Fußball-Verbandsligist verliert Stütze

Landauer Torfrau Sabrina Wandrei nach Großenenglis

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Konzentriert: Torfrau Sabrina Wandrei fängt künftig Bälle für Großenenglis statt für Landau/Wolfhagen.

Herber Rückschlag für Frauenfußballverbandsligist SG Landau/Wolfhagen: Torfrau Sabrina Wandrei hat nach knapp drei Jahren das sportliche Tabellenschlusslicht verlassen und ist zum Hessenligisten TuS Viktoria Großenenglis gewechselt.

Der Neunte hat neben der 24-jährigen Keeperin sein Team mit Flügelspielerin Alina Weiß (22 Jahre) vom Verbandsligameister Hessen Kassel, Offensivspielerin Nancy Willenberg (19) vom 1. FFV Erfurt aus der Thüringenliga und Abwehrspielerin Lisa Fölsch (22) von der SG Bad Zwesten/Urfftal aus der Kreisoberliga verstärkt.

Trainer Marquardt überrascht  

„Sabrinas Angang hat uns überrascht, weil sie uns schon ihre Zusage für die nächste Saison gegeben hatte. Es ist nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben, aber das müssen wir akzeptieren“, ärgert sich der Landauer Trainerin Hagen Marquardt über den Abgang seiner Leistungsträgerin. Wandrei Wechsel „ist ein klarer Verlust für uns, denn sie ist eine tolle Torhüterin und kann natürlich auch höherklassig spielen, was ist sie ja auch schon gemacht hat“, fügt der SG-Coach an.

Weil ihm auch Ersatzkeeperin Renee Rensen beruflich bedingt nicht zur Verfügung steht, hat der Elfte der Vorsaison nun ein Torwartproblem zu lösen und muss wohl in den eigenen Reihen Ersatz finden. „Nach Landau will auch wegen der Fahrerei kaum jemand kommen“, hat Marquardt festgestellt und weiß, dass es für sein Team auch in der nächsten Saison einzig um den „Klassenerhalt“ gehen kann.

„Wollte höherklassig spielen"

„Ich wollte noch einmal höherklassig spielen. Das habe ich in Landau auch immer gesagt. Ich habe aber nicht gedacht, dass ich das so schnell schaffe“, begründet Wandrei ihren Abgang. Sie kann „verstehen, dass die Landauerinnen „sauer“ auf sie sind, auch „weil wegen Corona ein persönliches Gespräch mit Hagen Marquardt nicht geklappt hat“, sodass sie nur SG-Spielführerin Franziska Heldt über ihren Entschluss nicht unterrichtet habe.

Aber auch weil ihre beiden Kinder (1 und 2) „noch nicht so alt sind und es in Großenenglis dreimal Torwartraining wöchentlich gibt“ , wollte Wandrei sich die Chance, in der Hessenliga zu spielen, nicht entgehen lassen. Mit Viktoria-Trainer Alessandro Wiegand arbeitete die ehemalige U17-Nationalspielerin schon vier Jahre bei der Regionalauswahl zusammen und soll nun beim TuS eine Führungsrolle übernehmen. (jh/fs)

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