Fußball-Verbandsliga:

SC Willingen reist zur „Wundertüte“ nach Osthessen: Mit einem Denkzettel nach Eichenzell

 Sebastian Butz (Willingen, re.) und der Eichenzeller Lukas Heil.
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Unten: Die Willinger Fußballer wollen gegen den FC Eichenzell wieder auf die Beine kommen. Das Bild zeigt einen Zweikampf zwischen Sebastian Butz (Willingen, re.) und der Eichenzeller Lukas Heil.

Die Fußballer des SC Willingen schienen nach schwachem Saisonstart mit dem 4:0-Sieg in Udenhausen auch über den Berg zu sein, doch dann kam überraschend der Rückfall mit der 0:1-Heimpleite gegen Türkcücü Kassel.

Willingen – Für Trainer Dardan Kodra war dieses Spiel „kein kleiner Rückfall, sondern schon ein etwas größerer, weil zum ersten Mal in dieser Saison auch die Leistung der Mannschaft nicht gut war“.

Bei dem einen oder anderen habe auch die Einstellung nicht gestimmt. „Dieses Spiel müsste jetzt wirklich mal ein Denkzettel für uns sein“, hofft der Coach vor der morgigen Verbandsliga-Partie beim FC Eichenzell (15.30 Uhr).

Kodra hofft, dass seine Kicker sich in diesem Spiel wieder an Matchplan halten werden. „Gegen Türkcücü sind wir nach einer Viertelstunde auch taktisch undiszipliniert geworden, und der ein oder andere Spieler hat Dinge gemacht, die wir nicht besprochen hatten.“

Mannschaftssport funktioniere anders und „wir müssen zusehen, dass wir gegen Eichenzell wieder alle an einem Strang ziehen“. Während im Training sehr viel miteinander gesprochen werde, sei es im Spiel zu wenig, beklagt der Coach.

Das Gegentor sei erneut ein Standard gewesen und der kopfballstärkste Spieler durfte sich durch unsere Abwehr schleichen ohne, dass sich einer meiner Spieler für ihn verantwortlich gefühlt hat. Da ist ein Zuteilungsproblem, auch, weil nicht genug gesprochen wird. Das Trainerteam fordert von den Spielern, dass jeder auf dem Platz mehr Verantwortung übernehmen soll.

Unberechenbarkeit Stärke beider Teams

Mit dem FC Eichenzell und dem SC Willingen treffen nun zwei Mannschaften aufeinander, die beide zumindest eine Stärke aufweisen: unberechenbar.

Der neue Spielertrainer Sebastian Sonnenberger (30), der in der Jugend U19-Nationalspieler war und bei Werder Bremen gespielt hat, versucht in Eichenzell eine Mannschaft zu entwickeln. „Ich denke wir spielen gegen eine Mannschaft, die sich auch noch nicht gefunden hat, wie die unterschiedlichen Ergebnisse zeigen“, vermutet Kodra. Da stehe ein Sieg in Bad Soden und eine Niederlage gegen die SG Hombressen/Udenhausen. Das bestätigt auch Spielertrainer Sebastian Sonnenberger. „Wie können qualitativ jeden in der Liga schlagen, aber wir spielen momentan einfach nicht konstant und wissen noch nicht genau, woran es genau liegt, möglicherweise kommt diese Inkonstanz auch durch die lange Corona-Pause.“

Eine konstante Leistung abrufen, sei nicht nur eine Aufgabe des Trainers, sondern vor allem die Mannschaft selbst, betont Sonnenberger. „Sie muss an sich glauben, sie muss, mehrere Male zeigen, ich will dieses Spiel gewinnen.“

Natürlich erwartet der Coach dieser Einstellung seiner Spieler auch gegen die Upländer. „Ich erwarte eine viel bessere Willinger Mannschaft als es die Tabelle derzeit aussagt, ich weiß, was die Willinger können“, betont Sonnenberger. „Wir können leider nicht in Bestbesetzung antreten und ich erwarte einen heißen Tanz und wir müssen alles in die Waagschale werfen, um die Punkte in mitzunehmen.“

Bei den Willingern kehrt Christian Kuhnhenne in den Kader zurück. „Er ist ein wichtiger Faktor in unserem Spiel, denn er sorgt auf der Sechserposition für viel Stabilität und ist das Bindeglied zwischen Abwehr und Offensive“, lobt der Coach. Außerdem stehe noch ein Fragezeichen hinter dem Einsatz Jonathan Vach. (rsm)

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