Hiobsbotschaft für Trainer Schäfer

SG Bad Wildungen: Neuzugänge für noch mehr Power in der Offensive

Rückkehrer und neue Gesichter bei der SG Bad Wildungen/Friedrichstein: (von links) Trainer Jörg Schäfer den Neuzugängen Eugen Ruf, Norayr Jaliyan, Almedin Zahovic und Enrico Micino sowie dem wieder genesenen Steffen Pehlke; rechts Sportvorstand Carsten Laun.
+
Rückkehrer und neue Gesichter bei der SG Bad Wildungen/Friedrichstein: (von links) Trainer Jörg Schäfer den Neuzugängen Eugen Ruf, Norayr Jaliyan, Almedin Zahovic und Enrico Micino sowie dem wieder genesenen Steffen Pehlke; rechts Sportvorstand Carsten Laun.

Mit sieben Neuzugängen gehen die Fußballer der SG Bad Wildungen/Friedrichstein in den intensiven Teil der Saisonvorbereitung.

Bad Wildungen – „Bis jetzt sind alle motiviert“, berichtet Jörg Schäfer. der Coach ist mit der SG Bad Wildungen/Friedrichstein seit knapp drei Wochen in der Vorbereitung, aber er fügt gleich hinzu: „Bis jetzt war alles auch nur lockeres Wiedereingliederungstraining mit wenig Belastung.“ Geschuldet, wie wir wissen, der langen Corona-Zwangspause.

Erst in dieser Woche geht in der Kurstadt das los, was man eigentlich unter Vorbereitung versteht: spezifisches Training mit mehr Intensität, meist mit zwei Gruppen bei bis zu 35 Trainingsteilnehmern. Heute bestreitet die SG nach dem 1:3 beim TuSpo Rengershausen das zweite Spiel; bei der SG Uttershausen/Lendorf aus der KOL Schwalm-Eder. „Es ging eher darum, dass man sich einfachmal bewegt; ein Spiel ist doch immer etwas anderes als Trainingsformen“, erklärt Schäfer, der neben den Pokalspielen, in denen nicht immer die komplette erste Garnitur auflaufen wird, noch vier weitere Testspiele vereinbart hat.

Am kommenden Sonntag (16 Uhr) gastiert der FSV Wolfhagen in Wildungen, aus der Gruppenliga 2 kommen auch die weiteren Gegner: TSV Zierenberg (auswärts, am 18. Juli) und KSV Hessen Kassel II (zu Hause, am 8. August). Das Spiel beim VfL Biedenkopf hat noch keinen endgültigen Termin.

Ein Trainingslager ist nicht geplant, aber aufgrund einiger samstags berufstätiger Spieler auch nicht so leicht umsetzbar. „Wir haben auf unseren Sportgeländen beste Bedingungen“, vermisst Trainer Schäfer das Auswärtstraining nicht unbedingt.

Am 15. August, wenn es am 1. Spieltag zur FV Felsberg geht, sollen dann der Feinschliff ein Stück vorangeschritten und auch die Neuzugänge integriert sein. „Ich denke, unsere ersten Gegner bewegen sich auf Augenhöhe. Wir wollen von Anfang an viel punkten – schon allein deshalb, weil du ja nicht weißt, ob und wann die Saison womöglich abgebrochen und wieder ein Punktequotient herangezogen wird“, meint Schäfer mit Blick auf die weiteren Partien gegen den FC Homberg und den Melsunger FV.

Riesenpech für Karges, Pehlke wieder zurück

Eine Handvoll Spieler steht nicht mehr mit dem Coach auf dem Trainingsplatz. Dass dazu auch Ronald Karges zählt, markiert den tragischen Teil der bisherigen Vorbereitung. Der Mittelfeldakteur, der erst vor einem Jahr nach langer Verletzung wieder eingestiegen ist, hat sich schwer am Knie verletzt und wird mit dem Fußballspielen aufhören, wie Jörg Schäfer berichtet.

Alen Muratovic führt die Liste der Abgänge an, der wie Maxim Reichenborn zur SG Wesetal geht. Insgesamt ist der Aderlass aber zu verschmerzen, denn der Stamm bleibt erhalten – und wird sinnvoll verstärkt. Eugen Ruf und Enrico Micino kennt man von früher in Friedrichstein, beide sollen die Offensive beleben. Das Duo kommt ebenso von der SV Freienhagen/Sachsenhausen wie Norayr Jaliyan, den Schäfer „auf der Sechser- oder Achterposition“ am besten aufgehoben sieht.

ehr angetan ist der Coach vom 20-jährigen Almedin Zahovic, der vom ersten SG-Gegner Felsberg/Lohre den Weg nach Wildungen fand. „Der macht schon Spaß“, sagt Schäfer über den Youngster, der vorwiegend auf den Flügeln agieren soll. Schäfers Gesamturteil: „Das sind alles Spieler, die aus der Gruppenliga kommen und uns sofort weiterhelfen.“ Inwieweit das die Jugendspieler Mohammed Korasch, Denis Reichenborn und Rafail Mellios können, müssen man abwarten, so der Trainer. „Sie sind auch noch für die A-Junioren spielberechtigt und müssen sich erst einmal an die Belastung gewöhnen.“

Das gilt auch für Steffen Pehlke. Der 31-Jährige kehrt nach längerer Verletzung zurück und ist, so Schäfer, „fürs erste ein guter Backup, wenn es mal bei einem anderen nur für 60, 70 Minuten reicht“. In der Defensive hätte der Trainer gern noch Verstärkung gehabt, es ergab sich aber (bisher) nichts. (schä)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare