Torjäger erzielt 2:1 gegen TSV Altenlotheim 

Standke steht goldrichtig - Berndorf im Waldecker-Pokalfinale 

Der Beginn einer Jubeltraube und die Verliererhocke: Daniel Standke (ohne Trikot) hat soeben den 2:1 Siegtreffer für Berndorf erzielt und wird von Sascha Kreis und Benjamin Trotte (11) und Martin Bangert (5) gefeiert. Timo Heinemann (Altenlotheim) ist hingegen bedient. Foto: Artur Worobiow

Die Fußballer des Kreisoberligisten TSV Berndorf stehen im Waldecker-Pokalfinale

.Die Spieler von Trainer Rainer Schramme besiegten gestern Abend auf dem Sportplatz in Dorfitter mit einem Lastminute-Tor durch Daniel Standke den Klassenkameraden TSV Altenlotheim mit 2:1 (1:0).

Die Kicker von Trainer Günther Eisenmann werden sich ärgern, wenn sie diese Begegnung noch einmal im Kopf durchspielen. Sie hatten in der ersten Halbzeit alles im Griff, den Gegner, die Ordnung auf dem Platz - fast alles im Griff, denn Torchancen haben die Altenlotheimer nicht viele kreiert.

Sie begannen druckvoll und bereits nach vier Minuten hätte Kai Bremmer seine Farben in Führung schießen können, aber er drosch einen Abpraller über das Berndorfer Tor.

Bei beiden Mannschaft hat man die bedingungslose Pokal-Kampfbereitschaft vermisst. Das Spiel sah zunächst so aus wie ein Ligakick zum Saisonende, bei dem es für beide um nichts mehr geht.

Je länger das Spiel aber dauerte, desto mehr gelang es Berndorf sich von dem Druck des Gegners zu befreien, aber auch die Schramme-Elf war nicht gerade von fußballerischer Kreativität gesegnet. Lange Bälle auf die einzige Spitze Sascha Kreis und der Rest war Glücksache. Beiden Teams fehlt es auch an läuferischen Qualitäten, sodass viel Zeit der ersten Halbzeit mit einem Mittelfeldgeplänkel vergeudet wurde. Dennoch fiel bis zum Seitenwechsel ein Tor, das aber erst durch einen krassen Abwehrschnitzer begünstigt wurde. Ein Berndorfer Spieler trat über den Ball, der rollte dadurch zu Bremmer und dessen gutes Zuspiel erreicht in der 20. Minute Marc-Andre Garthe, der Torwart Timo Beumker keine Abwehrmöglichkeit mehr ließ.

Diese Führung gab dem Altenlotheimer Spiel aber auch nicht mehr Halt. Sogar das Gegenteil trat in der zweiten Halbzeit ein. Die Berndorfer schienen begriffen zu haben, was da auf dem Spiel steht und sie eroberten nun immer mehr Spielanteile. Dem Gegner merkte man nun auch an, dass er die Saison mit einer kleinen Personaldecke spielen musste. Zwei Mann waren nur auf der Bank, bei Berndorf saßen dort sechs. Einer von ihnen hieß Daniel Standke.

Als der Torjäger in der 67. Minute kam, um den Alleinunterhalter Kreis vorn zu unterstützen, hatte Berndorf den wunden Punkt des Gegners ausgemacht. Sie waren nun am Drücker, mit der alten Spielweise. Lange Bälle auf große Stürmer. Es wurde für Altenlotheim ein versuchtes 1:0-Haltespiel, bei dem Innenverteidiger Bastian Belz zur tragischen Figur werden sollte. Er war der Turm in der Schlacht und dann bekommt er in der 85. Minute diesen schon abgefälschten Ball des Berndorfers Patrick Voss so unglücklich ans Bein, das der Ball rein geht. Die Verlängerung war schon nah, da flanke Jonas Querl noch mal vor das Altenlotheimer Tor und am langen Pfosten wartet schon Standke und köpft sein Team ins Waldecker Pokalfinale.

Glücklich, aber verdient, beschrieb Trainer Schramme das Spiel, unglücklich, aber für Berndorf wegen der besseren zweiten Halbzeit verdient, sagte Eisenmann. Es gibt ihn noch, den fairen Verlierer. (dv)

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