Punkteteilung gegen den Melsunger FV wackelt am Ende sogar noch

3:1-Führung reicht Goddelsheim/Münden nicht

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Lieber Augen zu: Marco Vesper (Goddesheim/Münden) und Melsungens Christian Riemenschneider (l.) beim Kopfball. 

Münden. Einen Zähler gewonnen oder doch zwei verloren? Für Andre Gutmann war die Sache eindeutig. „So ein Spiel musst du über die Bühne kriegen, wenn du 3:1 geführt hast“, fand der Spielertrainer der SG Goddelsheim/Münden nach dem 3:3 (2:1) im Nachholspiel der Fußball-Gruppenliga gestern Abend gegen den Melsunger FV.

Christian Leck vertrat durchaus eine andere Position. „Wir waren schon weg, am Ende aber die Mannschaft, die drei Hundertprozentige hatte“, verwies der Trainer der 08er auf eine Schlussphase, in der tatsächlich vieles möglich gewesen wäre.

Die Gäste hatten auf dem kleinen Mündener Platz so ihre Schwierigkeiten, legten aber dennoch die Führung vor. Weil sich nach einem abgefangenen Angriff der Lichtenfelser beim Gegenstoß eine zu große Lücke zwischen Abwehr und Mittelfeld auftat, konnte Christian Riemenschneider den Ball seelenruhig zu Mario Kilian spielen. Der Torjäger nahm ihn klasse mit der Brust an, versetzte seinen Gegenspieler und traf zum 1:0 ins lange Eck (7.).

Birinci trifft doppelt

Die Lichtenfelser schüttelten sich nur kurz, und nachdem Kevin Vesper bei der ersten guten Chance zu wenig Druck auf den Ball bekommen hatte (11.), leitete er fünf Minuten später den Ausgleich ein. Sein präzises Zuspiel jagte Zafer Birinci humorlos unter die Latte.

Die Partie war offen; mal gab's den Langpass, mal auch die schöne Kombination zu sehen. Die SG trat effektiver auf als der FVM. Während Riemenschneider seine dicke Kopfballchance versemmelte (31.), zog der starke Birinci einfach ab – der noch abgefälschte Ball fiel aus 25 Metern zum 2:1 ins lange Eck (38.)

Kurz nach Wiederbeginn das 3:1. Kapitän Vesper erkämpfte den Ball, seinen Pass legte Birinci in den Lauf von Niklas Göbel, der überlegt abschloss (49.). Doch die SG setzte nicht nach, sondern igelte sich mehr und mehr ein.

Mitze mit Großtat

„Du darfst dich nicht mit Mann und Maus hinten rein stellen“, sagte Gutmann zwar. Freilich war unübersehbar, dass einige seiner Spieler auf dem Zahnfleisch gingen. Beim sehr zweikampf-starken Kevin Vesper ging schließlich nichts mehr, er musste raus. Da stand es nur noch 3:2. Maxi Kördel hatte nach Hereingabe von Kilian (69.) getroffen, kurz darauf landete Riemenschneiders Schuss nach Ecke von Kilian abgefälscht zum 3:3 im Tor (77.). Die Gäste waren fast permanent im Vorwärtsgang.

Die SG unternahm Entlastungsangriffe und mit ein bisschen Glück hätte Göbel was daraus machen können. Gefährlicher war, oft nach weiten Einwürfen von Hendrik Schmidt, der Gast. Schmidt vergab die wohl größte Chance, seinen Kopfball parierte Torwart Manuel Mitze glänzend (80.). Das letzt gute Ding setzte Riemenschneider hoch übers Tor. Umgekehrt brachte ein Freistoß der SG nichts mehr ein.

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