Fußball-Gruppenliga: Badestädter verlieren in der Nachspielzeit 0:1 gegen FC Homberg

Wildungen stark verbessert, aber nicht belohnt

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Gelungenes Comeback: Der Wildunger Anskar Vogel (links) bot eine starke Partie auf der rechten Seite. Hier lässt er Lucas Unbehaun (Homberg) links liegen.

Bad Wildungen – Sein Einstand ist misslungen, wenn auch äußerst unglücklich. „Die wissen wahrscheinlich nicht, warum sie hier gewonnen haben“, kommentierte Trainer Jörg Schäfer das 0:1 (0:0) von Gruppenliga-Schlusslicht SG Bad Wildungen/Friedrichstein gegen den FC Homberg.

Die Badestädter präsentierten sich nach dem 1:5 in Mengeringhausen stark verbessert. Schäfer hatte Anskar Vogel zum Comeback überredet und der machte mächtig Betrieb über die rechte Seite. Zudem sorgten Carsten Laun auf der Sechserposition und Waldemar Schubert als einzige Spitze für fußballerische Qualität.

Wer weiß, wie die Partie gelaufen wäre, wenn Jan Kramer, eingesetzt von Laun, nicht frei durch an Gästekeeper Jonas Viehmann gescheitert wäre (3.). In der 13. Minute zielte der starke Lukas Baumann drüber.

Die erste Chance der ansonsten mit Verteidigen beschäftigten Gäste bot sich Hannes Seitz, aber Torwart Christian Seibert war rechtzeitig unten (15.). Beim Konter nach der anschließenden Ecke, eingeleitet von Janis Schuldt, zielte Kramer am langen Pfosten vorbei.

Die nächsten beiden Möglichkeiten boten sich dem FC durch Timur Ogretmen (23.) und Seitz (36.), bei dem Julian Schneider fast ein Eigentor fabriziert hätte. Dazwischen rutschte Baumanns 25-Meter-Versuch knapp am Gehäuse vorbei (24.). „Uns fehlte einfach auch ein bisschen Glück“, meinte Schäfer.

Das galt vor allem direkt nach der Pause, als die Gastgeber ein Powerplay aufzogen, aber Viehmann den Schuss von Baumann per Reflex parierte (46.) und der Keeper auch gegen Schubert Sieger blieb (48.). „Da müssen wir einfach mal eine Bude machen“, haderte Schäfer mit dem Abschluss.

Mit fortschreitender Dauer wurden die SG-Aktionen ungenauer, machte sich der enorme läuferische und kämpferische Aufwand bemerkbar. Die letzte Gelegenheit in der nun ausgeglichenen Partie bot sich Kramer, der aber im Strafraum doch zu lange zögerte (73.).

In der 86. Minute setzte sich dann der bis dahin gute Schiedsrichter Fabian Bechmann mit entscheidend in Szene. Er zückte nach klarem Foul von Sven Mamerow an Laun die gelbe Karte - und „Gelb/Rot“ zur Überraschung aller gegen Laun; der war zuvor bereits wegen angeblichen Meckerns überhart bestraft worden.

„Es war eine Unsportlichkeit“, begründete der Unparteiische den Platzverweis, „er hat den Gegenspieler an der Hose gezogen“.

In Unterzahl ging es für die müde werdenden Bad Wildunger nun nur noch darum, das Remis zu sichern. Daraus wurde aber nichts, weil Sefa Cetinkaya in der dritten Nachspielminute mit rechts flach ins kurze, linke Eck traf. „Das ist äußerst bitter“, sagte Schäfer, „aber ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen“.  (ni)

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