Fußballer des A-Kreisligisten wollen wieder eine Einheit werden 

SG Wellen/Wega sucht neue Wege

Dieses Projektteam soll die SG Wellen/Wega wieder in Schwung bringen: Oliver Dehnert, Jörg Heidl, Manfred Riepel (vorn von links) sowie (stehend von links) Thorsten Pachonik, Hans Dehnert und Lars Winkler. Fotos: pr

Wellen/Wega – Wohin führt der Weg der SG Wellen/Wega? Mit dieser Frage haben sich die Fußballer in den vergangenen Jahren immer wieder mal beschäftigt.

Jetzt wurde ein Strich gezogen unter die jüngere Vergangenheit, mit zahlreichen personellen Neuerungen soll es wieder bergauf gehen für den derzeit Vorletzten der Kreisliga A Waldeck.

12., 12., 10., 8. – die Platzierungen seit dem Wiederaufstieg in die A-Klasse 2014 lassen eigentlich einen Aufwärtstrend vermuten. Die Realität: fünf Pünktchen; der Rückfall in die B-Klasse droht.

Was ist passiert? Ende 2017 hatte die Spielgemeinschaft der beiden Ortsteile aus Edertal und Bad Wildungen als Fünfter noch Kontakt zur Spitze. „Die Mannschaft verlor völlig den Faden, gewann kaum noch ein Spiel“, erinnert sich Manfred Riepel, Vorsitzender des TuSpo Wellen. Auch in der Vorbereitung auf die derzeit laufende Saison erkannten er und sein Wegaer Kollege Ludwig Randt Mängel: Der Biss war offenbar verloren gegangen.

Das führte zu einer ernüchternden Hinrunde, in deren Verlauf Hartmut Meise als Trainer zurücktrat. Auch wenn noch nicht absehbar ist, wie viele Teams absteigen müssen: Ein Sieg und nur zehn Tore ist zu wenig, das wissen die Vereine. Sie handelten und präsentierten als Ergebnis vieler Gedankenspiele und Gespräche eine „neue SG“. Neue Verantwortliche sollen das Schiff wieder auf Kurs bringen und dazu beitragen, dass abgewanderte Einheimische zurückkehren. Geld für Spieler soll dabei ganz bewusst nicht fließen.

Kernstück ist ein Projektteam. Es setzt sich aus Trainer Jörg Heidl, den beiden Spielern Lars Winkler und Oliver Dehnert sowie Riepel und Thorsten Pachonik zusammen, der in Wega zweiter Vorsitzender ist. Mit Hans Dehnert holten sich die SGler einen erfahrenen „Macher“ ins Boot, der die Frauen des SV Battenhausen über Jahre als Trainer und Manager führte.

„Der Verein hat in den letzten Jahren doch einige gravierende Fehler gemacht. Letztlich haben diese dazu geführt, dass wir in akuter Abstiegsgefahr sind. Akutes handeln war nötig. Unsere SG hat sich komplett neu aufgestellt“, sagt Dehnert.

Ein neues Spielverständnis ist ebenfalls ein wichtiger Baustein der neuen SG. Man will wieder mehr zusammenrücken in den beiden Dörfer; oder besser gesagt: als Einheit auftreten. „Das Lagerdenken muss ein Ende haben; wo ein Spieler, Fan oder Funktionär herkommt, spielt keine Rolle spielen“, sage Winkler und Oliver Dehnert.

Nicht nur Hans Dehnert liegt es am Herzen, dass wieder mehr Spieler aus Wellen und Wega für ihren Heimatverein kicken. „Es kann doch nicht sein, dass eine komplette Mannschaft von Spielern in anderen Club spielt“, sagt Dehnert, der zudem unzufriedene Akteure, die sich zurückgezogen haben, wieder gewinnen will. er. Zwei neue und ein reaktivierter Spieler sind das erste Ergebnis der Bemühungen.

Auch neue Schiedsrichter stellt Wellen/Wega künftig. An fast allen Stellschrauben wurden gedreht. Nur die Punkte müssen allein die Spieler holen. 25 stehen für die Rückrunde zur Verfügung.

Sozusagen die Generalprobe vor dem ersten Spield er Restrunde der A-Liga am 9. März zuhause gegen Ittertal sind die letzten Vorbereitungsspiele der SG Wellen/Wega- Am Freitag, 1- März, triff das Team ab 19 Uhr in Wellen auf die SG Edertal. Am Sonntag, 3. März, heißt ab 15 Uhr (in Wellen) der Gegner Holzhausen.  schä

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