Die Jüngsten verlieren das Finale gegen Tennis Borussia Berlin

KSV-U12-Hallenmasters: Friedrichstein misst sich mit Hannover und Co.

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War nicht nur Punktelieferant und nahm viel Erfahrung mit: Die D-Jugend der JSG Friedrichstein; hier Kapitän Philipp Kentel (links) im Spiel gegen Tennis Borussia Berlin. 

Ein sehr gelungenes Turnier war das U12-Hallenmasters von Hessen Kassel und JSG Friedrichstein, das am Wochenende in der Ense-Halle stattfand.

Bad Wildungen – Manchmal bist du als Fußballtrainer mächtig stolz auf deine Truppe, auch wenn sie den letzten Platz belegt hat. So ging es auch Helmut Grossen, er coacht die D-Junioren der JSG Friedrichstein. Denn für seine Mannschaft ging es weniger um einen dicken Pokal oder ums Gewinnen, sondern darum, Erfahrung zu sammeln und ein tolles Erlebnis zu haben.

Und so erging es letztlich allen zwölf Nachwuchsteams, die beim U12-Hallenmasters des KSV Hessen Kassel in der Wildunger Ense-Halle zu Gast waren. „Es war ein sehr schönes Event mit gutem Zuschauerinteresse. Die Rückmeldungen von Trainern und Spielereltern waren sehr positiv“, bilanzierte Kristos Thomoglou.

Als Teammanager der D-Junioren des KSV Hessen Kassel war Thomoglou federführend bei der Turnier-Organisation. Als Wildunger und ehemaliger Jugendtrainer der JSG Friedrichstein hatte er die Badestädter als Kooperationspartner ins Boot geholt – eine fruchtbare Zusammenarbeit, wie sich zeigte.

Friedrichstein schafften auch einen Sieg

So kamen also die Friedrichsteiner, die mit der U 13 antreten durften, in den Genuss, sich mit teils hochtalentierten D-Junioren von große Vereinen messen zu können. „Das war etwas ganz Besonderes, sich die Spielanlage solcher Mannschaften anzuschauen, sich ausgiebig mit deren Trainern unterhalten zu können“, sagte Helmut Grossen. 

Und: Sein Team fuhr gegen den FC Gießen (2:1) auch einen Sieg ein, hielt gegen den späteren Sieger Tennis Borussia Berlin (1:2) und den späteren Finalisten  Hannover 96 (0:3) gut mit. Das Spiel um Platz elf verlor Friedrichstein 1:2 gegen Alzenau.

Sichtbare Freude: Justice Turay von Hannover 96 (r.) wurde als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet.

„Wir konnten schon dagegen halten, aber das spielerische Niveau der Gegner war natürlich meist viel besser. Manche trainieren viermal die Woche, das sieht man dann auch“, meint der JSG-Trainer, dessen Schützlinge von der Tribüne aus hochinteressiert die Spiele der Topclubs verfolgten, von denen einige ein eigenes Nachwuchs-Leistungszentum betreiben.

Neben TeBe Berlin und Rot-Weiß Erfurt war vor allem der Nachwuchs der Zweitligisten Hannover 96 und SV Wehen Wiesbaden (Gesamt-Achter) die Zugpferde des Masters. Und einige von ihnen haben, so Kristos Thomoglou, fürs kommende Jahr schon zugesagt. 

Auch eine Reihe der Sponsoren hätten bereits ihre Hilfe für 2021 zugesagt. „Ohne sie wäre das Turnier nicht möglich gewesen“, so Thomoglou, der plant, im nächsten Jahr das Turnier über zwei Tage aufzuziehen. Von den Berlinern, die von Freitag bis Sonntag bei Gasteltern in Bad Wildungen übernachteten, haben Wildunger wie Kasseler bereits eine Einladung zum Gegenbesuch vorliegen.

TeBe und Hannover im Endspiel

Tennis Borussia hatte sich in der Gruppe „Premiere League“ mit 13 Punkten aus fünf Spielen durchgesetzt, einen Punkt weniger erspielte Hannover 96; die Niedersachsen waren nur mit der U 11 am Start, die aber die Konkurrenz sehr gut in Schach hielt. Im klasse Endspiel sahen sich beide wieder; es ging mit 1:0 an die U 12 aus dem Hauptstadt-Bezirk Schöneberg.

Sehr gut schlug sich auch der KSV Hessen Kassel. Als Zweiter der Gruppe „La Liga“ verloren die „kleinen Löwen“ im Viertelfinale 0:3 gegen Rot-Weiß Erfurt, das im Spiel um Platz drei gegen Aschaffenburg verlor. Platz fünf machten Hessen Kassel I und II unter sich aus – die Erste gewann 4:3. (schä)

Fußballbilder vom U12-Hallenmasters in Bad Wildungen

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