Verbandsliga: SCW mit Start nach Maß beim Vorletzten Hessen Kassel II?

Albers vor Willinger Auftakt guten Mutes

+
Zweikampfstärke gefordert: Eric Kroll (links) versucht gegen Felix Appel den Ball zu behaupten. Das Hinspiel gegen Hessen Kassel II endete torlos. 

Willingen. Die Vorbereitung ist gut gelaufen, zuversichtlich schaut der SC Willingen dem Start in die Restrunde der Fußball-Verbandsliga Nord am Sonntag beim KSV Hessen Kassel II entgegen. Der Anpfiff wurde kurzfristig von 14.30 auf 16 Uhr verlegt.

Gleichwohl gibt es vor dem Auftritt auf dem G-Platz oder dem Kunstrasen neben dran einige Unbekannte auf Seiten der Upländer. Wie gut ist die Umstellung vom entlassenen Trainer Uwe Schäfer auf Hubertus Albers gelungen? „Die Mannschaft hält zusammen und hängt sich voll rein“, erzählt der neue Coach.

Im Training hat er im Schnitt 13 Mann begrüßt, ein halbes Dutzend weist eine hundertprozentige Beteiligung auf. „Ich bin guten Mutes, dass wir konditionell gut dabei sind“, ergänzt Albers, weil sich ja die Spieler bei seinem Vorgänger zu wenig gefordert sahen.

Einige Spieler erkältet

Nicht in den Plan hat die Erkältungswelle gepasst, die auch einige SCW-Kicker erfasst hat. „Wir müssen schauen, wer diese Woche trainieren konnte“, hat Albers selbst noch nicht seine Startelf im Kopf. Die personelle Situation wird sich aber gegenüber dem 2:5 am vergangenen Wochenende beim TSV/FC Korbach verbessern. Da fehlte ein halbes Dutzend Stammkräfte. Während Raphael Mütze privat verhindert war, plagte die Butterweck-Brüder Daniel und Steffen eine Erkältung. Die beschäftigte auch Christoph Keindl, der aber den im Test in Bad Wildungen erlittenen Schlag aufs Sprunggelenk weggesteckt hat.

Matthias Bott ist derweil wieder voll eingestiegen, nachdem die Ursache seiner Leistenprobleme erkannt und behoben ist. Ob auch Rene Huneck schon wieder in den Kader rückt, dass kann er selbst entscheiden. „Wenn er mitfährt, dann ist das gut“, will der Trainer ihn aber zunächst auf der Bank lassen. Der Mittelstürmer sehnt sich nach seiner Verletzung im Pokalspiel Ende August am ohnehin lädierten Knie endlich zurück aufs Feld.

Casella zwischen den Pfosten

Keine Sorgen macht sich Albers bei der Besetzung der Torhüterposition. Für den noch fünf Spiele gesperrten Yannick Wilke steht Alessandro Casella zwischen den Pfosten. „Hut ab“, beschreibt Albers den Einsatz des reaktivierten 35-jährigen Bottendorfers, der kaum eine Übungseinheit verpasst.

Egal, wen der Trainer aufbieten kann, er wird die Sache erst einmal abwartend angehen. „Wir wollen hinten gut stehen, um dann jede Möglichkeit zu nutzen, um schnell nach vorne zu spielen.“ Gleichzeitig rechnet er auch damit, dass die KSV-Reserve aus dem Regionalliga-Kader unterstützt wird. „Wir fahren dahin, um zu punkten.“ Die zehn Punkte Vorsprung auf Kassel sollen gehalten werden, möglichst aber auf 15 Zähler ausgebaut werden.

Hirdes: Lage nicht rosig

Beim Gegner sieht es wahrlich nicht gut aus. Der KSV Hessen Kassel ist klares Schlusslicht in der Regionalliga, die Reserve als Vorletzter in der Verbandsliga zehn Punkte hinter dem rettenden Ufer. „Die Lage ist nicht rosig“, weiß auch Thorsten Hirdes, der zusammen mit Sebastian Busch die zweite Garnitur trainiert. 

Zugleich kommt beim ehemaligen Coach der SG Rhoden/Schmillinghausen aber seine grundsätzlich positive Haltung durch. „Der Klassenerhalt wird schwierig, aber ist machbar“, sagt er. 

Gleich gegen Willingen will man die sportliche Situation verbessern. „Wenn wir die gleiche Einstellung wie beim 0:0 im Hinspiel zeigen, dann können wir dieses Mal gewinnen“, glaubt Hirdes. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare