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SG Bad Wildungen droht der Ausfall eines Quintetts

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Wo geht’s denn hier zum Klassenerhalt? Jan Kramer (SG Bad Wildungen) hält Ausschau, hinter ihm Teamkollege Toni Duwe.
Wo geht’s denn hier zum Klassenerhalt? Jan Kramer (SG Bad Wildungen) hält Ausschau, hinter ihm Teamkollege Toni Duwe. © malafo

Die Fußballer des TuSpo Mengeringhausen und der SG Bad Wildungen/Friedrichstein könnten am Sonntag gemeinsam einen Bus nach Baunatal chartern – die einen treten bei der Eintracht an, die anderen beim TSV Hertingshausen.

Von Stadion zu Stadion sind es nur ein paar Minuten Fußweg. Und vielleicht gibt’s hinterher zusammen was zu feiern? In anderer Richtung sind die zwei anderen Waldecker Gruppenligisten unterwegs.

Felsberg/Lohre/N’Vorschütz – Goddelsheim/Münden (Hinspiel 1:3). Jens Fresen ist wegen der Terminhatz frustriert. „Was aktuell so abgeht, ist echt verrückt, man hüpft von einer Spielvorbereitung in die nächste und kann nicht mal eine Woche normal trainieren“, sagt der Trainer der SG aus Lichtenfels – und freut sich, dass diese Woche keine „englische“ ist. Für den Gegner gilt das auch, der FV hatte aber mit sechs Partien einen etwas weniger anstrengenden April als ihr Gast (acht Spiele).

Felsberg hat sich nach schwacher Hinrunde (14 Punkte) etwas erholt, fiel am Mittwoch aber ohne eigenes Zutun auf Platz 15 zurück; die Mannschaft von Oliver Seifert hat in den letzten drei Partien nur einen Zähler geholt. Fresen hat klare Erwartungen an sein Team: „Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie die nötige Gier an den Tag legt, um weitere Punkte zu holen, dass wir mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben.“ Sie müsse es schaffen, „90 Minuten Gas zu geben“.

Aussagen zum Personal sind schwierig. Daniel Butterweck und Nils Grosche fallen aus; offen ist, wie schlimm die Blessuren bei Marcel Fernandes und Marco Vesper aus dem Homberg-Spiel sind. Fabian Thomas ist erst wieder ins Training eingestiegen. In den Sternen steht ein Einsatz von Mirco Grosche, dafür dürfte Benjamin Wendel in die Startelf zurückkehren. Statistik: Der FV hat mit 58 die meissten Gegentreffer der Staffel kassiert, holte aber 19 seiner 25 Saisonpunkte zuhause. Die Lichtenfelser haben in Lohre zuletzt vor vier Jahren gewonnen (4:3).

Schwalmstadt – Altenlotheim (3:1). Beim TSV haben die vielen Nachholpartien haben Spuren hinterlassen, drei Niederlagen in Serie sprechen Bände. Vor allem das 0:2 am Dienstag in Körle war enttäuschend. „Ja, es ist leider zu viel für Amateursportler“, beklagt Spielertrainer Robin Wissemann den engen Terminkalender. Am Sonntag droht in Ziegenhain Ungemach. Schwalmstadt hat am Mittwoch mit dem 5:0 in Baunatal Selbstvertrauen getankt, ist aber mit 34 Punkten im Abstiegskampf noch nicht auf der sicheren Seite,

„Sie werden alles tun wollen, um dem Klassenerhalt einen großen Schritt näher zu kommen“, erwartet Wissemann. Wie sehr sich seine Mannschaft wehren kann, hängt auch vom Personal ab. Da sehe es aber „sehr schlecht aus“, berichtet Wissemann. „Zu den bekannten Ausfällen kommen noch zusätzlich Sascha von Drach mit einer Schulterverletzung, Marc-André Garthe mit Muskelfaserriss in der Wade und Fabian Erber mit Zerrung hinzu.“ Statistik: Der erste Punkt des TSV gegen Schwalmstadt steht nach der Rückkehr in die Gruppenliga noch aus. Immerhin: Die Rückrundenbilanz des 1. FC (20 Punkte) ist schlechter als die seiner Gäste (26).

Hertingshausen – Bad Wildungen/Friedrichstein (0:0). Die Bad Wildunger sehen nach den „Dreiern“ in Brunslar (3:1) und gegen Kirchberg (2:1) Land im Abstiegskampf. Aber vier Punkte Abstand zum ersten möglichen Abstiegsplatz sind kein Ruhekissen. „Aus den zwei Siegen in Folge können wir weitere Energie ziehen, wir wollen da anknüpfen, wo wir am Samstag aufgehört haben“, sagt Trainer Jan Leimbach. Er erwartet auf dem eher kleinen Platz des TSV eine kampfbetonte Begegnung. „Das liegt uns aber auch, wir fahren mit breiter Brust nach Hertingshausen.“

Zusehends profitiert die SG von Standards, gegen Kirchberg versenkte Almedin Zahovic zwei Freistöße. „Wir haben viele Spieler, die das können. Es ist ein gutes Mittel, um zum Erfolg zu kommen, zumal wir ab und an Probleme im letzten Drittel haben“, so Leimbach. Schwierig: In Mario Wörmann, Janis Schuldt, Tom Windhausen, Jan Kramer und Norayr Jaliyan drohen fünf Spieler auszufallen. „Es wäre schade, wenn gleich alle fünf ausfallen würden, aber wir haben Möglichkeiten sie zu ersetzen“, sagt der Trainer. Punkten will er so oder so. Statistik: Sie gibt nicht viel her, beide Teams trafen sich in drei Jahren bisher erst zweimal (0:0 und 0:2 aus Sicht der SG). In der Rückrunden-Tabelle steht die SG fünf Zähler vor dem TSV.  bb, dv

TuSpo liebäugelt mit Bonuspunkten

Baunatal – Mengeringhausen (2:0). Marcel Schilling kannte das Ergebnis vom Mittwochabend nicht, als er mutmaßte, bei der Eintracht sei vielleicht Resignation im Spiel, weil sie die Meisterschaft abschreiben müsse. Der Co-Trainer des TuSpo kann sich durch das 0:5 der Großenritter gegen Schwalmstadt bestätigt sehen, der Rangzweite kassierte seine erste Heimniederlage der Saison nach einer desolaten Leistung.

Ob das jetzt gut ist oder schlecht für Mengeringhausden, wer weiß. „Baunatal ist trotzdem der Favorit“, sagt Schilling. Einerseits. Andererseits hat der TuSpo zweimal hintereinander gepunktet. „Mit einer guten Mannschaftsleistung ist in Baunatal vielleicht was zu holen, warum nicht“, sagt der Co-Trainer. Der Druck im Abstiegskampf ist nach den Siegen von Körle und Homberg eher gewachsen. Auf andere können sich die Grün-Weißen also nicht verlassen. „Wir müssen unsere Spiele gewinnen“, sagt Schilling.

Blöd, dass am Sonntag Nico Müller sowie Aman Tesfu (beide beruflich) und Sören Schwechel (erkrankt) fehlen. Ob Pascal Löhndorf kann, war offen. Tim Sommer dürfte wieder im Kader stehen, Denny Benndorf in der Startelf. Mit einem Einsatz von Spielertrainer Andre Gutmann (Corona) rechnet Schilling noch nicht. (mn)

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