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SG Wildungen findet keine Mittel und verliert 0:4 gegen Eintracht Baunatal

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Zu Fall gekommen: Die Fußballer der SG Bad Wildungen hatten gegen Eintracht Baunatal wenig zu bestellen. Das Bild zeigt die Baunataler Louis Möller (links) und Denis Kusik, die Norayr Jalilyan (Wildungen) ein Beinchen stellen.
Zu Fall gekommen: Die Fußballer der SG Bad Wildungen hatten gegen Eintracht Baunatal wenig zu bestellen. Das Bild zeigt die Baunataler Louis Möller (links) und Denis Kusik, die Norayr Jalilyan (Wildungen) ein Beinchen stellen. © malafo

Wo ist der Strohhalm? Die Fußballer der SG Bad Wildungen/Friedrichstein suchen nach dem 0:4 (0:1) gegen eine ersatzgeschwächte Eintracht aus Baunatal nach einem Halt, der sie vor dem Abstieg aus der Gruppenliga bewahrt.

Bad Wildungen – Resignation strahlten ihre Gesichter nach dieser Heimschlappe aus. Es sind aber noch zwei Spiele. „Wenn wir die nicht gewinnen, haben wir den Abstieg auch verdient“, sagte ein enttäuschter Trainer Jan Leimbach.

Das Wildunger Spiel gegen die Eintracht sah optisch auf den ersten Blick noch recht gefällig aus, aber auf den zweiten auch sehr harmlos. „Wir machen zu viele Fehler im Spiel im letzten Drittel“, sagte Leimbach, dem es nach der Partie schwerfiel, Worte für die vergangenen 90 Minuten zu finden. Er fragt sich, was kann er noch tun, um diesen Strohhalm für seine Mannschaft zu finden?

Kein Gleichgewicht im Wildunger Spiel

Seine Spieler suchten in der ersten Halbzeit zwar die Offensive, spielten sich aber keine große Torchance heraus. Es fehlte aber auch das Gleichgewicht im Wildunger Spiel, denn offensiv agieren bedeutete gleichzeitig, hinten tun sich große Lücken auf.

In die stieß immer wieder der Baunataler Abullah Al- Omari. Er lief innerhalb von einer Minute (25./26.) zweimal allein auf Torwart Mario Wörmann zu. Beim ersten Mal hielt der Wildunger Keeper mit einer Glanztat die null, beim zweiten Mal geht der Schuss knapp am Pfosten vorbei. Doch als der Schiedsrichter vier Minuten später auf Handelfmeter entschied, trifft Al-Omari zur Baunataler Führung, die bis zum Halbzeitpfiff bestand hatte.

Nach dem Wechsel startete Wildungen entschlossener in die Partie, aber die Harmlosigkeit vor dem Tor blieb. Und die Eintracht zerstörte beim Gegner sehr schnell all die guten Vorsätze, die er aus der Kabine mitgebracht hatte. Kevin Kutzner darf in der 52. Minute aus dem Mittelfeld mit dem Ball unbedrängt bis in den Strafraum spazieren und gegen seinen Flachschuss hat auch der gute Wörmann keine Parade mehr parat.

Johannes Süring sieht Gelb-Rote-Karte

Fast die gleiche Szene ereignete sich sieben Minuten später. Diesmal läuft Andreas Bürger ebenfalls unbedrängt auf die Wildunger Kette zu und schließt mit einem Schuss erfolgreich ab. Der Schütze zum 3:0 hat in der 71. Minute eine Szene, die zum Schmunzeln einlädt. Bürger steht einen Meter vor der Torlinie als der Flachpass von Kutzner ihn erreicht, nur den Fuß hinhalten und der Ball ist drin, er hält den Fuß auch hin, aber der Ball rollt dem bereits geschlagenen Wörmann in die Arme.

Im Gegenzug hatten die Wildunger mal eine gute Tormöglichkeit als Florian Bruder allein vor den herausstürmenden Torwart Maik de Coster auftauchte. Er entschied sich für einen Heber, aber dem fehlte die richtige Höhe und wurde so leichte Beute für den Tormann. Und als ob die Niederlage nicht schon hart genug wäre, sorgte die SG für einen weiteren negativen Höhepunkt: Innenverteidiger Johannes Süring sieht in der 79. Minute nach einem Foul an Bürger die Gelb-Rote Karte.

In der Schlussphase hämmerte Iven Krüger (86.) einen 30-Meter-Freistoß ans Lattenkreuz und im Gegenzug köpft Robin Greif nach einer schönen Vorarbeit von Kutzner zum 4:0 ein. (rsm)

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