Beim Gastspiel heute in Lichtenau lassen die Trainer rotieren

SC Willingen: Jugend forsch im Hessenpokal

Sean Querl vom SC Willingen (rechts), dessen Schuss Naci Kara (Türkgücü Kassel) blockt.
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Einer der jungen Spieler im Willinger Team: Sean Querl (rechts), dessen Schuss im Liga-Spiel am Sonntag der Kasseler Naci Kara blockt.

Der SC Willingen steht vielleicht vor seinem letzten Mittwochsspiel des Jahres. Wenn der heimische Fußball-Verbandsligist allerdings heute Abend (19.30 Uhr) seine Hessenpokal-Partie beim Lichtenauer FV gewinnt, ist eine weitere Englische Woche gebucht.

Hessisch Lichtenau – Denn auch das Achtelfinale wird noch vor der Winterpause durchgezogen. „Sonst kriegen wir die Kurve nicht“, sagt Pokalleiter Matthias Bausch vom Verband.

Der Termin ist offen, braucht aber den Stresspegel der Upländer noch nicht hochzutreiben. Erst mal müssten sie erneut auf Kunstrasen in Hessisch Lichtenau bestehen – wie vor genau vier Wochen beim 1:0 in der Liga. Der Erfolg stellte eine gelinde Überraschung dar, und SCW-Trainer Dardan Kodra sagt: Der Gegner wisse nun, was auf ihn zukomme.

Nämlich eine Mannschaft, die zuletzt dreimal hintereinander gewonnen und bisher nur einen Punkt weniger als der hochambitionierte Aufsteiger eingetütet hat, bei allerdings einem Spiel weniger. Dieses weniger kann eine Rolle spielen. Lichtenau legte am Wochenende bekanntlich eine Corona-Zwangspause ein. Der Verdacht, dass ein Spieler der ersten Mannschaft möglicherweise infiziert sei, bestätigte sich dann nicht, doch der LFV konnte ausruhen. Der SCW nicht.

Vogel und Schilling in der Innenverteidigung

Die Dauerbeanspruchung der Spieler ist ein Thema. Kodra sagt: „Die Belastung in den letzten vier Wochen war extrem hoch.“ Mal auszusetzen kann da einen Vorteil bedeuten. Zumal Kodra und sein Trainerkollege Rainer Schramme, der in Lichtenau nicht dabei sein kann, wegen der vielen Einsätze beim Personal rotieren wollen. „Das soll nicht heißen, dass wir das Spiel herschenken; wir wollen in die nächste Runde“, betont Kodra.

Es bedeutet aber auch eine Pause für den einen oder anderen Leistungsträger. Die Trainer planen mit einer besonders jungen Innenverteidigung: Neben Sören Vogel soll heute Jonah Schilling die Räume dichtmachen.

Ins Tor geht Florian Bouma, Stammkeeper Yannic Wilke sitzt auf der Bank. Sean Querl könnte sich wie am Sonntag erneut in der Startelf wiederfinden, auch Leon Peters ist ein Kandidat. Die Aufstellung steht und fällt laut Kodra auch damit, ob der Beruf allen Spieler erlaubt, rechtzeitig in „HeLi“ zu sein.

Rafal Klajnszmit, Trainer des LFV, nahm das negative Testergebnis froh und erleichtert zur Kenntnis. „Die Gesundheit steht gegenüber dem Sport absolut im Vordergrund“, sagt er. Noch am Montag trainierte er wieder mit der Mannschaft, um sie auf die Willinger vorzubereiten.

Der Ehrgeiz ist groß. „Uns ist das 0:1 Mitte September auf eigenem Platz allen noch in guter Erinnerung. Das soll uns nicht wieder passieren“, sagt Klajnszmit. „Wir wollen eine Revanche und möchten unbedingt die dritte Pokalrunde erreichen.“  mn/eki

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