bisherigen Runde mit der Favoritenrolle schwergetan, weil wir nicht in der Lage waren, das Spiel zu machen“, verweist Döring auf ein Problemfeld, das er mit Einheiten zum Thema Tempo und Technik angehen will. Die zweite Hauptbaustelle ist die Chancenverwertung: „Wir schießen zu wenig Tore, das hat man auch zuletzt wieder in der Halle gesehen. Während dieser Vorbereitung wollen wir dies in den nächsten Wochen grundsätzlich lösen“, so Döring Insgesamt fünf Testspiele hat die SG vereinbart.

„Bei den Vorbereitungsgegnern haben wir die Messlatte bewusst hoch angelegt“, so Döring, vermeintlich stärkster Gegner ist der TSV/FC Korbach. Die Trainingsleistungen entscheiden darüber, wer am 6. Februar mit der Reserve zu Hause gegen den SV Oberschledorn (HSK-Kreisliga A) antritt oder zum Gastspiel beim Gruppenligisten VfB Wetter aufbricht. Die weiteren Testspiele: beim TSV Wolfsanger (6.2.), beim TSV/FC Korbach (13.2.), gegen SC Willingen II (14.2.), beim FSK Vollmarshausen (23.2.).

Das Personal

Christian Schwalm, der in dieser Serie noch kein Spiel für die SG bestritten hat, wechselt zur TSG Sandershausen. Persönliche und berufliche Gründe spielen laut Michael Neuhaus aus dem SG-Vorstand eine Rolle. „Der Wechsel wurde sauber mit uns abgesprochen“, erklärte Neuhaus. Ansonsten ist alles beim Alten: Die Durchgängigkeit zwischen beiden Mannschaften und der damit verbundene Konkurrenzkampf bleiben weiterhin Prinzip: „Für keinen Spieler, der in der Hinrunde zum Stamm gehört, gibt es eine Garantie, dass es so bleibt, außer der eigenen Leistung“, sagt Döring. Von den zahlreichen Verletzten und Rekonvaleszenten der Hinrunde fehlt nur noch Steffen Pehlke, der sich im Dezember am Meniskus operieren ließ und Anfang Februar wieder ins Lauftraining einsteigt.

Die neuen Ziele

„Wir wollen so weit vorn wie möglich mitspielen“, sagt Trainer Döring. Da nach seiner Lesart Baunatal wohl durch ist und Wabern („hat auch eine sehr konstante Runde gespielt“) „wohl zu Recht auf Platz zwei“ stehe, wäre das Rang drei. Wo die Reise hingeht, wissen die „Vereinigten“, die im 25. Jahr der SG im Sommer übrigens Silberhochzeit feiern, nach dem dritten Spiel im diesem Jahr: Altenlotheim, Körle und Baunatal heißen die ersten drei Gegner. „Ein zuverlässiger Gradmesser“, sagt Döring, der zumindest die Vizemeisterschaft noch nicht abgehakt hat. „Ob es doch noch zu Platz zwei reicht, wird sich im Lauf der Restrunde zeigen“, sagt er. Und: „Ganz entscheidend ist dabei, wie schnell und zuverlässig wir die Fehler der Hinrunde abstellen können.“

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