Fußball-Gruppenliga

Unerklärlicher Rückschlag: Wildungen fängt sich 0:5-Heimklatsche gegen Mengsberg ein

Zweikampf im Fußball
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Oft den Ticken zu spät: Wildungens Kicker gehen mit einem 0:5 gegen Mengsberg in die Pause. Das Bild zeigt Jan Brandner (Mengsberg/li.) gegen Johannes Süring.

Ein Rückfall. Damit hatte niemand mehr im Wildunger Lager gerechnet. Die SG ging in der Gruppenliga mit 0:5 (0:4) gegen den TSV Mengsberg unter.

Bad Wildungen – Der neue Trainer Jan Leimbach war bedient und überrascht zugleich. Seine Mannschaft habe sich von Spiel zu Spiel gesteigert, „aber heute hat man nicht gesehen, wie wir Fußball spielen wollen, keine Stimmung auf dem Platz, keine Spielfreude, viele taktische Fehler“.

Dass die Wildunger in der Halbzeit bereits mit 0:4 hinten liegen würden, darauf deutete in der Anfangsviertelstunde nichts hin. Die Blauen und die Roten versuchten nach vorn zu spielen, aber für gute Abschlüsse waren die Pässe auf beiden Seiten noch nicht gut genug. Die Führung der Mengsberger lag auch nicht gerade in der Luft, da lief die 15. Minute, die Wildunger schlossen einen Angriff harmlos ab, Torwart Sacir Nikocevic schlug den Ball auf die linke Seite zu Maximilian Sack (15.) ab, der hatte nach einem Wildunger Stellungsfehler freie Bahn und sein Flachschuss aus 18 Metern schlug unten rechts ein.

Der Ärger über dieses „Geschenk“ war gerade verflogen, da kam diese Szene in der 22. Minute leicht verändert zurück, erneut dribbelte ein Mengsberger auf die Kette zu und der Weitschuss fand sein Ziel, diesmal gab ihn Andre England ab. Die Wildunger hatten auf diesen Rückstand keine passende Antwort. Und hinten agierten sie weiterhin zu passiv und kopflos. Das lässt sich ein Sack nicht zweimal sagen. Er marschierte in der 35. Minute wieder auf die Kette zu, ließ zwei Wildunger aussteigen und auch der dritte Weitschuss saß, wieder flach und präzise.

Wildungen drohte ein Debakel

Nun musste man sich ernsthafte Sorgen um die Elf von Trainer Leimbach machen – ein Debakel drohte, erst recht, als auch der vierte Weitschuss der Mengsberger erneut im Tor landete, England (43.) gab ihn ab. Jeder Schuss ein Treffer. Der Halbzeitpfiff tat gut, denn die Wildunger konnten sich nun neu sortieren. Sie kamen engagiert aus der Kabine, frei nach dem Motto, die Schmach möglichst in Grenzen halten.

Und fast hätten sie sagen können, sie hätten unentschieden gespielt, zumindest in der zweiten Halbzeit, aber diesen Gedanken löschte einmal mehr Sack aus, denn er schlug in der 74. Minute zum dritten Mal zu – klar, mit einem Weitschuss. Die Wildunger erspielten sich nicht eine gute Tormöglichkeit.

Sie haben nun Zeit mit dem neuen Trainer an ihrem Spiel zu arbeiten. Auf der Seite des Siegers hatte Trainer Stephan Benf nichts an seiner Mannschaft auszusetzen. Und einer aus seinem Team freute sich besonders über diesen Sieg: Rene Dingel (37). Er fahre schon seit 19 Jahren nach Wildungen und habe bisher dort noch nie gewonnen. Diesmal hat es geklappt. Und wie. (rsm)

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