Freienhagen/Sachsenhausen verliert 0:2 gegen Melsungen

SV schlägt sich selbst

Akrobatischer Einsatz: Sören Schwechel (rechts, Freienhagen/Sachsenhausen) beim Seitfallzieher gegen die Melsunger Kai Lenz (links) und Malte Mehlhorn.
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Akrobatischer Einsatz: Sören Schwechel (rechts, Freienhagen/Sachsenhausen) beim Seitfallzieher gegen die Melsunger Kai Lenz (links) und Malte Mehlhorn.

Zwei Standardsituationen reichten dem Melsunger FV in der Fußball-Gruppenliga bei der SV Freienhagen/Sachsenhausen aus, um mit einem 2:0 (0:0)-Erfolg die Heimreise anzutreten.

Dabei erzielte Gästeakteur Andre Schnell zunächst ein Tor mit Seltenheitswert. Denn der Linksfuß verwandelte in der 63. Minute eine Ecke von der rechten Seite direkt. „Ich wollte den Ball genau dahin schießen, weil der Torwart zuvor unsicher auf mich gewirkt hatte“, sagte der Mittelfeldspieler mit einem Schmunzeln im Richtung von SV-Schlussmann Jannik Pawlicki, der bei seinem Treffer nicht gut ausgesehen hatte.

16 Minuten später war der 18-jährige Keeper aber völlig schuldlos, als zwei seiner Vorderleute schliefen. So brauchte Patrick Möller, ebenfalls nach einer Ecke von Schnell, allerdings von der anderen Seite nur noch den Fuß hinzuhalten, um die Hereingabe ins Gehäuse der SV weiter zu verlängern.

Während Melsungen um drei Plätze auf Rang sieben vorrückte, blieben die Gastgeber auch im achten Spiel ohne Zähler. „Unser großer Antrieb war es die Null endlich wegzubekommen. Es ist richtig schade, dass wir durch zwei Standardsituationen, bei denen wir schläfrig waren, verloren haben, weil ich viele Dinge gesehen habe, auf die wir aufbauen können“, sagte Andreas Josefiak. Der SV-Trainer hatte seine offensivschwache Mannschaft mit dem bisherigen Zehnten durchaus auf Augenhöhe gesehen, was bis zur Pause der Fall war, bevor Melsungen nach dem Wechsel bei einem Chancenverhältnis von zehn zu vier feldüberlegen war.

Lob von Wefringhaus

Das Schlusslicht hatte vor 140 Zuschauern die ersten Chancen durch Eugen Rufs Kopfball (10.) und einen Schuss von Christian Weishaupt (20.), der ebenfalls knapp das FV-Tor verfehlte. Danach wurde der Gast stärker und Weishaupt klärte bei der fünften Gästemöglichkeit durch Maximilian Kördels Schuss kurz vor der Linie (51.), bevor der FV noch zweimal zuschlug. „Wir wussten, dass wir hier keinen Schönheitspreis gewinnen würden. Freienhagen hat nicht wie ein Gegner agiert, der sich aufgeben hat“, sagte Gästecoach Peter Wefringhaus. (jh)

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