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SC Willingen siegt in Kassel auch mit Strafstoß-Dusel

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Von: Manfred Niemeier

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Der dreifache Willinger Torschütze Florian Heine (links) und Türkgücüs Dennis Kwiedor.
Den Ball im Fokus: Der dreifache Willinger Torschütze Florian Heine (links) und Türkgücüs Dennis Kwiedor. © Andreas Fischer

Endlich hat dem SC Willingen ein Zwei-Tore-Vorsprung gereicht. Dass der 3:2 (3:2)-Erfolg beim SV Türkgücü Kassel die Trainer eine Menge Nerven gekostet hat, war am Ende egal.

Kassel - „Die drei Punkte waren immens wichtig“, sagte Chefcoach Dardan Kodra, „wichtiger als die Leistung.“ Stimmt wohl. Da der SV Steinbach in der Hessenliga dicht vor dem Klassenerhalt steht, können die Upländer bei elf Zählern Vorsprung auf die dann vier Abstiegsplätze für ein weiteres Jahr Fußball-Verbandsliga planen. Dabei war die Leistung so schlecht auch nicht. Zumal die Gäste den frühen Rückstand gut wegsteckten.

Sie haderten vielleicht noch damit, dass in der Nordstadt auf Kunstrasen statt nebenan auf dem einladenden Naturrasen gekickt wurde, da hieß es schon 1:0. Den Schuss von Onur Büyükata konnte Torwart Yannick Wilke noch abwehren, aber Mehmet Gül drückte den Ball über die Linie. Nicht mal zwei Minuten waren gespielt.

Zwei Koproduktionen von Butterweck und Heine

Die Antwort ließ nur fünf Minuten auf sich warten, dann wurde Florian Heine wunderbar von Fynn Butterweck bedient und traf flach aus spitzem Winkel zum 1:1. Gut, dass der 33-jährige Torjäger grad in einer Art zweitem Frühling steckt, denn bereits in der 13. Minute nutzte er eine weitere Vorarbeit von Butterweck aus einem Laufduell heraus zum 1:2.

Zwar drehte Keeper Lukas Perzel Heines dritten Versuch, einen Freistoß über die Mauer, zur Ecke (15.), doch kurz danach schlug der Goalgetter ein drittes Mal zu – er musste nach Flankenlauf von Sebastian Müller nur noch den Fuß dranhalten (19.).

Nachdem Perzel einen Viererpack von Heine gerade noch verhindert hatte (24.), fiel auf der Gegenseite Memduh Eryilmaz über das Bein von Jan-Henrik Vogel; Kevin Janek verwandelte den Strafstoß zum Anschluss (27.). Statt die Partie vorzeitig zu entscheiden, ließ der SCW den ungefährlichen Gegner mit zwei Toren praktisch aus dem Nichts im Spiel.

Janek trifft vom Punkt nur den Pfosten

Dazu hatten die Upländer auch noch Dusel. In der 49. Minute wurde Enver Maslak von Nick Bärenfänger gefoult, aber dieses Mal traf Janek vom Punkt aus nur den Pfosten. Kodra sah sich an die Unentschieden in Johannesberg und gegen Eichenzell erinnert: „Ohne Not ist es wieder so eng geworden.“

Sein Team schaltete abermals zu früh in den Verteidigungsmodus, im Unterschied zu den anderen Partien ließ die von Jan-Niklas Albers zusammengehaltene Viererkette dem Gegner aber keine weitere Möglichkeit mehr. Außerdem fand der SCW nach einer Stunde erneut den Vorwärtsgang. „Da haben wir wieder angefangen Fußball zu spielen“, sagte Kodra.

Für Ruhe auf der Bank sorgten weder Müller (58., 69.) noch Heine (70.) und Vogel (75.) – sie vergaben entweder oder scheiterten allein gegen den starken Keeper Perzel. Erst mit dem Schlusspfiff fiel eine große Last von den Willingern ab. Kodra: „Mund abwischen und den Sieg genießen.“

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