Gastgeber TuS Bad Arolsen unterliegt im Endspiel 1:2 – Turnier soll attraktiver werden

SG Goddelsheim verteidigt Futsal-Kreismeistertitel

Waldecker Futsal-Kreismeister: Die SG Goddelsheim/Münden hat es noch einmal getan. Das Bild zeigt hinten (v.l.) Trainer Andre Gutmann, Steffen Butterweck, Mirco Grosche, Max Steger, Niklas Göbel, Waldecker Bank Mitarbeiterin Maike Neumeier; vorn Philipp Rothe, Jonathan Vach, Marius Hühner, Fynn Butterweck und der SG-Fan Miro Lopez-Röhle. Foto: spitzkopf

Die SG Goddelsheim/Münden hat den Titel Futsal-Meister des Fußballkreises Waldeck erfolgreich verteidigt

Bad Arolsen - Und auch die Endspielpaarung war die gleiche wie im Vorjahr. Die Lichtenfelser trafen am Samstag in der Bad Arolser Großsporthalle im Finale wieder auf den TuS Bad Arolsen. Der Gruppenligist schlug den Kreisligisten in einem gutklassigen Endspiel mit 2:1. Die Führung von Marco Grosche (3.) glich Justin Wäscher (5.) aus, aber Jonathan Vach (9.) ließ mit dem Siegtor eine Überraschung platzen.

Fast wäre es zu einem Lichtenfelser Endspiel gekommen, denn beide SG-Teams waren als Sieger der Gruppenspiele hervorgegangen.

Die „Zweite“ unterlag im Halbfinale Arolsen mit 1:2 und die „Erste“ besiegte den TSV Altenlotheim mit 5:1.

Das Spiel um Platz drei gewann Altenlotheim 3:2 gegen die SG II. Fünfter wurde die SG Nieder-Waroldern/Landau nach einem 3:1 im Siebenmeterschießen gegen den TuS Massenhausen. Rang siebten sicherte sich die SG Fürstenberg/Immighausen, die den TuS Helsen 2:1 bezwang.

Der stattliche Pokal schmückt jede Vitrine und auch das von der Waldecker Bank ausgeschüttete Preisgeld von 1000 Euro (der Sieger erhält 250 Euro) sollte für jede Vereinskasse ein lukrativer Anreiz sein. Aber: Einmal mehr nahmen nur acht von den rund 60 Mannschaften des Fußballkreises Waldeck an diesem Futsal-Titelkämpfen teil. Warum kommt dieses Turnier nicht auf Touren?

Es kursieren viele Antworten auf diese Frage, aber jeder Erklärungsversuch wird auch stets von einem Schulterzucken begleitet.

Das trifft vor allem dann zu, wenn es sich um Allgemeinfragen handelt: Haben viele Fußballer keine Lust mehr in der Halle zu kicken, weil ihnen das Verletzungsrisiko zu groß ist? Oder wollen sie in der Winterpause nichts vom Fußball wissen? Vielleicht fehlt der Mehrheit der Kickergemeinde aber einfach nur die Lust am Futsal mit seinen anderen Regeln. „Ich dachte immer, es liegt am Geld, denn der Westheimer-Cup des TV Rhoden mit seinen hohen Prämien wird weiterhin von den Teams gut angenommen, aber dann müssten die 1000 Euro auch mehr Mannschaften anlocken“, sagt Carsten Strippel, Vorsitzender des TuS Bad Arolsen, der diese Titelkämpfe ausgerichtet hat.

Ratlos über das geringe Teilnehmerfeld zeigt sich auch Karl-Reinhard Grosche Vorsitzender der SG Goddelsheim/Münden. „Ich glaube schon, dass die Mehrheit unserer Spieler Lust auf Halle und Futsal hat, aber als Titelverteidiger ist es für uns natürlich auch selbstverständlich, dass wir hier teilnehmen.“

Futsal scheint auch nicht so attraktiv zu sein, das habe er von Vereinsvertretern aus anderen Fußballkreisen auch schon gehört, betont Grosche. Er und Strippel sind sich aber darin einig, dass das Argument der Spieler, in der Halle sei das Verletzungsrisiko viel höher als auf dem Rasen, ein Scheinargument sei, weil Futsal nahezu körperlos gespielt werde. „Auch heute hat sich kein Spieler bei diesem Turnier verletzt“ betont Strippel.

Vertreter der Vereine und des Fußballkreises waren auch während des Turniers in Bad Arolsen inoffiziell auf Ursachenforschung und sind dabei auch auf den ungünstigen Termin gestoßen, denn in Korbach und im Edertal (Südwaldeckcup) wurden an diesem Wochenende ebenfalls Turniere ausgetragen.

„Wir würden die Kreismeisterschaft im nächsten Jahr gern wieder ausrichten“, betont Strippel. Und es werde demnächst ein Treffen mit Vertretern des Fußballkreises geben, wie man dieses Turnier attraktiver gestalten könne. Es gebe auch die Überlegungen, früher einzuladen oder des Turnier vor Weihnachten zu legen. „Ich gebe nicht auf, dass aus Futsal in Waldeck doch noch was wird.“  rsm

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