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TuS Bad Arolsen: Trainer Hansi Kempf gibt auf

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Hansi Kempf, Trainer TuS Bad Arolsen, am Spielfeldrand mit einem Spieler.
Hansi Kempf, Trainer TuS Bad Arolsen, am Spielfeldrand mit einem Spieler. © malafo

Mit einem Trainer-Rücktritt verabschiedet sich die Fußball-Kreisoberliga Waldeck in die Winterpause. Hans-Günter Kempf hat beim Tabellenvorletzten TuS Bad Arolsen sein Amt zur Verfügung gestellt

Das teilte der TuS am Sonntagabend mit. Der erste Trainerwechsel in der Liga bahnt sich also an, wenn man davon absieht, dass bei Schlusslicht SG Wesetal Interimscoach Wilhelm Rabe planmäßig für den krankheitsbedingten zunächst verhinderten Jan Kleeb wich.

Sieben Punkte, aber nur einen Platz besser als Wesetal steht Bad Arolsen da. Das 6:3 im letzten Ligaspiel in Willingen – der letzte von nur drei Siegen – schien auch bei Hansi Kempf nicht mehr genug Hoffnung geweckt zu haben. Nach nur wenigen Monaten trennen sich die Wege des TuS und seines erst im Sommer gekommenen Trainers wieder. Kempf verkündete seinen Rücktritt während einer Mannschaftssitzung am vergangenen Freitag. „Diese persönliche Entscheidung ist die logische Konsequenz einer Hinrunde, die für alle Beteiligten mehr als frustrierend verlief“, erklärt der TuS-Vorstand in einer Pressemitteilung.

TuS Bad Arolsen: Trainer bemängelt die Einstellung

Die personelle Situation beim Waldecker Pokalfinalisten zog sich wie ein roter Faden durch die Hinrunde beim TuS. Kempf versuchte nicht zu hadern, sondern die besser zu machen, die mehr Pflichtbewusstsein an den Tag legten als andere und regelmäßig zur Verfügung standen.

Der scheidende Trainer bemängelt laut TuS-Mitteilung die schlechte Trainingsbeteiligung und Einstellung einiger Spieler. Zudem habe er von Spiel zu Spiel mit wechselnden Aufstellungen antreten müssen. „So kann und will ich nicht mehr weiter machen. Als Trainer kann ich nur Verantwortung für etwas übernehmen, was ich auch beeinflussen kann“, begründet Kempf seine Entscheidung.

„Natürlich bedauern wir diese Entscheidung, weil wir sowohl sportlich als auch menschlich von Hansi überzeugt sind. Allerdings ist sie nachvollziehbar, da im Seniorenbereich eine Entwicklung zu beobachten ist, die wir erst mit den Spielern aufarbeiten müssen, bevor der Vorstand wieder auf Trainersuche geht“, sagt der TuS-Vorsitzende Carsten Strippel.

In den kommenden Wochen sollen laut Aussage von Strippel weitere Mannschaftssitzungen folgen, in denen zusammen mit den Spielern die nächsten Schritte festgelegt werden. „Die hohe Bereitschaft der Spieler an diesen Sitzungen teilnehmen zu wollen zeigt, dass alle ein großes Interesse haben aus dieser sportlichen Misere herauszukommen.“ (schä/red)

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