Fußball-Verbandsliga:

SC Willingen bringt in Dörnberg 2:0-Führung nicht über die Zeit

 Jan-Niklas Albers  gegen den Dörnberger Rico Lotzgeselle.
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Fuß vor und bloß nicht flanken lassen: Dieser Satz scheint gerade dem Willinger Jan-Niklas Albers durch den Kopf zu gehen als er in den Zweikampf gegen den Dörnberger Rico Lotzgeselle geht.

Am Ende überwog die Enttäuschung im Willinger Lager über das 2:2 (0:1) im Verbandsligaspiel beim FSV Dörnberg.

Dörnberg – „Wir haben eine 2:0-Führung nicht über die Zeit gebracht, deshalb ist ein Punkt zu wenig“, sagte SCW-Coach Till Frigger, der für den verhinderten Dardan Kodra die Mannschaft an diesem Abend betreute. Dabei fing der SC Willingen da an, wo er beim 4:0 in Udenhausen aufgehört hatte. Druckvoll mit einer kontrollierten Offensive, die aber schnell einige gute Tormöglichkeiten kreierte.

Die erste gute Chance wurde durch eine Flanke von Jerome Löber eingeleitet. Jonathan Vach (6.) nahmden Ball an und seinen Drehschuss von halbrechts lenkte Torwart Nico Bergner gerade noch über die Latte. Vach hatte in der 18. Minute erneut die Führung auf dem Fuß, aber sein Schuss wurde von einem Verteidiger im letzten Moment zur Ecke abgeblockt.

Eine Minute später bereitete Florian Heine die Führung für die Willinger vor. Er bedient Yasin Dogan mit einer Maßflanke, die der Stürmer mit einem Kopfball aus fünf Metern im Tor der Dörnberger unterbrachte.

Doch mit der Führung ging auch die Dominanz der Willinger etwas verloren. Es wurde bei einigen Akteuren plötzlich mehr Unruhe am Ball beobachtet. Es war auch solch ein leichter Ballverlust im Mittelfeld in der 29. Minute, der Pasqual Kemper in Ballbesitz kommen ließ. Der nahm sich die Kugel und ging damit auf und davon, traf aber nur das Außennetz.

Derselbe Spieler steht nur vier Minuten später im Strafraum der Willinger als Rico Lotzgeselle ihn mit einer Flanke bediente, eine Drehung ein Schuss, der Ball fliegt über das von Yannik Wilke gehütete Willinger Tor.

Nach dem Seitenwechsel kam der SC Willingen wieder gut erholt aus der Kabine. Alles unter Kontrolle. Das Spiel schien spätestens auf die Seite der Upländer zu kippen als Jan Henrik Vogel in der 55. Minuten mit einem schönen Pass Vach auf die Reise schickte. Der ließ sich von niemanden mehr aufhalten und schob den Ball aus rund zwölf Metern von halbrechts flach ins lange Eck zum 2:0 für die Gäste.

Trainer Frigger mit Willinger Leistung nicht unzufrieden

Doch die Dörnberger steckten nicht auf und wurden dafür in der 76. Minute mit dem Anschlusstreffer belohnt. Dauber startete ein Solo über die rechte Seite, ließ auch Torwart Wilke aussteigen, schob den Ball flach in die Mitte und Kemper musste nur noch den Fuß hinhalten.

Torwart Wilke rettete in der 80. Minute die Führung, nachdem er einen Drehschuss von Kevin Richter entschärfte. Aber auch die Willinger hatten noch Möglichkeiten. Vachs Schuss aus rund 20 Metern war nicht platziert genug.

Die Dörnberger verloren aber nie den Glauben, hier doch noch zu punkten. Und in der 86. Minute wurden sie dafür belohnt. Die Willinger bekamen den Ball nicht aus ihrem Strafraum und aus dem Gewühl heraus kam Lotzgeselle an den Ball. Sein Schuss fand dann den Weg durch Freund und Feind über die Torlinie zum Ausgleich.

Dennoch war Frigger mit der Leistung seiner Mannschaft nicht unzufrieden. „Wir haben alles reingeworfen, standen sogar in der zweiten Halbzeit deutlich stabiler als in der ersten, bringen uns aber durch zwei dumme Fehler um den verdienten Lohn.“ (rsm)

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